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Brandenburgs Kliniken sorgen für Jobs

Christliche Krankenhäuser Brandenburgs Kliniken sorgen für Jobs

Krankenhäuser werden oft nur als Kostenfaktor gesehen. Eine einseitige Sichtweise, findet der Brandenburger Klinikträger VcKB, der 13 Krankenhäuser in der Mark betreibt. Stationäre und teilstationäre Kliniken sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sie schaffen Arbeitsplätze und unterstützen die Region, heißt es in einer Studie über den christlichen Träger.

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Das Rehaklinikum Hoher Fläming in Bad Belzig.

Quelle: MAZ

Potsdam. Stationäre und teilstationäre Kliniken sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Land Brandenburg. Das zeigt eine Studie des unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstituts Wifor. Das in Darmstadt ansässige Institut hatte die Wirtschaftszahlen der 13 zum Verbund christlicher Kliniken im Land Brandenburg (VcKB) gehörenden Einrichtungen ausgewertet und daraus deren Beitrag zum Bruttoinlandprodukt errechnet. Ergebnis: Im Jahr 2014 erzielten die Kliniken eine Bruttowertschöpfung von 199,2 Millionen Euro. Gut neun Prozent aller Wertschöpfung bei stationären und teilstationären Dienstleistungen gehen auf das Konto des Verbunds.

„Jeder elfte Euro, der durch stationäre Dienstleistungen in Brandenburg erwirtschaftet wird, ist auf den Klinikverbund zurückzuführen“, sagt Wifor-Geschäftsführer Dennis Ostwald. „Das ist beeindruckend.“ Wertschöpfend seien die Kliniken insofern, als sie vor allem sozialversicherungspflichtige Beschäftigung schüfen. So entstehe jeder zwölfte Arbeitsplatz im märkischen Krankenhaussektor in diesen Kliniken.

Als besonders wichtig bewertet Ostwald den Umstand, dass die Kliniken des Verbundes über 50 Prozent ihrer Vorleistungen aus Brandenburg selbst beziehen. Zu diesen gehören nicht nur die Anschaffung von Medizintechnik und Pharmaprodukten, sondern auch Reparaturleistungen und die Verpflegung. Besonders ausgeprägt ist diese regionale Vernetzung beim Rehaklinikum Hoher Fläming in Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark). Es bezieht 80 Prozent seiner Vorleistungen aus Brandenburg.

„50 Prozent des Gemüses wird vor Ort bestellt“, erklärt Geschäftsführerin Katrin Eberhardt. Teigwaren kämen frisch vom regionalen Bäcker. Auch bei Reparaturen und Instandhaltungen greife das Klinikum auf regionale Anbieter zurück. Eberhardt räumt ein, dass dies die Kosten steigere. „Es bewegt sich aber im einprozentigen Bereich.“ Sie sei froh, dass Patienten Krankenkassen unter Druck setzten, damit diese nicht nur auf Kosten, sondern auch auf Qualität achteten.

Karsten Bittgau, Geschäftsführer Gesundheit im Evangelischen Diakonissenhaus Berlin, Teltow, Lehnin sieht in der Studie den Beleg dafür, dass Kliniken nicht nur Kostenfaktor seien. „Wir sind Mittelstand und bauen weiter Mittelstand auf.“ Bittgau plädiert für mehr Investitionen in die Gesundheitswirtschaft und -ausbildung. Die Kliniken seien stabilisierende Faktoren, die dem Absterben ländlicher Regionen entgegenwirken könnten.

Von Rüdiger Braun

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