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Tag 17: Langsam wird das Ende absehbar

Hinter den Kulissen der Potsdamer Konferenz Tag 17: Langsam wird das Ende absehbar

Im Sommer 1945 ist Potsdam Schauplatz einer historischen Konferenz. Die Siegermächte verhandeln über die Zukunft Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch was geschah abseits der Konferenz? Wir haben hinter die Kulissen geschaut und erstaunliches herausgefunden. Heute: Verlängerung erbeten .

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Potsdam. US-Präsident Harry Truman frühstückt an diesem recht kühlen Dienstagmorgen früh. Schon gegen 9 Uhr empfängt er Berater aus Berlin. Nur eine Stunde später bittet er Leslie Rowan, Privatsekretär des britischen Premiereministers Clement Attlee, zu sich.

Außenminister Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow bekommt etwa zur gleichen Zeit Besuch von seinem amerikanischen Amtskollegen. US-Außenminister James F. Byrnes hakt nochmals wegen der gestern besprochenen Details nach und mahnt zur Eile: der Präsident habe vor, am folgenden Tag abzureisen, sagt er.

Um 15:45 Uhr verlässt Truman seine Villa in der Kaiserstraße und macht sich auf den Weg ins Schloss Cecilienhof. Das elfte Zusammenkommen der „Großen Drei“ steht an. Nach drei Stunden hat man in vielen Dingen eine Übereinkunft gefunden. Der sowjetische Machthaber Josef Stalin kann sogar das Verhandlungsergebnis seines Außenministers etwas verbessern. Zum Schluss bleibt vor allem die Frage nach der deutschen Kriegsmarine offen. Stalin schlägt vor, dass man am Mittwoch nach einer Lösung suchen sollte. Truman, dessen Abreisepläne für den morgigen Tag Gestalt annehmen, stimmt ihm zu: "Geht in Ordnung. Zwar wollte ich morgen abreisen, aber ich kann auch noch dableiben".

Bevor die Drei jedoch für heute auseinandergehen, erinnert der britische Außenminister Ernest Bevin daran, dass man sich langsam Gedanken um das Kommunique machen sollte, das nach Abschluss der Tagung veröffentlicht werden soll.

US-Präsident Harry Truman verweist auf einen extra dafür eingerichteten Ausschuss. Mit dessen Ergebnis wolle man sich am Mittwoch um 16 Uhr befassen. Stalin ist alles recht. Welchen Termin Truman auch immer vorschlägt, er wäre bereit.

Nach einigem Hin und Her einigt man sich nach Sichtung aller anberaumten Tagungstermine auf ein erstes Treffen der "Großen Drei" um 15 Uhr.

Truman verlässt den Konferenzort umgehend nach der Beendigung des Treffens. In seinem Domizil unterzeichnet er flugs Dutzende Gesetze und legt drei Vetos gegen Gesetzesvorschläge ein.

Den Abend verbringt er zusammen mit dem Neffen eines Bekannten.

Von MAZonline

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Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam