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Existenzgründer investieren in Saft

Mosterei Ketzür übernommen Existenzgründer investieren in Saft

Handys klingeln im Minutentakt. Kunden wollen Obst liefern. Vor der Tür stapeln sich Kisten voller Äpfel und Birnen. Von der Presse bis zur Abfüllanlage herrscht den Tag über Hochbetrieb. Und alles funktioniert ohne Kai Brass. Überraschend hat der Gründer der Ketzürer Mosterei die seit 2006 gut gehenden Geschäfte in andere Hände gelegt.

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Die neuen Chefs der Ketzürer Mosterei: Achim Fießinger (l.) und Manuel Stephan.

Quelle: Foto: Volkmar Maloszyk

Ketzür. Handys klingeln im Minutentakt. Kunden wollen Obst liefern. Vor der Tür stapeln sich Kisten voller Äpfel und Birnen. Von der Presse bis zur Abfüllanlage herrscht den Tag über Hochbetrieb. Und alles funktioniert ohne Kai Brass. Überraschend hat der Gründer der Ketzürer Mosterei die seit 2006 gut gehenden Geschäfte in andere Hände gelegt.

Mit Achim Fießinger (28) und Manuel Stephan (27) ist eine neue Generation angetreten, die am bewährten Konzept der Lohnmosterei festhält. „Andererseits wollen wir mit der eigenen Produktschiene neue Märkte erschließen, unter anderem in der Gastronomie“, berichten die Existenzgründer.

Eigene Firma gegründet

Für die bevorstehende Übernahme der Produktionsanlagen haben sich die Freunde, die sich seit der Grundschulzeit kennen, die bereits eingetragene Mosterei Ketzür GmbH gegründet. Auf der Grundlage ihres Businessplans hat sich eine Bank gefunden, die den Kauf der Mosterei finanziert. Die Betriebsräume werden von Vorgänger Kai Brass gepachtet. Der Ketzürer Fießinger, der ein Master-Studium im Gartenbau vorweisen kann, ist Geschäftsführer der neuen GmbH, die noch in der laufenden Saison das Dach für die jungen Eigentümer bilden wird. Mit Markus Teschner und Günther Fredrich haben die Firmengründer die beiden bisherigen Mitarbeiter übernommen. „Auf deren Erfahrung können und wollen wir nicht verzichten“, so Mitgesellschafter Stephan, der nebenbei ein Masterstudium in Geschichte absolviert.

Fießinger und Stephan arbeiten beide seit dem Saisonstart in der Mosterei, um sich mit dem saftigen Handwerk vertraut zu machen. Im normalen Lohnmostgeschäft, dass mit der Apfel- und Birnenernte ihren Höhepunkt erreicht, bemerkt die Kundschaft wenig vom Wechsel an der Mostereispitze. Doch die Existenzgründer haben viele neue Ideen. „Die Herstellung hauseigener Mischsäfte wird ausgeweitet. Da gibt es viel Potenzial“, findet Geschäftsführer Fießinger. Die neuen Inhaber setzen vor allem auf die Fortführung des im April eingeführten Buga-Formats in der Abfüllung zu je 0,275 Liter. Nach der Gartenschau allerdings mit neuem Etikett und neuem Namen statt Bugaloo.

Hippe Saftmischungen

Saft in den handlichen Flaschen aus Ketzür soll bei jungen Leuten Trendgetränk werden. Für Cafés, Restaurants und Klubs füllen die Existenzgründer hippe Mischungen aus Apfel mit Rhabarber, Holunder und Roter Bete. Der beliebte Mango-Mix aus fairem Handel bleibt im Programm. „Neue Mischsäfte kommen hinzu. Wir probieren viel aus“, erklärt Mosterei-Geschäftsführer Fießinger. Erstmals wird in diesem Herbst Sanddorn gepresst, ein anderer Kunde sorgt für die nächste Premiere – Heidelbeeren. Ihre Grenzen findet die Saftherstellung in Ketzür bei Steinobst. Allerdings wurden schon entsteinte Pfirsiche verarbeitet. Weiter beliefert wird der Regionalladen am Grillendamm. Zur neuen Vertriebsschiene könnte das Internet werden. Über einen Online-Shop wollen die neuen Mosterei-Chefs im Winter nachdenken.

Von Frank Bürstenbinder

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