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Fisch des Jahres Wenn die Rolle glüht
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11:08 09.11.2017
Beweisfoto: Thomas Perrot (links) mit seinem Vater. Gemeinsam holten sie nach einer Stunde Kampf einen 53 Kilogramm schweren Heilbutt in Norwegen aus dem Wasser. Quelle: privat

Woran erkennt man einen enthusiastischen Angler? Er erzählt nicht nur stolz von seinem Fang, präsentiert Fotos neben dem aus dem Wasser gefischten Prachtexemplar – einige gehen noch weiter: sie haben sogar einen eigenen See. Thomas Perrot aus Baumgarten hat den Traum vieler Angler verwirklicht. „Seit acht Jahren habe ich einen See in Baumgarten gepachtet“, erzählt er, „an dem ich mit meinem Sohn regelmäßig große Fische fange.“

Thomas Perrot hat sich 2006 mit der eigenen Heizung-Sanitär-Firma selbstständig gemacht. Angeln geht er schon viel länger, „und das mit der größten Leidenschaft“, sagt er. Da zieht es ihn nicht nur an den eigenen See, sondern auch in die Ferne: „Ich bin sehr großer Norwegenfan.“

Schon mehr als zwanzig-mal war er dort. „Ich bin immer wieder fasziniert von den atemberauschenden Landschaften und den netten Menschen.“ Und von den Fischen natürlich! Im Juli 2015 kam er dann endlich, der wirklich große Fang – in Larseng Kystferie, nicht weit von Tromsø entfernt. Den Tipp bekam der 45-Jährige von einem Reiseveranstalter, und auch das Internet ist voll von Insider-Tipps in dieser Region Norwegens, gerade für Heilbutte und Steinbeißer.

Von Tegel aus ging es mit seinem Vater im Schlepptau und per Flugzeug los, über Olso nach Tromsø. Ziel: Lebensmittelladen, sich mit Vorräten eindecken. Am ersten Tag ging es gleich aufs Wasser. „Wir angelten mit 300 Gramm Gummifischen und fingen etliche schöne Dorsche und sogar einen Steinbeißer.“ Nächster Tag: „Gleich vor der Haustür angelten wir circa 20 Seelachse zwischen 600 Gramm und einem Kilo, die wir im ganzen Stück als Naturköder benutzten.“ Wieder rein ins Boot und raus aufs Wasser.

Dann ein Zeichen: Möwen, ein riesiger Schwarm am Himmel. „Hier muss richtig gut Fisch sein“, so Thomas Perrots Vater. Also Köder ins 30 Meter tiefe Wasser werfen. „Wir ließen die Köder auf Grund und hoben im Zwei-Minuten-Takt langsam einen Meter hoch.“ Plötzlich spürte der Baumgartner einen Ruck. Etwas hatte angebissen. „Was dann passierte, hätte ich mir nicht träumen lassen.“

Seine Rolle (für Fachleute: eine Fin-Nor) glühte. „Mein Herz war schon lange in die Hose gerutscht und meine Knie zitterten wie noch nie.“ Dann der Kampf mit dem Fisch – eine Stunde lang. Als sich der Butt zeigte, stockte der Atem. „Der erste Heilbutt und dann gleich solch großer!“ Sein Vater stand mit der Heilbuttharpune bereit. Zu zweit holten sie das Exemplar aus dem Wasser. „Wir jubelten und ich rief Deutschland an und berichtete: Wir haben den Bürgermeister gefangen.“

Das Wichtigste: Der Heilbutt wog 53 Kilogramm, war 1,65 Meter lang. Fazit: „Dieser Urlaub wird uns immer in besonderer Erinnerung bleiben. Welch Angler hat schon des Glück, solch einen Riesen aus dem Meer zu ziehen?“

Von Marco Winkler

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