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Azubis lernen in der Maisernte

Alle lernen von Kranepuhl Azubis lernen in der Maisernte

Der Mais ist reif. Die letzte große Erntekampagne des Jahres zwischen Havelland und Fläming ist Thema bei den Auszubildenden in der Landwirtschaft. Entweder dürfen sie selbst einen Häcksler steuern, auf dem Traktor die Abfuhr übernehmen oder sie beschäftigen sich zu Beginn der Ausbildung erstmals mit dem aus Mexiko stammenden Süßgras.

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Kranepuhls Feldbauchef Hartmut Schulze erläutert den Auszubildenden die Maislegemaschine.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Mittelmark. Der Mais ist reif. Die letzte große Erntekampagne des Jahres zwischen Havelland und Fläming ist auch Thema bei den Auszubildenden in der Landwirtschaft. Entweder dürfen sie schon selbst einen Häcksler steuern, auf dem Traktor die Abfuhr übernehmen oder sie beschäftigen sich zu Beginn der Berufsausbildung erstmals mit dem ursprünglich aus Mexiko stammenden Süßgras.

Mais wird vor allem als Futterpflanze genutzt. Das wurde am Mittwoch bei einer überbetrieblichen Lehrunterweisung von Azubis aus ganz Potsdam-Mittelmark in der Produktivgenossenschaft „Flämingrind“ in Kranepuhl bei Bad Belzig deutlich. Die Bullenmast ist ein wichtiges Standbein der dortigen Bauern. „Als Futter brauchen wir jährlich 8500 Tonnen Maissilage“, erklärt Feldbauchef Hartmut Schulze den angehenden Landwirten, Tierwirten und Landwirtschaftshelfern. Ihre Lehrunterweisung wurde im Rahmen des Ausbildungsnetzwerkes Mittelmark-Fläming organisiert, dem sich 26 Agrarbetriebe in Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming angeschlossen haben.

Noch Lehrstellen frei

Das Ausbildungsnetzwerk Mittelmark-Fläming ist ein vom Land Brandenburg und der Europäischen Union gefördertes Projekt, dem sich bislang 26 Agrarbetriebe mit über 50 Auszubildenden angeschlossen haben. Die Unternehmen beteiligen sich mit 30 Prozent der Aufwendungen am Netzwerk.

Koordinatorin des Ausbildungsnetzwerkes ist Cornelia Schwarzrock. In Potsdam-Mittelmark haben jetzt 14 neue Auszubildende mit dem 1. Lehrjahr begonnen. Noch haben nicht alle Ausbildungsbetriebe den geeigneten Nachwuchs gefunden. So blieben die neuen Lehrstellen unter anderem in der Agrargenossenschaft Wusterwitz und in der Fiener Agargenossenschaft Ziesar bislang unbesetzt.

Neben der Bullenmast gehören der Anbau von Marktfrüchten und die Unterhaltung einer güllebetriebenen Biogasanlage zu den Standbeinen der „Flämingrind“ eG Kranepuhl. Die Gärreste werden dem Boden als organischer Dünger zugeführt..

Bevor der Mais in die Tiermägen gelangt, gibt es für die Feldbauern allerhand zu tun. Ob sie davon eine Ahnung hätten, wollte „Flämingrind“-Vorstand Ulrich Benedix von den Lehrlingen wissen. So spannte sich der Bogen der Fachsimpelei von der Bodenbearbeitung über die Aussaat bis zum Pflanzenschutz, von der Ernte bis zur Silierung. So wusste Magdalena Buhl aus Reppinichen, dass man auch beim Humuszehrer Mais die Fruchtfolge einhalten muss, sollen nicht Schädlinge, wie der Maiszündler, die Oberhand gewinnen. Ihr Ausbildungsbetrieb ist die Fiener Agrargenossenschaft Ziesar, wo sie derzeit ihre zweite Maiskampagne erlebt.

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Einblick in andere Betriebe

Ebenfalls im dritten Lehrjahr ist die Trechwitzerin Antonia Mielke. Sie ist während ihrer Ausbildung im Agrarbetrieb Wessels hauptsächlich im Stall bei den Milchkühen beschäftigt. Doch wenn der Mais vom Acker kommt, muss auch sie bei der Siloabdeckung helfen. Beide sind sich einig, dass die regelmäßigen Lehrunterweisungen nützlich sind: „Wir lernen andere Betriebe und deren Produktionsmethoden kennen."

Die Kranepuhler haben ihren Mais von 300 Hektar Anbaufläche bereits komplett eingefahren. Eigens für den Berufsnachwuchs ließ Vorstand Benedix die mobile Technik noch einmal aufmarschieren. So erklärte Techniker Markus Thiele die Funktion des 300 PS starken Claas-Häckslers, der sechs Pflanzenreihen gleichzeitig in sich hineinfrisst, zerkleinert und über den Turm auswirft.

Trockenes Jahr

Weil die Pflanzen natürlich in Reih und Glied wachsen sollen, verwenden die Bauern bei der Aussaat eine Maislegemaschine. Die sorgt dafür, dass alle 16 Zentimeter ein Korn in die Erde kommt. Und zwar in genau vier Zentimetern Tiefe. Zwischen den Reihen bleiben 75 Zentimeter Platz. Macht 80 000 Maiskörner auf den Hektar. Was aus der Saat in diesem trockenen Jahr geworden ist, beschreibt Vorstand Benedix so: „Beim Getreide aber auch beim Mais schwitzten wir Blut und Wasser. Wir haben etwa ein Drittel weniger geerntet. Am Ende sind wir mit durchschnittlich eineinhalb Kolben an jeder Pflanze noch gut bedient gewesen.“

Von Frank Bürstenbinder

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