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Lifestyle & Trends Friseurweltmeisterin zu Gast in Fehrbellin
Thema Specials Lifestyle & Trends Friseurweltmeisterin zu Gast in Fehrbellin
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17:09 14.03.2016
Jana Eichler frisiert Vera Papenfuss und zeigt ihrer Kollegin im Salon „Glückssträhne“, Steffi Haack (r.), Tipps und Tricks. Quelle: Peter Geisler
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Fehrbellin

Wenn Jana Eichler Kamm und Föhn in den Händen hält, ist sie der Boss. Die Friseurweltmeisterin zeigt den Haaren, wo es langgeht. Mit flinken Fingern wirbelt sie um den Kopf herum, kämmt die Strähnen vor und zurück und schnippelt abstehende Härchen weg. Was für einen Laien willkürlich aussieht, ist in Wirklichkeit reiflich überlegte Arbeit. Denn jede Frisur ist individuell, sagt Eichler. Am Montag hat sie den Friseurinnen des Salons Glückssträhne in Fehrbellin bei einem Workshop verraten, was das Gesicht eines Menschen über die passende Frisur aussagt.

Saloninhaberin Monja Porsch will mit den Farben und Schnitten, die sie in Fehrbellin an den Mann oder an die Frau bringt, auf Höhe der Zeit bleiben. Deshalb hat sie sich bewusst für das Seminar mit der Berliner Friseurweltmeisterin Jana Eichler entschieden. Drei- bis viermal im Jahr nimmt das Friseurteam der Glückssträhne ohnehin an Lehrgängen teil. „Das Friseurhandwerk ist schnelllebig. Frisuren entwickeln sich mit neuen Trends immer wieder weiter“, sagt Monja Porsch. Trends sollten jedoch auch immer zu dem jeweiligen Kunden passen. „Meine Mitarbeiter sollen neue Impulse und Ideen bekommen, weil heutzutage jeder einen guten Friseur braucht“, meint Porsch. Denn der Friseur sorge nicht mehr nur für den Haarschnitt, sondern agiert auch als Typberater.

Auf die kleinen Dinge achten

Im ersten Durchgang der Schulung erklärte Jana Eichler den vier Friseurinnen Monja Porsch, Vera Papenfuss, Yvonne Schümann und Steffi Haack, auf welche Dinge sie bei den Kunden achten müssen. „Schaut zum Beispiel darauf, ob sie Nagellack oder einen Ehering tragen. Daraus könnt ihr schon einiges für die Beratung ableiten, bevor es überhaupt zum Gespräch kommt“, sagt Eichler. Eine sportliche Erscheinung könnte etwa darauf schließen lassen, dass eine Kundin ihre Haare auch gern mal hochbindet. „Auf solche Dinge zu achten, wird euch besonders machen“, verspricht die Expertin.

Nach dem theoretischen Teil ging es an echte Köpfe. Zuerst war Friseurin Vera Papenfuss dran, die zwar keinen ganz neuen Schnitt bekam, aber eine Optimierung. „Es ist wichtig, dass ihr den Kunden keine Illusionen macht, sondern ehrlich mit ihnen seid“, erklärt Eichler. Natürlich sei es erlaubt, auf kleine Schönheitsmakel, wie eine große Nase oder Falten hinzuweisen. Aber darauf sollte der Hinweis folgen, wie eine Frisur diese ausgleichen kann.

Vier Frauen ließen sich typgerecht frisieren

Nicole Ritter (32) aus Neuruppin ist schon seit längerer Zeit unzufrieden mit ihrem Friseur. „Ich sage immer, wie ich es gerne hätte, und am Ende sieht es ganz anders aus“, erzählt sie. Deshalb hat sie sich auf den Aufruf via Facebook als Modell gemeldet. „Ich erhoffe mir neue Ideen und Inspiration für meine Frisur“, sagt Ritter. Auch Rita Zemke aus Groß Kreutz (Potsdam-Mittelmark) hat den Zuschlag für eine Typberatung bekommen. „Meine Tochter hat mich einfach angemeldet. Ich bin gar nicht dazu gekommen, darüber nachzudenken“, berichtet die 61-Jährige. Momentan fühlt sie sich mit ihren Haaren nicht wohl und wünscht sich eine zu ihrem Typ passende Veränderung.

An insgesamt vier Modellen versuchten die Glückssträhne-Friseurinnen die Theorie der Gesichtsanalyse in die Praxis umzusetzen. Natürlich unter fachmännischer Anleitung von Jana Eichler, die selbst von 1990 bis 1993 ihre Friseurausbildung gemacht hat. Sechs Jahre später wurde sie Deutsche Meisterin und im Jahr 2000 Weltmeisterin. Seitdem ist sie auch als Botschafterin der Marke Wella unterwegs und bringt frischen Wind in die Salons. Haare sind ihr Leben, sagt sie. Ihr Salon „Jana Hair Class“ befindet sich am Potsdamer Platz in Berlin. Gemeinsam mit ihrer Mutter Gabriele Eichler führt sie den 280 Quadratmeter großen Laden.

Viele Aspekte haben Einfluss auf die passende Frisur

Bevor Schere und Kamm überhaupt angelegt werden, sollte der Friseur in jedem Fall schon eine mögliche Frisur im Kopf haben. Erst danach kommen die Kunden mit ihren eigenen Vorstellungen zu Wort, zumindest in der Theorie. „Manchmal ist es schwierig, den Kunden glücklich zu machen, wenn der selbst nicht weiß, was er eigentlich will“, erzählt Yvonne Schümann aus eigener Erfahrung. Auch deshalb ist es für einen Friseur wichtig, Aspekte zu kennen, die eine Frisur beeinflussen. Auf diese Weise kann die Empfehlung ganz individuell begründet werden, so Jana Eichler.

Von Luise Fröhlich

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