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Lifestyle & Trends Die Neue geht auf Kennenlern-Tour
Thema Specials Lifestyle & Trends Die Neue geht auf Kennenlern-Tour
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08:27 18.02.2016
Beatrice Daun neben den Zille-Gören auf dem Stahnsdorfer Dorfplatz. Mit ihren Kindern badet sie auch gern im Güterfelder See. Quelle: F. Bungert
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Stahnsdorf

Der Urlaub ist gerade nicht zum Ausruhen gedacht, auch wenn die Wintersonne so herrlich scheint. Beatrice Daun will Bürgermeisterin von Stahnsdorf werden und ist dafür jetzt auf Achse. Es wird sportlich, denn viel Zeit bleibt nicht: Am 17. April ist die Wahl.

Doch die Frau ist 37 Jahre jung und dynamisch. Dass sie zwei kleine Kinder allein erzieht, soll kein Hinderungsgrund sein, aber die Lütten dürfen nicht vernachlässigt werden. Da achtet die Mutter drauf und koordiniert die Hilfseinsätze von Oma, zwei vertrauten Babysittern, Genossinnen und dem Vater der Kinder.

Seit Dienstag hängen Dauns Wahlplakate in den Hauptstraßen Stahnsdorfs. Mit ihrem Opel und per pedes tourt sie durch die Gemeinde, verteilt Flyer und klingelt an so mancher Haustür. „Ich muss mich ja bekannt machen bei den Menschen und will die Gemeinde spüren“, sagt sie und faltet den Ortsplan aus. Heute ist das Grashüpferviertel dran.

Die Ecke kennt sie, dort wohnt ihre Mutter. Die ist vor Jahren aus Potsdam weggezogen, auch Dauns Schwester lebt in Stahnsdorf. Beatrice Daun ist 1972 in Potsdam geboren und in Kleinmachnow aufgewachsen. Der früh verstorbene Vater war Teltower und Kfz-Mechaniker. Die Mutter stammt aus Kleinmachnow und führt heute ein kleines Geschäft dort am Rathausmarkt. „Ich komme aus der Region“, unterstreicht die 37-Jährige, die „auch nicht in Gemeindegrenzen denkt“. Immer wieder begegnet sie auf ihrer Tour Nachbarskindern oder Schulkameraden von früher. Natürlich auch Anhängern des Amtsinhabers Bernd Albers (47), der erneut antritt. Da sei die Gesprächsbereitschaft der Leute nicht „so groß“. Aber das sei in Ordnung.

„Es ist ein Kennenlernen. Ich lese und recherchiere, treffe mich mit Arbeitsgruppen und Gemeindevertretern. In nehme Kontakte zu Vereinen auf, um von ihren Wünschen und Vorstellungen zu erfahren“, erzählt Daun. Natürlich bekomme sie auch Zuarbeiten, in jeder „Detailstrecke“ stecke sie schließlich nicht drin. Mit dem Spruch „Sie ist es“ wirbt die SPD für ihre Kandidatin, die bislang nicht im politischen Leben der Stahnsdorfer Gemeinde bekannt ist. „Das kann auch eine Chance sein, weil ich unvoreingenommen bin“, sagt sie. Für eine gute Arbeit im Sinne aller erwartet sie „Kompromissbereitschaft von allen Beteiligten“. Gemeindeinteressen müssten über Parteiinteressen stehen und jeder müsse sich auch „mal zusammenreißen“, wenn es nicht nach seinen Wunschvorstellungen gehe. Vieles sei bereits in Stahnsdorf passiert, aber es gebe noch etliche Baustellen. Ihr fehle zum Beispiel eine „zukunftsorientierte Flächennutzungsplanung“. Dann hätte man vielleicht auch die andauernden Kämpfe um einen neuen Feuerwehrstandort vermeiden können. Dieses Thema müsste „zeitnah“ geklärt werden, „um die Emotionalität und den Druck rauszunehmen“, sagt Daun.

Politisch engagiert und geübt im Umgang mit Menschen, der Förderung von Demokratie und Beteiligung ist Daun seit ihrem Studium der Südostasienwisschenschaft, Soziologie und Wirtschaft. Sie hat Praktika in Indonesien und Vietnam absolviert, war Wahlbeobachterin in Jakarta, hat in Malawi Hilfe zur Selbsthilfe gegeben und ist als Direktions-Assistentin in der Berlin Brandenburg International School ständig in „komplexe Planungsprozesse“ einbezogen und Ansprechpartner für Lehrer und Schüler. „Ausgleichen und vermitteln – das muss ich schon jetzt jeden Tag“, sagt Beatrice Daun lächelnd. Dann düst sie weiter.

Von Claudia Krause

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