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Stadt für eine Nacht Wunsch nach Strahlkraft
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12:10 11.07.2011
Kulturbeflissene mischten sich mit dem Partyvolk, dazwischen Stände für Leib und Seele. Quelle: MAZ-Archiv
Potsdam

Junge Designer sollen in Zukunft am Kulturstandort Schiffbauergasse ständig ihre Produkte in Containern präsentieren und anbieten dürfen. Das sagte Kulturfachbereichsleiterin Birgit-Katharine Seemann am Sonnabend bei der Eröffnung des 24-Stunden-Programms „Stadt für eine Nacht“ der MAZ. In diesem Jahr sei nicht mehr mit flotter Designerware an der Schiffbauergasse zu rechnen. „Das ist eine Geldfrage, die Container sind teuer“, so Birgit-Katharine Seemann, sollen aber künftig für eine „gewisse Verdichtung“ auf dem häufig leer wirkenden Areal sorgen.

Die Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger beurteilt die Entwicklung der Schiffbauergasse insgesamt positiv. Damit der Standort zum von ihr erträumten Touristenmagneten à la „Hackesche Höfe“ in Berlin wird, in denen sich seit Jahren Kunst und Kommerz erfolgreich verschränken, dauert es aber noch. Ein Meilenstein auf dem Weg dorthin war – wie beim erfolgreichen Auftakt 2010 – die „Stadt für eine Nacht“. Die Mammutveranstaltung soll die ersehnte Strahlkraft über Potsdam hinaus entfalten, die dem für 100 Millionen Euro Förderung sanierten Viertel noch immer fehlt. Wie im vergangenen Jahr war das Gedränge groß. Mehrere Tausend Gäste nutzten die Gelegenheit, rund 80 Gratis-Kultur-Angebote zu nutzen. Wie viele Menschen genau aufs Areal strömten, war nicht zu erfahren.

Um Marketing, Management und Gebäudebewirtschaftung an der Schiffbauergasse soll sich ab 1. Januar 2012 ein Vertragspartner kümmern, den die Stadt derzeit per Ausschreibung sucht. Wie viele Interessenten sich bislang gemeldet haben, wollte die Kulturfachbereichsleiterin nicht sagen. 2012 sollen dem Betreiber 340 000 Euro für die Gebäudebewirtschaftung, 250 000 Euro für Vermarktung und Koordination des Veranstaltungsbetriebes zur Verfügung stehen.

Von Ricarda Nowak