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Brillen-Firma wächst in Europa und Asien

Mom GmbH aus Rathenow Brillen-Firma wächst in Europa und Asien

Eine Erfolgsgeschichte aus Rathenow (Havelland): Die Mom GmbH war erstmals wieder seit Jahren mit einem eigenen Stand auf der Brillenmesse Silmo in Paris vertreten. Das Unternehmen stellt Brillenfassungen aus dem selten verwendeten Metall Titan her und verzeichnet derzeit beträchtliche Umsatzzuwächse in Europa und Asien.

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Mom-Geschäftsführer Mathias Schröder in Paris mit seinem asiatischen Geschäftspartner Raymond Mok.
 

Quelle: Mom GmbH

Rathenow.  Zehn Jahre lang hatte sich die Mechanisch-Optische Metallverarbeitungs GmbH (kurz Mom) aus Rathenow damit zufrieden gegeben, „nur“ als Besucher auf der Silmo in Paris vertreten zu sein. Das ist die wichtigste internationale Messe für Brillenfassungen in Europa. Dieses Jahr aber haben die Rathenower, die Brillen aus dem selten verwendeten Metall Titan herstellen, erstmals seit langer Zeit wieder dort einen eigenen Stand aufgestellt. „Wir sind im europäischen Raum jetzt viel bekannter als früher“, erklärt Mom-Geschäftsführer Mathias Schröder, „darum mussten wir in Paris auch richtig präsent sein.“

Spezialisiert auf das selten verwendete Metall Titan

Im Laufe des vergangenen Jahres hatte das Unternehmen ein Vertreternetz in Deutschland, der Schweiz und Österreich aufgebaut und nun die ersten Früchte geerntet. In diesen drei Ländern, teilt Mathias Schröder mit, habe die Mom GmbH im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ihren Umsatz verdreifacht. In Paris habe er jetzt mit dem Geschäftsführer einer großen Optikerkette in der Schweiz ein viel versprechendes Treffen gehabt, berichtet der Chef, das werde den Weg zu weiteren 40 Geschäften ebnen. Neu Kontakt geknüpft habe er auch mit einer Vertriebsfirma in Russland. In dieses Land lieferte die Mom GmbH bislang nicht, aber die Geschäftsanbahnung habe aus seiner Sicht viel Potenzial.

Eine Hälfte Auftragsfertigung, andere Hälfte eigene Kollektion

Die Mom GmbH, eine Abkürzung für Mechanisch-Optische Metallverarbeitungs GmbH, stellt Brillenfassungen her. Mit einem Anteil von bis zu 95 Prozent werden diese aus Titan produziert.

Etwa zur Hälfte fertigt die Mom GmbH Fassungen für externe Auftraggeber. Zur anderen Hälfte stellt sie Fassungen für die eigene Kollektion „Grafix“ her.

Auf der Silmo in Paris waren 230 Aussteller vertreten, das sind diesmal 50 mehr als noch im Vorjahr. Sie ist die wichtigste Messe für Brillenfassungen in Europa.

Das Rathenower Unternehmen ist spezialisiert auf das selten verwendete Titan, das sehr leicht und elastisch ist, keine allergischen Reaktionen hervorruft, aber schwierig zu bearbeiten ist. In Paris hat die Mom GmbH in erster Linie ihre eigene Kollektion „Grafix“ vorgestellt, die sie 2012 auf den Markt gebracht hat. Neu präsentiert wurden dort sechs Modelle mit dem sehr hohen Kurvenwert 8, normal ist 4 bis 5. Brillen mit einer stark gebogenen Form schmiegen sich dem Kopf besonders eng an und wirken sportlich, schnittig und stromlinienförmig. Extra für die Silmo hatte Mathias Schröder außerdem eine Randloskollektion in zwölf Form- und neun Farbvarianten entwickelt. Interessant ist daran ein neues Bügelscharnier, das sich der Rathenower patentieren ließ. Es wird nicht von einer Schraube zusammen gehalten, weil die sich lösen könnte, sondern von einem kleinen Stift, der unlösbar im Scharnier verankert ist.

Die Menge für Asien steigt von 1500 auf 2500 Fassungen im Monat

In Paris hat die Mom GmbH zudem davon profitiert, dass Raymond Mok aus Hongkong, der Vertriebsleiter ihrer Kollektion für den asiatischen Raum, die ganze Zeit über mit anwesend war. Zurzeit gibt es über ihn Geschäftsverbindungen nach China, Japan, Malaysia, Singapur, Südkorea und Thailand. Weitere neu abgeschlossene Verträge werden es ermöglichen, dass die Rathenower ihre derzeitige monatliche Liefermenge von rund 1500 Fassungen nach Asien bis Mitte des nächsten Jahres auf 2500 erhöhen. Durch die Ergebnisse der Silmo fühlt sich der Chef der Mom GmbH auch dazu ermutigt, 2016 das Vertreternetz der Firma auf Frankreich und die Niederlande zu erweitern. All die genannten Entwicklungen insgesamt veranlassen ihn zur Prognose, dass der Umsatz 2016 im Vergleich zu jetzt um 30 Prozent steigen wird. Nur eines treibt Mathias Schröder eine kleine Sorgenfalte auf die Stirn. Der Produktionsumfang sei so sehr angewachsen, erklärt er, dass er dringend einen weiteren Brillenmonteur braucht. „Engagiert und handwerklich geschickt sollte er sein“, erklärt er: „Ich suche schon eine ganze Weile und finde einfach keinen.“

Von Bernd Geske

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