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Mein Verein - MAZ-Serie Stolz wie ein Adler
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14:15 16.07.2015
Bernd Seifert (links) und Aka-Washi-Sportwart Andreas Burmeister beim Training. Quelle: MAZ
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Im Logo steckt Heimatliebe und Kampfgeist. Der Karateverein Aka Washi Rathenow hat sich als Wappen einen Adlerkopf zugelegt. Der Vogel guckt etwas angriffslustiger als der auf dem Rathenower Stadtwappen. Aber das ist durchaus so beabsichtigt. „Ein Adler ist stolz, macht einen kämpferischen Eindruck und er weiß sich zu verteidigen. Das passt gut zur Kampfkunst”, sagt Andreas Burmeister, der Sportwart des Vereins.

Der 44-Jährige war 2011 Gründungsmitglied des kleinen Kampfsportclubs. Die Rathenower wollten den Adler und die Herkunft ihres Sports verbinden. Also nannten sie ihren Verein Aka Washi — roter Adler auf japanisch. Die Gruppe war indes schon viel früher aus dem Ei geschlüpft. Schon Ende der Achtziger Jahre betrieben sie in der Havelstadt Karate. 1990 gründeten sie schon einmal einen Verein, der sich jedoch 2000 wieder auflöste. Die Sportler schlossen sich einem Karateclub in Brandenburg (Havel) an. „2011 haben wir uns dort aus organisatorischen Gründen wieder herausgelöst”, erzählt Burmeister. „Wir sind Rathenower und haben in Rathenow trainiert, also wollten wir auch ein Rathenower Verein sein.”

Zehn Mitglieder zwischen Mitte 20 bis Mitte 50 hat Aka Washi derzeit. Burmeister: „Wir sind alles lang gediente Karateka. Der Verein ist klein und familiär.” Gerne nehmen die roten Adler weitere Mitglieder auf, doch Rathenow bietet diverse Möglichkeiten, Kampfsport zu betreiben. Es gibt allein zwei weitere Karatevereine, einen Judoverein und weitere Kampfsportvereine. Derzeit mangelt es Aka Washi aber auch an einem Trainer, der Nachwuchs-Karateka anleiten könnte.

Steckbrief

  • Gründungsdatum: 22. August 2011
  • Mitglieder: 10
  • Jüngstes Mitglied: 25
  • Ältestes Mitglied: 53
  • Trainingsstätte: Sporthalle der Grundschule Rathenow West
  • Vorsitzender: Jürgen Makus
  • Sportwart: Andreas Burmeister
  • Internetseite: www.aka-washi-rathenow.de

Doch die Ausbildung junger Karateka soll wieder forciert werden. Außerdem überlegen die roten Adler, die in der Halle der Grundschule Rathenow West trainieren, intensiver in den japanischen Schwertkampf einzusteigen. Burmeister: „Wir wollen uns der Kampfkunst allgemein öffnen.”

An Wettkämpfen nimmt die Adler-Truppe derzeit nicht teil. „Wir sind nicht rein wettkampforientiert”, erzählt der Betriebswirt Burmeister. Auch wenn einige Vereinsmitglieder mit Landesmeisterehren dekoriert sind. Allerdings fahren sie öfter zu Trainings-Lehrgängen. Im Frühjahr sind Reisen nach Prenzlau und Hannover geplant. Dort treffen sie sich mit anderen Shotokan-Karateka. Dies sei die weltweit am meisten verbreitete Stil-art.

„Im Shotokan hat man einen sehr kräftigen, tiefen Stand”, erklärt Burmeister. „Die Bewegungen sind sehr geradlinig, im Vergleich zu anderen Stilarten ist Shotokan sehr athletisch.” Kontakt gibt es bei den Stoß- und Tritt-Techniken aber nicht. „Die Technik wird mit maximaler Kraft und Geschwindigkeit ausgeführt, aber vor dem Gegenüber abgestoppt.”

Verletzungen können die Sportler nämlich nicht gebrauchen. Im Gegenteil: Aka Washi ist mit dem Siegel „Sport pro Gesundheit” zertifiziert. Dies ist eine Aktion des Deutschen Olympischen Sport-Bundes. „Unsere Übungsleiter sind in Prävention geschult”, erklärt Burmeister. „Es geht unter anderem um die richtige Körperhaltung im Sport und wie man dieses Wissen im Alltag einsetzt.” Also wie man zum Beispiel einen Kasten Wasser richtig hochhebt. Damit die Wirbelsäule gesund bleibt. Denn wen der Rücken plagt, der kann nicht stolz gucken wie ein Adler.

Von Ronny Müller

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