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Trauer & Gedenken Viele Dinge zu regeln
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05:49 27.02.2016
Der Tod eines Nahestehenden verlangt Angehörigen und Freunden vieles ab. Quelle: dpa
Potsdam

Im Todesfall eines Verwandten müssen Angehörige nicht nur mit der seelischen Belastung fertig werden, es gilt neben aller Trauer viele Dinge zu regeln. Nicht nur die Bestattung selbst, auch die Trauerfeier will organisiert sein. Freunde und Bekannte müssen benachrichtigt und juristische Formalitäten erledigt werden. Viele wissen indes gar nicht, welche Aufgaben im Trauerfall auf sie zukommen.

Mehr als vier Fünftel aller Menschen sterben heute im Krankenhaus oder im Altenheim. In diesen Fällen hilft das Personal im besten Fall, die richtigen Schritte einzuleiten. Tritt der Tod zu Hause ein, muss zunächst einmal ein Arzt benachrichtigt werden, der den Totenschein ausstellt. Innerhalb von 24 Stunden nach Eintritt des Todes muss dann der Verstorbene in eine Leichenhalle überführt werden.

Für die Beantragung der Sterbeurkunde beim Standesamt müssen neben dem Totenschein die Geburtsurkunde, der Personalausweis und je nach Familienstand weitere Papiere des Toten vorgelegt werden. Die Sterbeurkunde wird für die Rentenabmeldung, Kontoauflösungen oder Kündigungen von Versicherungen benötigt. Es empfehlen sich mehrfache Ausführungen. Versicherungen sollten rasch gekündigt werden, empfiehlt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Beiträge werden vom Zeitpunkt der Information des Versicherers über den Todesfall erstattet.

Zu Gesprächen mit dem Bestattungshaus über die Beerdigung kann es sinnvoll sein, einen von der Trauer weniger stark betroffenen Freund oder Verwandten mitzubringen. In der Regel geht es hier auch um viel Geld. Bei vielen Formalitäten steht der Bestatter zur Seite. Dazu zählt der Transport aus der Klinik oder von zu Hause in die Leichenhalle.

Neben der Festlegung eines Bestattungstermins stehen Gespräche mit dem Pfarrer oder Trauerredner auf dem Programm. Trauerkarten müssen verschickt werden. Soll es eine Kaffeetafel nach der Beerdigung geben, müssen eventuell Plätze in einer Gaststätte reserviert werden.

Von Gerald Dietz

Wer nicht will, dass im Falle seines Todes die gesetzliche Erbfolge die Verteilung des Nachlass bestimmt, kann dies per Testament regeln. Es kann privatschriftlich oder mit Hilfe eines Anwalts verfasst werden.

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