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Wendezeit Zwischen Politik und Medizin
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07:42 27.01.2015
Neuruppin

Einer der engagiertesten Ärztevertreter aus Neuruppin ist tot. Manfred Kalz starb vor wenigen Tagen im Alter von 77 Jahren. Vielen Neuruppinern ist er als Mediziner bekannt. 14 Jahre lang leitete Manfred Kalz die Kinderklinik des Bezirkskrankenhauses Neuruppin, später der Ruppiner Kliniken. Von 1987 bis 2001 war er dort Chefarzt.

Was vielen inzwischen vielleicht nicht mehr präsent ist: Gerade in der Wendezeit und in den Jahren nach der Wiedervereinigung war Manfred Kalz auch politisch sehr engagiert. Bei der ersten freien Wahl zur Volkskammer der DDR am 18. März 1990 wurde er als einer von zehn Kandidaten der SPD aus dem damaligen Bezirk Potsdam in das letzte Parlament der DDR gewählt. Als sich wenige Monate später die DDR und die Bundesrepublik zusammenschlossen, wechselte Manfred Kalz für kurze Zeit in den Bundestag. Der Neuruppiner Chefarzt gehörte zu jenen 144 Abgeordneten der DDR, die von der Volkskammer im September 1990 als offizielle Vertreter der neuen Bundesländer in das gesamtdeutsche Parlament entsandt wurden. Bei der Wahl zum ersten gemeinsamen Bundestag am 2. Dezember 1990 kandidierte Manfred Kalz nicht erneut.

Kalz gehört zu den ersten Mitgliedern der Sozialdemokratischen Partei der DDR nach ihrer Gründung 1989. Bis 1991 war er stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins, saß im Bezirksvorstand der Partei. Sieben Jahre später trat er aus der SPD jedoch aus und engagierte sich für die Wählergemeinschaft Pro Ruppin.

Neben all dem setzte sich der Kinderarzt auch immer für seine Medizinerkollegen und das Gesundheitswesen in Brandenburg ein. Unter anderem war er Vorsitzender der Akademie für ärztliche Fortbildung der Landesärztekammer und stellvertretender Präsident des Marburger Bundes.

Er starb vor einer Woche. gru

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