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Tourismus & Reisen Die Wurzeln der Mark
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10:00 25.09.2015
Der Dom in Brandenburg an der Havel Quelle: TMB

Auch wenn die Geschichte Brandenburgs gerne als die Familiengeschichte Friedrichs II. und seiner Vorfahren erzählt wird, so ist sie doch um einiges älter. Denn die Hohenzollern kamen erst vor 600 Jahren in das Land zwischen Havel und Spree – wie derzeit die Ausstellung „Frauensache“ im Berliner Schloss Charlottenburg erzählt.

Das Gesicht des Landes wurde in nicht geringem Maße von den Zisterziensern geprägt, die sich ab 1098 im Märkischen ansiedelten. Ihre älteste Gründung ist das Kloster Lehnin. Aber auch die Orte
Chorin, Zinna, Jüterbog, Neuzelle, Heiligengrabe, Lindow, Doberlug, Ziesar und Mühlberg gehen auf jene Mönche zurück, die aus dem französischen Citeaux kamen. Unter ihnen viele Künstler, Handwerker und glänzende Organisatoren, die maßgeblich die wirtschaftliche, kulturelle und geistige Entwicklung beförderten.

Insgesamt 17 Zisterzienserklöster beziehungsweise ihre Überreste gibt es noch in Brandenburg. Dabei beeindrucken sie heute nicht nur als efeuumrankte, wildromantisch-verwunschene Bauwerke. Sie sind auch Stätten kulturellen Lebens. Das Kloster Chorin ist eine feste Adresse für Kulturinteressierte, die es seit 52 Jahren zum Musiksommer in die historischen Anlagen zieht. Auch in der Klosterkirche Lehnin finden in den Sommermonaten Konzerte statt, vor allem aber hat in den großzügigen Anlagen der Luise-Henrietten- Stift mit modernen medizinischen Einrichtungen seinen Sitz.

Um Historisches, das in die Zukunft weist, geht es am Standort in Mühlberg an der Elbe. Hier befindet sich in der frisch sanierten Klosterpropstei das neue reformationsgeschichtliche Museum, das derzeit seinem großen Auftritt im Jahre 2017 entgegenfiebert. Da wird die Stadt Mühlberg neben Wittenberg und Torgau eine der großen Ausstellungen zur 500. Wiederkehr jenes denkwürdigen Tages präsentieren, als Luther seinen 95 Thesen „Wider den Ablass“ an die Schlosskirche zu Wittenberg nagelte und damit eine innerkirchliche Erneuerung einleitete.

Wenn man allerdings nach der Wiege der Mark Brandenburg und ihrer Mutterkirche sucht, da hat ein ganz anderer Ort die Nase vorn. Der Dom St. Peter und Paul in Brandenburg an der Havel wird in diesem Jahr 850 Jahre alt. Er steht auf jenen Urgründungen, aus denen nicht nur das Gotteshaus, sondern letztlich auch die Markgrafschaft Brandenburg hervorgingen. Von den immer neuen Anfängen, Umbrüchen und dem Verankertsein auf der Dominsel erzählt die Ausstellung „Beständig Neu“, die noch bis zum 31. Oktober im Dommuseum zu sehen ist, flankiert von Sonderführungen, Konzerten,
Lesungen und Vorträgen.

Schon die Architektur des trutzigen Gebäudekomplexes zeigt die Zeitläufte. Slawische Wurzeln, romanische Bauten, gotische Stilelemente, barocke Spuren und die Einflüsse von Baumeistern wie Karl-Friedrich Schinkel sind sichtbar. Die jüngsten Arbeiten wurden gerade beendet: In den vergangenen 25 Jahren wurden 50 Millionen Euro in dem Gotteshaus verbaut, damit es sich heute wieder von seiner prächtigsten Seite zeigen kann.

Die Jubiläumsausstellung präsentiert wertvolle Bücher und Dokumente aus seinen Beständen, wie jenes Pergament mit sieben Siegeln, das als erste urkundliche Erwähnung von Berlin gilt. Und natürlich zeigt die Schau auch einiges von den textilen Schätzen, Paramenten und kirchlichen Gewändern, aus dem reichen Bestand des Brandenburger Dommuseums.

Dass das Dom-Areal nicht nur ein historischer, sondern ein sehr gegenwärtig-lebendiger Ort ist, bezeugen tagtäglich die Schülerinnen und Schüler der evangelischen Grundschule, die hier zu Hause ist. Und zum Jubiläum, das mit den Brandenburger Buga-Wochen zusammenfällt, eröffnete im idyllischen Friedgarten und im Kreuzgang ein Café-Restaurant, das regen Zuspruch findet.

Von Frank Starke

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