Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Trauer & Gedenken Grabschändung
Thema Specials T Trauer & Gedenken Grabschändung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:53 16.07.2015
Grabstelle des berühmten Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau. Quelle: Ulrich Joho
Anzeige
Stahnsdorf

Unbekannte haben die Grabkammer von Murnaus Familiengruft geöffnet und daraus den Schädel gestohlen. Olaf Ihlefeldt, Friedhofsleiter seit 26 Jahren, hat den Diebstahl am Montagmorgen bemerkt und sofort Anzeige erstattet. „Ich bin einfach nur frustriert“, sagt Ihlefeldt. Der Friedhof habe immer wieder mit Vandalismus und Diebstählen zu kämpfen. Die Familiengruft der Murnaus ist eine seiner Lieblingsgrabstätten auf dem Friedhof. Sie ist auch bei Besuchern besonders beliebt.

Wegen Murnaus filmischen Schaffens zieht sie auch viele Vampiranhänger an. „Ich mache immer einen langen Hals, wenn ich daran vorbei laufe.“ Am Montag habe er den Diebstahl entdeckt. Die Tür zur Gruft stand offen. Die Diebe haben den einbalsamierten Kopf des Regisseurs gestohlen. „Mir fehlt dafür jedes Verständnis“, sagt Ihlefeldt.Es sei absolut pietätlos, wenn man sich an Überresten Verstorbener vergreife.

Regisseur Murnau ist 1933 bei einem Autounfall in Kalifornien gestorben. Weil lange nicht klar war, ob und wann sein Leichnam nach Stahnsdorf überführt werden kann, wurde die Leiche einbalsamiert. „Sie war noch sehr gut erhalten“, sagt Ihlefeldt. Er hoffe, dass der Schädel des berühmtes Regisseurs wieder auftauche.

Christian Meyer

Trauer & Gedenken Südwestkirchhof Stahnsdorf braucht Paten - Einzigartige Gräber warten auf Rettung

Alte Gräber erfordern viel Pflege – und viel Geld. Das spendieren Paten, die die historischen Anlagen retten und im Gegenzug dort bestattet werden können. Doch ausgerechnet einem der berühmtesten Friedhöfe Brandenburgs, dem Südwestkirchhof Stahnsdorf, fehlen die Paten. Einzigartige Gräber und Mausoleen sind dem Verfall preisgegeben.

02.07.2015
Potsdam Grabpflege in Potsdam - Paten für die Toten

Alte Gräber erfordern viel Pflege, doch den Friedhofsverwaltungen fehlt das Geld dafür. Patenschaften retten die historischen Anlagen und räumen den Paten das Recht ein, sich selbst, Angehörige oder Freunde dort bestatten zu lassen.

02.07.2015
Trauer & Gedenken „Manchmal muss ich das Gespräch abbrechen“ - Uwe Langwisch ist seit vielen Jahren Bestatter

Auch der Beruf des Bestatters ist ein Handwerksberuf. Eine anerkannte Berufsausbildung gibt es aber erst seit gut fünf Jahren. Der Groß Pankower Bestatter Uwe Langwisch, der außerdem Tischlermeister ist, erzählt, was er an seinem Beruf liebt.

02.07.2015
Anzeige