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Hennigsdorf: Biotech-Branche stellt sich vor

Tag der offenen Tür Hennigsdorf: Biotech-Branche stellt sich vor

Anlässlich der Health-Care-Woche präsentierten sich gestern auch Hennigsdorfer Unternehmen der Branche. 30 dieser Unternehmen gibt es in der Stadt, sie beschäftigen rund 700 Menschen. Mit der Veranstaltung im Blauen Wunder sollten vor allem junge Fachkräfte gewonnen werden. Denn die sind auch in der Biotech-Branche in diesen Tagen rar.

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Emil Flindt, Chef von Membrapure, präsentierte ein Gerät, das Krankheiten lange vor dem Ausbruch diagnostizieren kann.

Quelle: Foto: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Eine Blutprobe genügt, um Krebs, Diabetes II oder Herz-Kreislaufprobleme vorherzusehen. „Wir finden durch Hinweise in Aminosäuren Risikopatienten, bevor die Erkrankung ausbricht“, erklärt Emil Flindt, Geschäftsführer der Firma Membrapure. Nötig dafür ist ein Analysegerät, das das Unternehmen entwickelt hat. Emil Flindt stand gestern beim Tag der offenen Tür im Blauen Wunder vor allem vor jungen Leuten, die sich über den Standort Hennigsdorf informieren wollten. Anlässlich der „Health-Care-Woche“ stellen sich in dieser Woche Unternehmen aus dem Bereich Life Sciences – im weitesten Sinne Forschung für Lebewesen – in Berlin und Brandenburg vor. Am Standort Hennigsdorf gibt es 30 Unternehmen der Branche, sie beschäftigen etwa 700 Mitarbeiter.

Die Veranstaltung sei wichtig, um die Unternehmen bekannter zu machen und Fachkräfte zu gewinnen, erklärte Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz. Er erinnerte an die rund 20-jährige Geschichte der Biotechnologiebranche in Hennigsdorf, die mit der Ansiedlung des Unternehmens Brahms begonnen hatte. „Seitdem ist es mit Unterstützung des Landes gelungen, eine große Zahl an wachsenden jungen Unternehmen der Branche anzusiedeln.“ Die Branche sei zu einer wichtigen Stütze der Wirtschaftsstruktur in Hennigsdorf geworden, die man weiterentwickeln wolle.

Auch das Unternehmen S &V-Technologies, das sich neben Kontaktlinsen für Tiere unter anderem auf die Entwicklung von Produkten zur Behandlung von Falten spezialisiert hat, präsentierte sich gestern. Die Kosmetikprodukte auf der Basis von Hyaluronsäure werden an Spezialisten verkauft, die sie den Patienten in die Haut spritzen. 85 Prozent der Kunden seien Frauen, erklärte Geschäftsführerin Christine F. Kreiner. „Wenn man aufgrund des Spiegelbildes unglücklich ist, dann ist es gerechtfertigt, sich unterspritzen zu lassen.“ An Merkels berühmte Falten um den Mund habe man sie allerdings noch nicht herangelassen, scherzte die Chefin.

Das Unternehmen Predemtec hingegen hat ein Testverfahren entwickelt, mit dem sich anhand von sechs speziellen Proteinen im Blutserum eine bevorstehende Alzheimererkrankung diagnostizieren lässt. Ärzte können die Patienten so Jahre vor Ausbruch der Krankheit behandeln und die Entwicklung verlangsamen.

Von Marco Paetzel

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