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Lifestyle & Trends Tauschen statt shoppen
Thema Specials Lifestyle & Trends Tauschen statt shoppen
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00:20 17.06.2015
Kamen, sahen und tauschten: Sophie Borgel (l.) und Katharina Zemisch stöberten sich bei der ersten Kleidertauschparty von Greenpeace in Potsdam durchs Angebot. Quelle: Friederike Steemann
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Kleidertausch statt Kaufrausch: Unter diesem Motto wurden am Samstag in der Heinrich-von-Kleist-Schule unter anderem unbeliebte T-Shirts, Jeans und Schuhe an einen neuen Besitzer weitergegeben – völlig kostenlos! „Kleidertauschpartys sind unsere Antwort auf den ungebremsten Modekonsum“, sagt Kristin Braun, stellvertretende Pressesprecherin der Potsdamer Greenpeace-Aktivisten.

Katharina Zemisch (16) und Sophie Borgel (17) sind schon vor dem offiziellen Beginn der Kleidertauschparty da. Gemeinsam beschriften sie ihre abgelegten Klamotten – Jeanshorts, Kleider, T-Shirts und Strickjacken – mit kleinen, von Greenpeace bereitgestellten Schildchen. „Wir wollen, dass der neue Besitzer weiß von wem das neue Kleidungsstück kommt. Vielleicht hat der ehemalige Besitzer damit eine tolle Geschichte erlebt oder so. Das macht den Tausch noch persönlicher“, sagt Braun. Jeder gibt seine mitgebrachten, beschrifteten Sachen ab, die Greenpeace-Helfer sortieren sie dann in den Kleidertausch-Raum. Katharina und Sophie haben auch die Kleiderschränke ihrer Mütter ausgemistet. „Sonst verkaufen wir die Sachen die noch tragbar sind auf dem Flohmarkt oder auch im Internet bei Kleiderkreisel“, erzählt Sophie. „Notfalls kommen die Sachen in den Kleidercontainer.“ Doch heute nicht – auf der Kleidertauschparty finden ihre alten Schätze hoffentlich neue Liebhaber. Kurz nach Beginn tummeln sich rund zehn Frauen verschiedenster Altersklassen – von 16 bis über 40 – in dem Kleidertausch-Raum, wo auf den auf improvisierten Kleiderstangen und Tischen die tauschbaren Sachen liegen. In einer Ecke gibt es sogar eine kleine Umkleidekabine. Es herrscht entspannte Stimmung, im Hintergrund läuft Musik, zur Stärkung gibt es eine kleine Auswahl an veganen Kuchen. Eine von Sophies geblümten Jeans-Shorts hat bereits eine neue Besitzerin gefunden. Sie selbst hält ein neues, lachsfarbenes Kleid in der Hand.

Kristin Braun wuselt zwischen den – vornehmlich weiblichen – Besucherinnen herum, auf dem Arm immer wieder eine neue Ladung Klamotten, die einsortiert werden wollen. „Langsam werden unsere Kleiderbügel knapp“, lacht sie. 150 Kleidungsstücke sind kurz nach Beginn der Tauschparty bereit, einen neuen Besitzer zu finden – Tendenz an diesem Nachmittag: Steigend. „Wir wollen zeigen: Second Hand ist gut“, sagt Braun, die eine blau-gemusterte Hose trägt, die sie auf einer Kleidertauschparty erstanden hat. „Auch mein Oberteil und das Armband sind getauscht“, sagt sie. „Ich finde das eine tolle Möglichkeit an neue Klamotten zu kommen. Und man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn man die Sachen dann bei der nächsten Party wieder weitergibt, weil es doch nicht ganz das Richtige war.“ Die Statistik sagt: 40 Prozent der Kleidung im eigenen Schrank zieht man nicht an. Mit der Kleidertauschparty, die am Samstag auch in 39 weiteren Städten stattfand, will Greenpeace diesem Trend entgegen wirken und zudem der Umweltverschmutzung durch die Textilindustrie ein Ende bereiten. 70 Besucher kamen in Potsdam und brachten über 300 Kleidungsstücke mit. Ein Großteil davon ist übrig geblieben. „Ein Teil davon geht an Oxfam. Der Rest wird im Herbst bei einer großen Kleidertauschparty in Freiburg weitergegeben“, sagt Braun. „Mit der Tauschparty in Potsdam sind wir super zufrieden, ich denke wir werden das im nächsten Jahr wieder machen.“

Von Friederike Steemann

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