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Ausbildungsstau in Landesfeuerwehrschule

Zu wenige Lehrgänge für Ostprignitz-Ruppin Ausbildungsstau in Landesfeuerwehrschule

Seit Jahren schon gibt es immer wieder zu wenige Ausbildungsplätze an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt, kritisiert der Kreisbrandmeister von Ostprignitz-Ruppin. Besonders bitter aus Sicht der Fehrbelliner Bürgermeisterin: Gerade für Lehrgänge in der Führungsetage ist das Angebot mau.

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Brandgefährlich: Seit Jahren werden zu wenige Ausbildungsplätze bei der Feuerwehr angeboten, kritisiert der Kreisbrandmeister.

Quelle: Peter Geisler

Fehrbellin. Da hat man schon einmal einige Leute, die gern in die Führungsetage der Feuerwehr aufsteigen würden und sich auch dafür eignen – und dann kriegt man keinen Platz für den notwendigen Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt. Das findet Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke besonders bitter. Die Kommune bekommt seit Jahren im Vergleich zu der Bewerberzahl zu wenige Plätze bei Lehrgängen für Gruppen- und Zugführer angeboten. Angesichts des allgemeinen Personalmangels bei den Brandschützern und des Fehlens geeigneter Führungspersönlichkeiten in benötigter Anzahl sei das „richtig frustrierend“, so Ute Behnicke.

Der Bedarf in Fehrbellin ist hoch

„Der bei uns auftretende Bedarf kann nicht gedeckt werden“, bestätigt auch der Fehrbelliner Gemeindewehrführer Bernd Gericke. Auf Dauer sei dieser Umstand problematisch. So gibt es derzeit nur etwa zehn Zugführer in der Gemeinde – viel zu wenige, um die große Fläche der Kommune abzudecken. „Haben wir dann wieder neue Kandidaten, dann scheitert es oft daran, dass wir keinen Ausbildungsplatz kriegen – oder zu unmöglichen Zeiten.“ Für den Lehrgang müssen die Bewerber nämlich 14 Tage lang vom Arbeitgeber befreit werden. „Wenn die in der Landwirtschaft arbeiten, dann geht das aber im Frühjahr oder zur Erntezeit nicht.“ Doch ausgerechnet dann werden viele Lehrgänge angeboten. Manchmal klappt es, dass die Kommunen ihre Plätze untereinander tauschen. Gut findet Gericke dieses Geschacher um die Plätze aber nicht.

Um für alle Fälle gerüstet zu sein, ist Weiterbildung unerlässlich

Um für alle Fälle gerüstet zu sein, ist Weiterbildung unerlässlich.

Quelle: dpa

Auch der Kreisfeuerwehrverband kennt das Problem. Der Vorsitzende Wolfgang Hohenwald findet den Zustand alarmierend – zumal es im kommenden Jahr noch weniger Plätze in Eisenhüttenstadt geben soll als sonst. 24 Lehrgänge für Gruppenführer mit jeweils 24 Anwärtern, die besonders begehrt sind, gab es in den vergangenen Jahren meistens. Rein rechnerisch konnte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin so 1,25 Personen pro Lehrgang ausbilden lassen. Schon das war deutlich zu wenig. 2016 sollen aber nach Informationen des Kreisbrandmeisters Hohenwald nur noch zwölf Durchgänge angeboten werden. Zudem seien in den vergangenen Wochen viele Lehrgänge ausgefallen. Die Bewerber reihen sich nun also wieder in die Liste der anderen Wartenden ein. Grund für die Ausfälle und das reduzierte Angebot ist laut Hohenwald der enorme Personalmangel an der Feuerwehrschule. „Die Besetzung ist am untersten Limit. Das Innenministerium muss dem entgegenwirken.“ Sonst werden die Anwärter für wichtige Posten bei der Feuerwehr verprellt.

Schulleiter bestreitet dramatische Lage

So dramatisch sei die Lage mitnichten, sagt indes der Leiter der Landesfeuerwehrschule, Heinz Rudolph. Zwar gebe es tatsächlich geringfügige Probleme mit der Anzahl des Lehrpersonals. „So einen Feuerwehrausbilder kann man schließlich nicht einfach von der Straße holen“, sagt der Landesbranddirektor. Es dauere Jahre, bis man gute Leute heranzieht. Bei bestimmten Lehrgängen könne es auch zu Engpässen kommen. „Wir haben aber keine gravierende Unterdeckung.“ Von einem Ausbildungsstau will Heinz Rudolph aber nicht sprechen. „Die Frage ist nicht, ob man einen Platz bekommt, sondern wann.“

Heinz Rudolph geht davon aus, dass es bei der Ausbildung der Feuerwehrleute demnächst kaum Abstriche geben wird – auch wenn die Schule seit September als Großunterkunft für Flüchtlinge genutzt wird. Der Unterricht, der normalerweise in den nun als Quartiere genutzten Hallen stattfindet, werde einfach verlegt.

Von Celina Aniol

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