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Lifestyle & Trends HB-Werkstätten Marwitz: Blick in die Manufaktur
Thema Specials Lifestyle & Trends HB-Werkstätten Marwitz: Blick in die Manufaktur
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18:44 13.03.2016
Cornelia Straub (links) schaut Heidrun Reinhold in den HB-Werkstätten über die Schulter. Deren korrekte Berufsbezeichnung lautet „Kerammalerin“. Quelle: Ulrike Gawande
Oberkrämer

„Ich bin ein absoluter Hedwig-BollhagenFan, besitze einige Stücke von ihr und nutze nun die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen der Manufaktur zu schauen, wo bis heute in Handarbeit die HB-Keramik hergestellt wird.“ Am Sonntagmorgen nahm Cornelia Straub aus Werder an einer Führung durch die HB-Werkstätten in Marwitz teil, die am Wochenende zum „Tag der offenen Töpferei“ den Besuchern zahlreiche Einblicke in die Tradition der Keramikherstellung gaben.

Heidrun Reinhold, die noch bei der 2001 verstorbenen Gründerin der Werkstätten, Hedwig Bollhagen den alten Beruf „Keram­malerin“ gelernt hatte, gab den zahlreichen Besuchern gerne eine Kostprobe ihrer filigranen Handwerkskunst. „Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie viel Handarbeit bis heute noch in der Herstellung der beliebten HB-Keramik steckt“, erzählt Heidrun Reinhold und verziert gekonnt die nächste Tasse mit den blauen Blumen des HB-Dekors Nummer 599. Sie bedauert, dass eine ganze Reihe von Bürgern der Nachbarorte nichts von den HB-Werkstätten, in denen bis heute traditionell produziert und in alle Welt verkauft wird, wissen würden. Dafür kämen Besucher aus Berlin, München und aus dem Ausland, die Freunde des zeitlosen Bollhagen Designs seien.

Christian Gehring ist mit Frau und Kindern aus Schönwalde nach Marwitz gekommen. Während des Zivildienstes habe er Bollhagen kennengelernt und ihre schwarz-grüne Keramik sogar als Gastgeschenk für eine Irlandreise mitgenommen. „Es ist zeitlos, hat Tradition und ist typisch für diese Region“, erklärt er. Nun möchte er seinen Kindern zeigen, wie in der Manufaktur gearbeitet wird.

Petra Becker (links) führte Besucher durch die HB-Werkstätten. Quelle: Ulrike Gawande

Petra Becker ist seit 36 Jahren als Glasiererin in den HB-Werkstätten tätig und übernimmt gerne Führungen für Besucher durch ihre Wirkungsstätte. „Es macht Spaß die Kunden zu beobachten, wenn sie staunend erkennen, dass die Dekors einzeln per Hand auf die Keramik aufgetragen werden“, berichtet sie mit einem kleinen Schmunzeln. Die häufigsten Frage sei: „Wie oft wird ein Gegenstand in die Hand genommen, bis er verkauft wird?“ Antwort: Sie habe irgendwann aufgehört zu zählen.

Wolfgang Spitzer begutachtet den Framo-Lieferwagen vor der Manufaktur. Quelle: Ulrike Gawande

Während die einen Besucher der Blick hinter die Kulissen nach Marwitz gelockt hat, begutachtet Wolfgang Spitzer aus Berlin die frisch restaurierten Framo-Lieferwagen, Baujahr 1961, die seit kurzem weithin sichtbar Werbung für die Werkstätten machen. „Die Autos sind ein Hingucker. Schmuckstücke. Ich kenne sie noch aus meiner Jugend“, begeistert sich der Berliner, der selber Fahrer einer Spedition war.

Kinder konnten Tassen, Schüsseln und Ostereier im Stile HBs bemalen. Quelle: Ulrike Gawande

Aber auch die Kleinsten kommen in den HB-Werkstätten nicht zu kurz. Emsig bemalen zahlreiche Kinder Schalen, Tassen und Ostereier. Nele (5) aus Hennigsdorf verziert ihr Ei mit einem zipfelbemützten Kind. „Einmal in der Woche töpfert sie schon im Kindergarten“, erzählt Mama Sandra Balcke. Trotzdem könne sie nicht genug davon bekommen. Zahlreiche Kunstwerke zieren schon die heimische Wohnung. Denn Nele verschenkt nur ungern ihre Töpferwaren. Auch nicht zu Ostern.

Von Ulrike Gawande

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