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Kommunalwahl 2014 Die guten Seelen am Superwahltag
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15:34 25.05.2014
Bundeswahlleiter Roderich Egeler dankt den Potsdamer Wahlhelfern im Stimmbezirk 6201. Das Wahllokal befindet sich auf dem MAZ-Verlagsgelände an der Friedrich-Engels-Straße in Potsdam. Quelle: Christel Köster
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Bis zu 75 Zentimeter lange Stimmzettel überreicht sie immer wieder an die Wähler aus Potsdam. "Mit dem Falten der Zettel haben so manche Probleme", sagt die Wahlhelferin Anneliese Hügli. Seit Sonntagfrüh um 7 Uhr ist die 69-Jährige im Einsatz im Wahllokal an der Friedrich-Engels-Straße. Ein Superwahltag, der für die Potsdamerin erst nach 15 Stunden um 22 Uhr endet. Denn zeitgleich finden an diesem Tag die Europawahl und die Wahlen zu den kommunalen Parlamenten statt. Hinzu kommen Bürgermeister- sowie Ortsbeiräte- und Ortsvorsteher-Wahlen.

Anneliese Hügli verliert nicht den Überblick. Sie hat Übung, denn als ehrenamtliche Wahlhelferin ist sie seit 21 Jahren im Stimmbezirk 6201 im Einsatz. Auch an diesem Wahlsonntag sitzt sie wieder im Wahllokal in den Räumen der Märkischen Allgemeinen Zeitung, begrüßt die Wähler, nimmt Stimmzettel entgegen und beantwortet Fragen. Die Wähler seien nett und freundlich, auch eine 16-Jährige habe früh morgens schon ihre Stimmen abgegeben. Warum sich Hügli als Wahlhelferin engagiert? "Weil's Spaß macht und man nette Leute trifft", sagt sie.

Rund 29 500 Wahlhelfer sind im Einsatz

Wie Anneliese Hügli und ihre fünf Kollegen im Wahllokal an der Friedrich-Engels-Straße sind am Sonntag in ganz Brandenburg 29 000 Wahlhelfer für die Marathonwahlen im Einsatz. Bundesweit sind es insgesamt 630 000 Helfer. Ihnen dankten der Bundeswahlleiter Roderich Egeler und der Landeswahlleiter Bruno Küpper am Sonntagmittag in Potsdam.

"Ich bin dankbar, dass wir in Brandenburg kein Problem hatten mit der Rekruitierung der Wahlhelfer", sagte Roderich Egeler gegenüber der MAZ. Wenn es nach ihm geht, müssten Wahlhelfer für ihren Einsatz vor allem eine Charaktereigenschaft mitbringen: "Geduld." So komme es immer mal wieder vor, dass die Helfer einen Zählvorgang noch einmal wiederholen müssen.

Bei der Stipvisite des Bundeswahlleiters handelte es sich um den ersten Besuch in einem Potsdamer Wahllokal. "Potsdam hat sich angeboten, weil wir im Reichtstag sitzen und dort das Bundesergebnis aufbereiten", erklärte Egeler.   

Je besser das Wetter, desto mehr Wähler

Gegen 14 Uhr soll es eine erste Stichprobe zur Wahlbeteiligung in Brandenburg geben, sagte der Landeswahlleiter Bruno Küpper. "Wenn das Wetter so schön ist wie heute, gibt der Wähler seine Stimme erfahrungsgemäß früh morgens oder am Abend ab", erklärt Küpper. Generell gelte die Faustregel: Je besser das Wetter, desto besser die Wahlbeteiligung.

In Brandenburg haben die 3400 Wahllokale pünktlich um 8.00 Uhr zur Europa- und Kommunalwahl geöffnet.

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