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TSV Treuenbrietzen ist eine Herzensangelegenheit

MAZ-Serie: Mein Verein TSV Treuenbrietzen ist eine Herzensangelegenheit

In der MAZ-Serie „Mein Verein“ stellen wir diesmal den TSV Treuenbrietzen vor. Hier wird nicht nur Fußball gespielt, sondern auch Tischtennis, Schwimmen und Zumba betrieben. Vor allem ist den Ehrenamtlern der Verein eine Herzensangelegenheit.

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Die Schwimmabteilung des TSV gehört seit der Neugründung 1990 zum TSV Treuenbrietzen.

Quelle: foto: Jörgen Heller

Treuenbrietzen. An einen Vereinswechsel hat Stephan Meinusch nie gedacht, obwohl der Gedanke naheliegend gewesen wäre – näher jedenfalls, als geografisch gesehen inzwischen der TSV Treuenbrietzen. „Das war für mich trotz der Entfernung nie ein Thema, denn der TSV ist für mich wie für viele andere eine Herzensangelegenheit“, sagt Meinusch, der seit langem in Potsdam lebt, aber mehrmals pro Woche nach Treuenbrietzen pendelt. Oft schließt er sich mit ein paar anderen heimatverwurzelten „TSVern“, die eine Art Außenstelle in Potsdam bilden, zu einer Fahrgemeinschaft zusammen.

Bewegte Vereinsgeschichte

Trotz der räumlichen Distanz ist der 29-jährige Bauingenieur für die Pressearbeit und den gelungenen Internetauftritt verantwortlich. So wie Meinusch engagieren sich viele beim Turn-Sport-Verein, haben ihn durch eine ereignisreiche Geschichte geleitet und während aller gesellschaftlichen Umwälzungen vor der Löschung aus dem Vereinsregister bewahrt.

Ein Foto der Gründungsmannschaft vom FC Olympia aus dem Jahr 1914

Ein Foto der Gründungsmannschaft vom FC Olympia aus dem Jahr 1914.

Quelle: Jörgen Heller

Der „Ur-Verein“, der, FC Olympia, wurde 1914 gegründet, eine frühe Keimzelle des Treuenbrietzener Sports war entstanden. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges löste der „Verein für Ballspiele“ den FCO ab. Durch einen erfolgreichen Betrieb, der Arbeiter aus Berlin in die Stadt lockte, wurde auch der Fußball transportiert – der den Sport in der Sabinchenstadt maßgeblich mitprägen sollte. In den zwanziger Jahren wurde Treuenbrietzen mehrfach Kreismeister. Nach den Kriegswirren folgte 1946 die Neugründung der SG – die „Sportgemeinschaft“ feierte bis Mitte der Fünfziger Jahre große Fußball-Erfolge. 1958 kam es zur Neustrukturierung und Umbenennung, der Verein hieß nun BSG Motor Treuenbrietzen, 1990 folgte die bisher letzte Neugründung als TSV.

Zusammenhalt wie in einer Familie

Entstanden war ein lokaler, sportlicher Dachverband, unter dem sich bis heute Breitensportler und Freizeitsportler mit gehobenem Anspruch der 7400-Einwohner-Kommune vereinen. Bei den Schwimmern heißt es

Die Tischtennis-Abteilung des Vereins

Die Tischtennis-Abteilung des Vereins.

Quelle: Verein

beispielsweise: „Wir schwimmen, weil es uns Spaß macht und führen nur interne Wettkämpfe durch.“ Auch die Öffnung für eine neue Trendsporart zahlte sich aus: „Bei der Gründung der Zumba-Abteilung 2012 stieg die Zahl der Mitglieder um 35 Prozent“, sagt Kevin Kracht-Schmollack, 2. Vorsitzender des Vereins und Tischtennisspieler. Auch er engagiert sich seit langem. „Der Zusammenhalt ist sehr groß, der Verein ist wie eine große Familie“, sagt er zu den Gründen, „viele Generationen sind beim TSV und es ist beispielsweise auch interessant zu sehen, wie sich Nachwuchsspieler entwickeln.“

Ausbau des Vereinsheims steht an

Zu den großen Aushängeschildern gehören auch die rund 75 Tischtennisspieler – die derzeit mit ihrer ersten Vertretung in der Landesliga auf Punktejagd gehen und mehrere Nachwuchsmannschaften in den Spielbetrieb entsenden.

In naher Zukunft stehen große Veränderungen an, der TSV wird im Waldstadion mit Hilfe von Fördergeldern einen umfangreichen Ausbau des Vereinsheimes und des Sozialtraktes vornehmen. Die Fertigstellung des 190 000 Euro teuren Projektes ist im Frühjahr 2018 geplant.

„Das ist ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte“, ist sich Kracht-Schmollack sicher. Meinusch ist nicht nur wegen der Ausbaupläne für die Zukunft guter Dinge – denn auch die Nachwuchs-Abteilung wächst, der TSV investiert sozusagen erfolgreich in Steine und Beine. „Wir haben sehr viele Jugendteams, beim Fußball sind von den F-Junioren an aufwärts alle Altersklassen besetzt“, sagt Meinusch, „wir können beim TSV ohne Sorgen nach vorne schauen.“

Kracht-Schmollack wünscht sich für die Zukunft: „Dass die Trainingsbedingungen so bleiben, die Hallennutzungsgebühren nicht steigen und die erste Fußball-Männermannschaft die Klasse hält.“

Von Lars Sittig

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