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Potsdamer Konferenz Die fünf "D“ der "Großen Drei"
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14:35 02.08.2015
Der Konferenzsaal im Schloss Cecilienhof. Quelle: dpa
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Potsdam

Die Potsdamer Konferenz dauerte vom 17. Juli bis zum 2. August 1945. Die Ergebnisse des 17-tägigen Treffens der Staatschefs der drei Siegermächte USA, Großbritannien und Sowjetunion wurden im Potsdamer Abkommen festgehalten.

Die wichtigsten Punkte: Die Siegermächte einigten sich auf politische Grundsätze, die in den sogenannten fünf „D“ festgehalten wurden: Denazifizierung, Demilitarisierung, Demokratisierung, Dezentralisierung und Demontage:

  • Denazifizierung: Alle Einflüsse des Nationalsozialismus sollten aus Gesellschaft, Kultur, Presse, Wirtschaft, Rechtswesen und Politik in Deutschland und Österreich entfernt werden. Belastete Personen sollten einem gerichtlichen Untersuchungsverfahren unterzogen werden.
  • Demilitarisierung: Geplant war der vollständige Abbau der Armee und die Abschaffung der deutschen Rüstungsindustrie. Mit der doppelten Staatsgründung von 1949 entstanden im Westen die Bundeswehr und im Osten die Nationale Volksarmee. In der Bundesrepublik produzierten Unternehmen wieder Rüstungsgüter.
  • Demokratisierung: Vereinbart war die Umgestaltung des politischen Lebens in Deutschland auf demokratischer Grundlage. Demokratische Parteien und Gewerkschaften sollten zugelassen, Presse-, Rede- und Religionsfreiheit gewährleistet werden. Die Auslegung dieser Grundsätze wurde in der sowjetische Besatzungszone deutlich anders gehandhabt als in den westlichen Besatzungszonen.
  • Dezentralisierung: Die politische Entscheidungskompetenz sollte auf mehrere Ebenen (etwa Provinzen oder Distrikte, Städte und Gemeinden) verteilt werden, um diktatorische Bestrebungen zu erschweren.
  • Demontage: Geplant war der Abtransport der Industrieanlagen zur Wiedergutmachung der materiellen Verluste der Kriegsgegner. Die Sowjetunion handhabte dies konsequent, im Westen begann ab 1951 ein gezielter Wiederaufbau der Volkswirtschaft.

Von Mathias Richter

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