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Besucherrekord bei Ausbildungsmesse

„Expedition Zukunft“ in Teltow erfolgreich Besucherrekord bei Ausbildungsmesse

Zur neunten Ausbildungsmesse „Expedition Zukunft“ im Oberstufenzentrum in Teltow kamen am vergangenen Samstag 5000 Schüler und Eltern, um sich über die breitgefächerte Berufswelt einen Überblick zu verschaffen. Mit von der Partie war auch Schauspieler Michael Kessler.

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Liane Pohle-Lehmann (r.) von der„Zahnarztpraxis“ Berlin informiert Emmelie Wittnin über die zahnmedizinische Ausbildung.

Quelle: Christel Köster

Teltow. Das Oberstufenzentrum (OSZ) in Teltow ist gut gefüllt. Überall sind Stände aufgebaut, Menschen gehen umher, unterhalten sich, bleiben mal hier und mal da stehen und informieren sich über die Dinge, die an den Ständen ausliegen. Die Ausbildungsmesse 2016 ist eröffnet – die größte regionale Messe ihrer Art in Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming.

Großer Andrang – Parkplätze für Besucher werden knapp

Auf zwei Flächen stellten sich am Samstag, den 23. Januar, 112 Aussteller, darunter Groß- und Mittelbetriebe, Institute, die Landkreisverwaltung Bad Belzig, Gemeindeverwaltungen, Pflegedienste und Vereinigungen, mit ihren Lehrstellen und Weiterbildungsmöglichkeiten vor. Fünf mehr als ursprünglich angekündigt. Schon die Parkplatzsuche am Vormittag stellte sich als Herausforderung dar, es gab kaum noch freie Plätze. Das gleiche Bild spiegelte das OSZ wider. Junge Leute gingen in Gruppen oder mit ihren Eltern durch die Gänge, es herrschte reges Gemurmel und an einigen Ständen war es ziemlich eng. Wie am Stand der Bundeswehr im ersten Stock. Dort informierten Soldaten des Heeres und der Marine über die Karriereangebote eines Soldaten, aber auch über die Zivilberufe. Wie eine Beraterin sagte, würden sich einige wundern, wie viele Ausbildungsmöglichkeiten nichts mit dem eigentlichen Dienst an der Waffe zu tun haben. Das Interesse an der Bundeswehr ist bei Mädchen und Jungen gleichermaßen hoch. Die klassische Aufteilung zwischen Männer- und Frauenberufen scheint aufgehoben zu sein, berichten auch andere Firmen.

Viele Jugendliche sind mit ihren Eltern gekommen

Hauptsächlich Schüler der 9. und 10. Klasse, die im nächsten oder im darauffolgenden Jahr ihren Schulabschluss machen wollen, besuchten die Messe. Viele kamen mit ihren Eltern und jüngeren Geschwistern. Wie auch Mariesol (15) aus Potsdam: „Ich möchte entweder Zollbeamtin oder KFZ-Mechatronikerin werden“. Sie hat gleich ihren kleinen Bruder mitgebracht. Zusammen schauten sie sich die Angebote der Betriebe an. Eine Bewerbung oder einen Lebenslauf hatte Mariesol nicht mitgenommen. Da war sie nicht die einzige. Dennoch sei überall intensiv nach Kontaktmöglichkeiten gefragt worden und ob zu einem späteren Zeitpunkt die Bewerbung eingeschickt werden könne.

Eine Schülerin informiert sich über das Berufsfeld eines Polizisten

Eine Schülerin informiert sich über das Berufsfeld eines Polizisten.

Quelle: C. Köster

Schirmherr der Ausbildungsmesse war diesmal der Schauspieler und Autor Michael Kessler. Er findet, dass die Messe eine tolle Sache ist, die man unterstützen sollte. „Nicht alle Jugendlichen wissen, was sie einmal machen wollen und hier bekommen sie einen Anstoß“. Eine Messe, die für viele eine erste Informationsquelle darstellt, so Kessler, der vielen vom RBB mit „Kesslers Expedition“ bekannt ist. Die meisten Jugendlichen wollten sich erst mal ein Bild von der Vielfalt der Berufe und Praktikumsmöglichkeiten machen. „Viele wissen gar nicht, was in ihnen steckt und hier kann man in jede erdenkliche Richtung schnuppern“, sagte Kessler.

