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Erzieher-Schüler stellen ihre Methoden vor

Ausstellung über Projekt „Deutsch für Ausländerkinder“ Erzieher-Schüler stellen ihre Methoden vor

Die Erzieher-Schüler am OSZ Luckenwalde haben ein Projekt zur Sprachförderung von Migrantenkindern abgeschlossen. Mit spielerischen Methoden versuchten sie, den Kindern Sprache und Gebräuche ihres Gastlandes nahezubringen. Eine Ausstellung zeigt nun die Ergebnisse.

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Sina Schmidt und Lisa Hönow zeigen Bilder von Flüchtlingskindern, die Aufschluss über ihr Schicksal geben könnten.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Eine neue Ausstellung im Oberstufenzentrum (OSZ) in Luckenwalde zeigt, was angehende Erzieher lernen und leisten. Dazu gehört nicht nur, die Kinder mit Spielen und Basteln zu beschäftigen. Erzieher müssen wie Lehrer an der Schule auch ein Sprachvorbild sein. „Sie müssen deutlich und laut sprechen“, sagt Ines Tessmann, „und dürfen nicht rumnuscheln.“

Das gilt nicht nur für den Umgang mit deutschen Kindern, sondern besonders für die Beschäftigung mit ausländischen Kindern, die oft gar keine oder nur sehr geringe Deutschkenntnisse haben, sagt die Lehrerin an der Schule für Erziehungsberufe am OSZ. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sylvia Hiebsch betreut sie das Projekt der „alltagsintegrierten Sprachförderung“, die mit Kindern unterschiedlicher Altersgruppen trainiert wird. Dies werde um so wichtiger, so Tessmann, da es bald kaum noch Kindereinrichtungen geben wird, die nur von deutschsprachigen Kindern besucht werden. Dabei gelte grundsätzlich: „Erzieher müssen sich in vielen Bereichen auskennen“, sagt Ines Tessmann, „denn sie sind nicht bloß die Basteltante.“

Im Bereich der Sprachförderung wurden die Erzieher-Schüler in ihrem nun auslaufenden zweiten Ausbildungsjahr unterwiesen. Im Praxisbereich besuchten sie die Kita „Burg“, die Friedrich-Ebert-Grundschule und das benachbarte Asylbewerberheim an der Forststraße.

Die Ergebnisse und Erfahrungen ihrer Arbeit mit den Kindern sind jetzt in der Aula des OSZ ausgestellt. Am Mittwoch präsentierten die künftigen Erzieher ihre Beiträge selbstbewusst, gut verständlich und ohne sprachliche Schnitzer. Denn auch das war eines der Unterrichtsziele: die eigene Sprachfertigkeit und Kommunikationsfähigkeit zu verbessern. Das Schuljahr hat offensichtlich seine Wirkung nicht verfehlt.

In der Kita kümmerten sich die Erzieher-Schüler um deutsche und ausländische Kinder bis zum Alter von drei Jahren, die sie altersspezifisch an die deutsche Sprache heranführten. Dabei ging es vor allem um die Benennung von Farben, Obst und Gemüse. Mit Hilfe einer Sprachschatzkiste wurden Geschichten erzählt.

Im Übergangswohnheim war die Altersspanne deutlich größer. Dort führten die jungen Erzieher Kinder im Alter von zehn Monaten bis zehn Jahren an die Sprache ihres Gastlandes heran.

Auch in der Grundschule beschäftigten sich die jungen Erzieher nur mit Migrantenkindern, um ihre unterschiedlich ausgeprägten Sprachkenntnisse zu verbessern. Wer noch gar kein Wort Deutsch beherrschte, durfte sich künstlerisch äußern. Am beeindruckendsten und bewegendsten waren zwei Bilder, die ein Geschwisterpaar ganz unabhängig voneinander malte. Das eine zeigt ein Boot mit Menschen auf offenem Meer, das andere ein Haus wie das Übergangswohnheim. Auf beiden Bildern weht die deutsche Flagge.

Von Hartmut F. Reck

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