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Lehrstellen neu besetzt

Ausbildung mit Verspätung Lehrstellen neu besetzt

Für viele Jugendliche wird ihre Berufsausbildung erst in nächster Zeit beginnen. Ein großer Teil der Lehrstellen in Brandenburg wird in diesen Tagen neu besetzt. Die Plätze werden frei, weil die zunächst zum Zuge Gekommenen sich neu orientieren. Für andere entwickeln sich so neue Chancen.

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Viele angehende Köche gehen von falschen Erwartungen uas.

Quelle: dpa

Potsdam. Mehrere hundert Lehrstellen sind in Brandenburg noch nicht besetzt. Nicht nur das: Ständig kommen seit einigen Tagen weitere hinzu. Nachdem die meisten neuen Auszubildenden ihre Lehre Anfang September begonnen haben, merken nun nicht wenige, dass der gewählte Beruf vielleicht doch nicht der richtige für sie ist. Viele, die eigentlich eher studieren wollten, haben zudem noch nachträglich einen Hochschulplatz bekommen und schmeißen die Ausbildung wieder.

Rund ein Viertel der gestarteten Berufsanfänger nutze die Probezeit von vier Monaten, kündige den Lehrvertrag und orientiere sich neu, sagt Wolfgang Spieß, Bildungsleiter der Industrie- und Handelskammer Potsdam (IHK). Die Handwerkskammer spricht für die ihr angeschlossenen Unternehmen von mehr als 15 Prozent Abbrechern im vergangenen Jahr bezogen auf alle Lehrverträge – absolut mehr als 450. Etwa die Hälfte derjenigen, die ihren begonnenen Lehrvertrag aufgelöst haben, falle letztlich gänzlich für die Berufsausbildung aus und trete ein Studium an, so Spieß. Die andere Hälfte begebe sich erneut auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz in einer anderen Sparte als der bisherigen.

Derzeit warten auf sie und Interessenten, die in der ersten Runde noch leer ausgegangen sind, im Bezirk der IHK Potsdam noch rund 180 freie Ausbildungsplätze. Im Handwerk sind es weit mehr als 400. Die Zahlen verändern sich ständig, weil freie Plätze durch aufgelöste Verträge hinzukommen.

Von den derzeit noch freien Ausbildungsplätzen in den IHK-Sparten entfällt weit mehr als die Hälfte auf die Köche und gastronomischen Berufe. Hier werden umgekehrt auch die meisten eingegangenen Ausbildungsverträge wieder aufgelöst. „Da fällt dann vielen auf, dass sie doch häufig am Wochenende und in den Abendstunden arbeiten müssen“, sagt Spieß. Allerdings gebe es auch im kaufmännischen Bereich sowohl im Büro-Management als auch im Handel einige Abbrecher und zugleich freie Ausbildungsplätze. Bei den Handwerksunternehmen waren es 2014 vor allem Anlagenmechaniker der Sanitär- und Heizungssparte sowie Friseure und Elektroniker, die ihre Ausbildung vorzeitig abgebrochen haben.

Die hohe Abbrecherquote wirft erneut ein Schlaglicht auf die insgesamt noch lückenhafte Vorbereitung der Schüler auf die spätere berufliche Ausbildung. „Da gibt es noch viele falschen Erwartungen und unrealistische Vorstellungen“, so Spieß, der gleichzeitig dem Netzwerk Zukunft in Brandenburg vorsteht, das sich speziell mit einem reibungsloseren Übergang von der Schule in die Ausbildung befasst. Eigentlich vorgesehene Praktika in Unternehmen schon während der Schulzeit kommen zum Teil nicht zustande. Eine neue Berufsordnung in der Mark, die im kommenden Jahr in Kraft tritt, soll die Verbindlichkeit der Praktika stärken. Zugleich sollen Berufswahlpässe mehr in den Fokus gerückt werden, an denen Unternehmen ersehen können, welche beruflichen Erfahrungen abgehende Schüler bereits gesammelt haben. „Das sind Schritte in die richtige Richtung“, sagt auch Eva Gatzky, Leiterin der Berufsbildung der Handwerkskammer.

Von Gerald Dietz

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