Schauspieler Michael Kessler übernahm die Schirmherrschaft der Ausbildungsmesse Teltow

Schauspieler Michael Kessler übernahm die Schirmherrschaft der Ausbildungsmesse Teltow.

Quelle: Stephan Pick

Eine Orientierung im oft unübersichtlichen Angebots-Dschungel gab das Lehrstellenmobil der Arbeitsagentur, das jeden Lehrberuf vorstellt. Ein kurzer Steckbrief verriet Tätigkeitsbereich, Ort und Voraussetzungen. Und wer es genau wissen wollte, konnte sich gleich einen Termin für die Berufsberatung geben lassen.

Drei Fragen an Michael Kessler

Herr Kessler, warum haben Sie die Schirmherrschaft übernommen?

Weil ich gefragt wurde. Nein, Scherz beiseite. Ich gucke mir die Anfragen immer genau an und wenn ich der Meinung bin, dass es eine gute Sache ist, bin ich dabei. Und ich finde, dass die Messe eine tolle und unterstützungswürdige Idee ist.

Hatten Sie selbst Hilfe bei Ihrer Jobsuche?

Nein. Ich wusste damals nicht, was ich machen wollte, bis meine Deutschlehrerin mich in die Theater-AG geschubst hat. Da stand bald fest, dass ich Schauspieler werden möchte.

Aber dieses Glück erfährt nicht jeder so wie ich. Und deshalb finde ich die Messe toll. Da kann man sich über Berufe informieren, an die man vielleicht nie gedacht hat. Es ist erstaunlich, auf welche Ideen man gebracht werden kann. Die Messe in Teltow gibt viele Anstöße.

Was macht die Messe für Sie aus?

Die Messe ist nichts kommerzielles. Viele Auszubildende geben direkt Auskunft über die Jobs. Viele junge Menschen wissen ja noch nicht so genau, was sie machen wollen und hier können sie sich alles angucken und reinschnuppern. Ich habe den ganzen Tag genutzt, um mich an allen Ständen über die Unternehmen und deren Lehrstellenangebote zu informieren.

Mehr als 5000 Besucher kamen ins Oberstufenzentrum. „Das ist Rekord“, sagte Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD). Mit der Messe wollen die Veranstalter – die Kommunen der Teltower Region, der Landkreis und das OSZ – den Jugendlichen vor allem die Attraktivität ihrer Heimatregion zeigen. Die Landkreise müssten sich nicht verstecken und „brauchen die Jugendlichen“, damit die Region auch weiterhin wächst, so Großbeerens Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos). Die Bilanz sieht gut aus: An den Ständen wurden im Schnitt etwa 60 bis 100 Gespräche erfasst. Bei 30 Ausstellern kam es während der Messe nicht nur zu interessanten Dialogen, sondern es wurden sogleich Bewerbungsunterlagen abgegeben. Die E.dis beispielsweise empfing zwei direkte Bewerbungen. „Auch dieses Jahr war auf der Messe wieder eine super Atmosphäre. Hier liegt wahres gegenseitiges Interesse in der Luft“, fasste Heike Mikuszeit vom Regionalbereich West der E.dis zusammen. Fast alle Aussteller wollen im nächsten Jahr wieder teilnehmen, sagte Teltows Pressesprecherin Andrea Neumann.

Schüler Nico Poch informiert sich über die Automatisierungstechnik von EBK Krüger GmbH &CoKG Teltow

Schüler Nico Poch informiert sich über die Automatisierungstechnik von EBK Krüger GmbH &Co.KG Teltow

Quelle: C. Köster

Auf die Frage ob Ludwigsfelde als Gemeinde – dieses Jahr zum ersten Mal dabei – 2017 erneut mitwirkt, antwortete Bürgermeister Andreas Igel (SPD): „Natürlich! Die Frage ist ja nicht ob, sondern wie wir die Messe noch wachsen lassen können“. Glücklicherweise verfügt das Teltower OSZ noch über ein weiteres Stockwerk.

Von Lisa Neumann

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