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Bahn-Chef: Aus für Werk Eberswalde

360 Jobs in Gefahr Bahn-Chef: Aus für Werk Eberswalde

Das traditionsreiche Bahnwerk in Eberswalde (Barnim) steht nun offenbar endgültig vor dem Aus. Es sei kein Investor gefunden worden, der ein tragfähiges Konzept vorlegen konnte, so Bahn-Chef Rüdiger Grube. Damit sind 360 Arbeitsplätze in Gefahr.

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Mahnwache am Bahnwerk Eberswalde am 2. Dezember.

Quelle: dpa

Berlin. Nun also doch: Einem Zeitungsbericht zufolge soll das Bahnwerk Eberswalde wie geplant geschlossen werden. Bahn-Chef Rüdiger Grube habe bestätigt, dass das Instandhaltungswerk nicht verkauft werden könne, schreiben die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“. „Alle Konzepte, die bisher auf dem Tisch liegen von den Investoren sind weder konzeptionell noch wirtschaftlich tragfähig. Mehr kann ich dazu nicht sagen“, zitiert das Blatt Grube.

Am 11. Dezember werde er sich mit den Betriebsräten treffen. „Dann werden wir auch die Angebote einmal durchgehen, damit sie das auch nachvollziehen können.“ Ein Bahnsprecher wollte den Bericht gegenüber der dpa am Donnerstagabend nicht kommentieren. Zuletzt hieß es, die Entscheidung sei noch offen.

Bahnmitarbeiter waren erst am Mittwoch aus Ärger über die unklare Lage nach Betriebsratsangaben vor das Werkstor gezogen. Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) demonstrierte mit und sicherte die Unterstützung des Landes zu. „Der Industriestandort Eberswalde muss erhalten bleiben“, hatte er betont.

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Vor mehr als einem Jahr hatte der Bahnkonzern die Schließungspläne bekanntgemacht. Demnach sollten bis Ende 2016 die Lichter an dem traditionsreichen Standort ausgehen. Rund 360 Menschen arbeiten dort. Als Grund für die Schließungspläne wurde ein Rückgang der Instandhaltungsleistungen an Güterwaggons genannt. Später gab es dann Investorengespräche. Eigentlich sollte bereits Ende Oktober feststehen, wie es weitergeht.

Der traditionsreiche Standort für Metallindustrie nordöstlich von Berlin ist in der Vergangenheit wirtschaftlich stark zur Ader gelassen worden: Tausende Arbeitsplätze brachen nach der Wende in den großen Betrieben weg. Statt großer Unternehmen wie Kranbau und Rohrleitungsbau - alle führten den Namen der Stadt in der Firmenbezeichnung - siedelten sich kleine Firmen an. Darunter sind Autozulieferer oder Kunststoffverarbeiter. Seit der Wende schrumpfte die Zahl der Einwohner von 52 000 auf etwa 40 000.

Von dpa

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