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Frühling beschert Jobs im Havelland

Arbeitslosenquote sinkt Frühling beschert Jobs im Havelland

Die Arbeitslosigkeit im Havelland ist weiter zurückgegangen. Im März waren hier rund 6870 Menschen – 8,1 Prozent – ohne Job. Das sind knapp 190 Menschen weniger als im Februar und 135 weniger als im Jahr zuvor. Noch vor zehn Jahren gab es im März mit knapp 14 600 Menschen deutlich mehr Arbeitslose im Landkreis.

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Vor allem Pflegekräfte werden im Havelland gesucht.

Quelle: Dpa

Havelland. Die Arbeitslosigkeit im Havelland ist weiter zurückgegangen. Im März waren hier rund 6870 Menschen – 8,1 Prozent – ohne Job. Das sind knapp 190 Menschen weniger als im Februar und 135 weniger als noch im Vorjahr. „Das erste Mal seit der Wende haben wir im März weniger als 7000 Arbeitslose – das ist Rekord“, so Simone Hirschmann, die Bereichsleiterin Havelland in der Agentur für Arbeit Neuruppin. Noch vor zehn Jahren gab es im März mit knapp 14 600 Menschen deutlich mehr Arbeitslose im Landkreis.

Typisch für die Jahreszeit

„Die Zahl hat sich mehr als halbiert. Das freut uns natürlich sehr.“ Der erneute Rückgang im März sei auf die milde Witterung zurückzuführen und für diese Jahreszeit typisch, so Hirschmann weiter. „Vor allem in den Bereichen Hoch- und Tiefbau, Garten- und Landschaftsbau sowie im Führen von Fahrzeugen wurde verstärkt eingestellt. Außerdem ist ein Stellenzuwachs im Bereich Verkehr und Logistik zu verzeichnen.“ Der saisonale Rückgang der Arbeitslosigkeit soll sich erfahrungsgemäß auch im April fortsetzen, so Hirschmann.

Gesucht wird im Havelland vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen. „Es gibt allein 23 offene Stellen in der ambulanten Pflege. Besonders in Falkensee, also in Berlinnähe, ist es sehr schwer, die Stellen mit geeigneten Fachkräften zu besetzen“, so Hirschmann. Viele frisch ausgebildete Pflegekräfte zieht die bessere Bezahlung in die Hauptstadt. „Der Fachkräftemangel in diesem Bereich ist deutlich zu spüren. Derzeit machen über 300 Menschen Weiter- und Fortbildungen in der Pflege, aber auch im kaufmännischen Bereich, um wider in der Arbeitswelt Fuß zu fassen.“

Wie auch in den vergangenen Monaten bleibt der Arbeitsmarkt im Havelland weiter geteilt. Auf der einen Seite steht der Agenturbezirk Nauen, der sich mit Oranienburg den ersten Platz für die niedrigste Arbeitslosenquote – 6,4 Prozent – teilt. Auf der anderen Seite steht die Geschäftsstelle Rathenow mit 12,2 Prozent. Aber auch hier gibt es eine positive Entwicklung. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Arbeitslosenquote um 0,4 Prozent, im Vergleich zum Februar sogar um 0,6 Prozent.

680 Ausbildungsstellen gemeldet

In beiden Geschäftsstellen wurden seit Oktober knapp 680 Ausbildungsstellen gemeldet. Gesucht werden für das neue Ausbildungsjahr vor allem Fachkräfte für Lager und Logistik, Einzelhandelskaufmänner und – frauen sowie Berufskraftfahrer. „Den knapp 680 Ausbildungsstellen stehen 626 Bewerber gegenüber. Rein statistisch dürfte keiner der 54 Bewerber aus den Vorjahren und den diesjährigen Schulabgängern ohne eine Ausbildungsstelle bleiben“, sagt Simone Hirschmann. Dass diese Rechnung nicht aufgeht, liegt vor allem an der großen Schere zwischen dem tatsächlichen Angebot und den Wünschen der Schüler. „Kfz-Mechatroniker steht auf der Wunschliste ganz weit oben – auf die 16 vorhandenen Ausbildungsstellen haben sich bereits 28 Jugendliche beworben. Die Ausbildung zum Lagerlogistiker dagegen ist nicht so gefragt“, so die Bereichsleiterin. Speed-Datings für Azubis oder betriebliche Praktika könnten den Jugendlichen neue Möglichkiten aufzeigen, die sie zuvor nicht in Betracht gezogen hätten. „Das ist die Kunst der Berufsberatung – Alternativen aufzeigen.“

Oberhavel

Auch im Nachbarkreis Oberhavel hat es erwartungsgemäß einen Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt gegeben. Hier waren im März 8180 Menschen – 7,3 Prozent – ohne Arbeit. Das sind 286 Arbeitslose weniger als im Februar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es sogar rund 1300 Oberhaveler weniger ohne Job. „Die Frühjahrsbelebung wird vor allem in der Geschäftsstelle Gransee deutlich. Hier gab es im März erheblich mehr Anstellungen in der Landwirtschaft, im Baubereich, im Einzelhandel und Gaststättenbereich“, so Christoph Fischedick, Bereichsleiter Oberhavel, der Agentur für Arbeit.

Von Laura Sander

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