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Die Laufgruppe Wassersuppe macht zu Wasser und zu lande von sich reden. Der Verein richtet in diesem Jahr die deutsche Meisterschaft im Quadrathlon aus.

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Wind und Wetter, wie hier in der Kieler Bucht, schrecken die Frauen und Männer von der LG Wassersuppe nicht: sie rudern zum Erfolg.

Quelle: Heike Wilisch

Wassersuppe. Aus fünf Metern Höhe in Schlammlöcher springen bei einem Team-Wettbewerb mit dem schönen Namen Tough Mudder oder zäher Schlamm, Mitglieder des Vereins Laufgruppe Wassersuppe sind dabei. Die Challenge auf dem Lausitzring war seinerzeit eine willkommene Abwechslung zum Laufsportjahr. Oder der Two Oceans Marathon in Namibia, an dem das rasende Wassersuppen-Quartett Hagen Roßmann, Pawel Albrecht, Nils Brüggemann und Rocco Lenz am Karfreitag in diesem Jahr teilnahm. Außerdem schafften sie den Ultramarathon über 56 Kilometer rund um den Kapstädter Tafelberg in Zeiten unter sechs Stunden.

Laufen ist das eigentliche Metier der LG Wassersuppe aus dem gleichnamigen Ort am Hohennauener See in der Gemeinde Seeblick, im Herzen des Naturparkes Westhavelland. Am heutigen Donnerstag veranstaltet der Verein seinen Stundenpaarlauf am Rathenower Schwedendamm.

Deutsche Meisterschaft im Quadrathlon

Den Breitensport hat sich die Laufgemeinschaft Wassersuppe seit Beginn ihres Bestehens auf die Fahne geschrieben. „Wir haben von Anfang an selber Läufe organisiert. Für einen symbolischen Euro kann jeder an den Veranstaltungen teilnehmen“ , so Hagen Roßmann, Sprecher des Vereins. Startgelder von 30 bis 40 Euro bei Triathlon-Veranstaltungen sollten im Bereich des Vereins der Vergangenheit angehören. Bei den Wassersuppern kostet es 10 Euro. So beim 20. Wassersupper Triathlon, der in diesem Jahr am 19. August stattfindet, oder beim Quadrathlon (Triathlon plus Kanufahren), der zeitgleich vom Bollwerk im Dorf Wassersuppe gestartet wird. „Wir werden zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft im Quadrathlon austragen“, sagt Hartmut Bölke, einer der Gründungsmitglieder des Vereins. Hartmut Bölke und sein Team organisieren diese Veranstaltungen mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern „Wir haben uns um die Deutsche Meisterschaft beworben und vom Quadrathlon-Verband den Zuschlag erhalten aufgrund unserer Qualität, die wir hier bieten“, so Bölke. 2013 ging mit der Startnummer 1 sogar ein echter Prominenter ins Rennen beim Quadrathlon: Der Journalist Hajo Schumacher, der unter dem Pseudonym Achim Achilles launige Kolumnen über sein Leben als Hobbysportler verfasst.

Gegründet wurde der Verein nach einer Idee am Osterfeuer vor gut 20 Jahren. „Damals fragte Mathias Brümmerstedt, ob wir nicht mal was zusammen machen sollen“, erzählt Bölke. Und so machten sich Roßmann, Albrecht, Brümmerstedt und Bölke vor über 20 Jahren gemeinsam mit Kind und Kegel auf zu Wettkämpfen in der näheren und weiteren Umgebung.

Drei Jahre in der Landesliga

Vor vier Jahren gab es Zuwachs im Verein, als das örtliche Volleyball-Damenteam aus der Kreisklasse in die Landesklasse aufsteigen wollte und dafür einem offiziellen Verein angehören musste. „Da war es naheliegend, mit der LG Wassersuppe zusammen zu arbeiten“, sagt Kathy Seidel, Organisatorin der Mannschaft. Eine eingeschweißte Truppe, wie die 32-jährige es nennt: von 17 Jahren bis Mitte 40, auch Mutter und Tochter, finden sich am Netz ein. Seit 2003 trafen sich die Frauen aus der Umgebung zum Training und Spiel, im Winter in Turnhallen in Rathenow oder Rhinow, im Sommer auf dem Sand am Wassersupper Strand. In dem Jahr gesellte sich auch Kathy Seidel dazu. „Ich habe die Frauen Beachvolleyball spielen sehen und einfach gefragt, ob ich mitspielen kann.“ Seit drei Jahren haben sich die Wassersupper Damen in der Landesliga getummelt. Nach einer durchwachsenen Saison hat sich die Mannschaft nun entschlossen, in der kommenden Hallensaison auszusetzen. Krankheitsbedingte Ausfälle und der Wegzug der jungen Frauen wegen einer Ausbildungsstelle ließen den Kader schrumpfen von zunächst zwölf Spielerinnen auf sieben. „Das ist wirklich schade“, sagt Kathy Seidel. „Wir bleiben im Volleyball-Verband und nutzen die Auszeit, nach Nachwuchs zu suchen.“ Jetzt geht es erst einmal wieder in den Sand. Am 20. Mai veranstaltet die LG Wassersuppe den Suppencup, mit Mannschaften, die jeweils aus zwei Frauen und zwei Männern besteht.

Gemischt geht es auch beim Kutterrudern der Abteilung Seesport zu, die es seit 2001 im Verein gibt. „Wir sind wohl der größte Kutterruderverein in Deutschland“, sagt Hartmut Bölke. Bei der LG Wassersuppe sind zwei Teams erfolgreich unterwegs. Beide, die Frauen- sowie die Männerteams sind seit Jahren immer wieder Deutscher Meister geworden. Zuerst nach der Gründung der Abteilung im Jahr 2002. „Die anderen (Mannschaften) finden das nicht witzig, wenn wir kommen“, sagt Heike Wilisch vom Frauenboot. Seit Montag wird wieder auf dem Wasser trainiert, „denn der Erfolg kommt nicht von ungefähr, unser Trainer peitscht uns richtig nach vorn.“ Coach Jens Zuther hängt auch schon einmal den Eimer hinten an, um es noch schwerer zu machen, das 1,4 Tonnen schwere Boot vorwärts zu bewegen. Zweimal in der Woche sind Frauen wie Männer auf der Havel oder auf dem Hohennauener See zu beobachten, wie sie sich durch Wind und Wellen mühen. „Wir kommen viel rum“, sagt Heike Wilisch. Nicht nur national in Bremen, Kiel oder Halle. Auch international. Eine gemischte Mannschaft nahm auch schon mit eigenem Kutter an der „Vogalonga“ teil, einer 30 km langen Fahrt durch die Lagunenstadt Venedig. Das Boot haben die Wassersupper auf eigene Kosten nach Italien geschafft. Auf selbst gebauten Anhänger. Wie eines von drei Booten, das im Winter ebenfalls in vielen Stunden gemeinsamer Arbeit bei den Freunden vom Rathenower Seesportverein neu aufgebaut wurde. Dort liegt das Boot auch im Winter, denn ein eigenes Bootshaus besitzt die LG Wassersuppe nicht. „Wir finanzieren uns selbst“, so Heike Wilisch. Der soziale Gedanke, der in der LG Wassersuppe vorherrscht, findet sich auch in der Seesport-Abteilung wieder. Die Mannschaften unterstützen das Projekt „KK 3000“, eine Aktion der Rathenower Bürgelschule, die Eltern krebskranker Kinder hilft – durch Weitergabe von Siegprämien.

Von Dirk Becker

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