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Trauer & Gedenken Gedenken und Spurensuche im Totengarten
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18:40 18.02.2016
Schauspieler Max Schreck starb 1936 in München und ist in Güterfelde beerdigt. Quelle: Privat
Stahnsdorf

Der Wilmersdorfer Waldfriedhof Güterfelde ist weniger bekannt als sein Nachbar, der Stahnsdorfer Südwestkirchhof, aber nicht minder attraktiv und interessant. Am Sonnabend ist für Interessenten Gelegenheit, das Kleinod gleich hinter dem Potsdam-Babelsberger Kreisverkehr (einst Güterfelder Eck) kennenzulernen.

1914 war der 12,5 Hektar große Totengarten einst als Waldfriedhof Friedenau eröffnet worden. Gestaltet von dem Friedenauer Gemeindebaurat Hans Altmann, dessen prachtvolle Klinkerbauten an der Toreinfahrt am Potsdamer Damm 11 A-C beeindrucken. Seine letzte Ruhe hat auch der deutsche Schauspieler Max Schreck dort gefunden. Er wurde weltberühmt durch seine Rolle als Nosferatu in dem gleichnamigen Stummfilm.

Der „Förderverein Hans-Altmann-Park in Stahnsdorf“ nimmt den 80. Todestag von Schreck, der am 19. Februar 1936 in München verstorben ist, zum Anlass für eine Gedenkstunde am 20. Februar ab 14.30 Uhr auf dem Waldfriedhof in Güterfelde.

Im Anschluss daran gibt es eine Führung über den einstigen Friedenauer Friedhof und die seltene Gelegenheit zur Besichtigung der Kapelle. Diese besticht nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch reichlich erhalten gebliebenen Bauschmuck – Originalteile aus Altmanns Schaffenszeit. Im Kirchensaal gibt es noch immer den steinernen Altar, Bleigasfenster und opulente Standleuchter.

In dem Buch „Friedenau – Geschichte und Geschichten“ haben Peter Hahn und Jürgen Stich dem Friedhof ein Kapitel gewidmet. Jüngst fertiggestellt wurde auch ein halbstündiger Film von Eberhard Derlig und Hahn, der eine höchst informative Spurensuche zu „Parklandschaft und Totengarten“ in Güterfelde unternimmt. Der Förderverein bietet neben Kaffee und Kuchen auch die DVD’s am Sonnabend an.

Von Claudia Krause

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