Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Hospiz bedeutet leben bis zum Ende

Hospiztag Havelland Hospiz bedeutet leben bis zum Ende

Am 21. Oktober findet der Havelländische Hospiztag statt. Bereits ab 17. Oktober können sich interessierte Menschen zu ehrenamtlichen Hospizhelfern ausbilden lassen. Warum diese Arbeit so wichtig ist und sehr viel Mut erfordert, weiß Seelsorgerin Iris Zellmer.

Voriger Artikel
Wachdienste profitieren von Flüchtlingskrise
Nächster Artikel
Eine „Rostlaube“ für Lehrerbildung in Potsdam

Im Havelland widmen sich 43 Menschen ehrenamtlich der ambulanten Hospizarbeit.

Quelle: dpa

Havelland. Wer einen Menschen und seine Angehörigen auf dem letzten Lebensabschnitt begleitet, braucht vor allem eines: Mut. Und zwar nicht nur Mut, sich mit den Themen Tod und Sterben auseinanderzusetzen. Sie müssen auch den Mut haben, sich selbst zu begegnen, denn nicht selten weckt Hospizarbeit Erinnerungen an tiefe, persönliche Erfahrungen, weiß Dr. Iris Zellmer. Sie ist Seelsorgerin und Trauerbegleiterin und schult seit 2004 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter im Hospizdienst, in der Krankenhausseelsorge, sowie in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen. Ab 17. Oktober wird sie Havelländer zu ehrenamtlichen Hospizhelfern ausbilden und am 21. Oktober bereichert sie den Havelländischen Hospiztag mit einem Vortrag.

43 Havelländer haben sich bereits für den ambulanten Hospizdienst der Diakonie „Leben bis zuletzt“ ausbilden lassen, elf weitere wollen es jetzt tun. Es sind fast ausschließlich Frauen, die diese Aufgabe übernehmen. „Natürlich wäre es gut, wenn sich auch Männer dazu entschließen, weil Familien und vor allem Männer, gerne einen Mann als Unterstützer wollen“, erklärt Zellmer. Noch gibt es freie Plätze für den neuen Kurs. Dabei lernen die Teilnehmer unter anderem mit Aggression umzugehen, auch verbale und nonverbale Kommunikation wird thematisiert.

Wie gehe ich mit dem Erlebten um?

Es geht um Trauer und ganz konkret um die Vorbereitung eines Hausbesuchs. Geübt wird unter anderem in Rollenspielen sowie in kreativen Prozessen. „Wir malen, formen, basteln und arbeiten mit dem Körper“, erklärt die Seelsorgerin. Es gehe vor allem darum, den Kontakt zum eigenen Ich nicht zu verlieren, sich zu spüren und darauf zu achten, sich im Helfen nicht selbst zu verlieren. Auch die Frage, wie gehe ich mit dem Erlebten um und woraus schöpfe ich Kraft? ist Inhalt des Kurses.

Was sind das für Menschen, die sich diesem nach wie vor so unliebsamen Thema widmen und sich derart engagieren? „Von der Hochschulfrau bis zur Arbeitslosen ist alles dabei – viele Frauen, die aus dem Berufsleben ausscheiden, aber auch junge Leute“, berichtet Iris Zellmer. Die Motivation ist häufig ein eigenes Erleben im Freundes- oder Familienkreis oder auch der Drang danach etwas Sinnvolles mit der eigenen Kraft und Lebenserfahrung zu tun. „Es sind sehr motivierte Menschen, die wirklich Mut haben“, betont die Fachfrau.

Veranstaltungen wie den Havelländischen Hospiztag hält Zellmer für äußerst wichtig. Zum einen weil sie niedrigschwellig sind und vielen Menschen den Zugang zum Thema ermöglich. Zum anderen werde das Wort Hospiz nach wie vor mit Tod und Sterben assoziiert. „Dass Hospiz eigentlich Leben heißt, leben bis zum Ende, das kann an so einem Tag deutlich werden“, sagt Iris Zellmer.

Die ehrenamtliche Hospizhelferin Beate Albrecht (l) mit der Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes „Leben bis zuletzt“, Petra Nimz

Die ehrenamtliche Hospizhelferin Beate Albrecht (l.) mit der Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes „Leben bis zuletzt“, Petra Nimz.

Quelle: Christin Schmidt

Von Christin Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Ausbildung & Beruf
Termin nicht verpassen...

Workshops, Messen, Informationen rund um Ausbildung und Studium
 
  

Ausbildung bei der MVD

Wir bieten jungen Menschen attraktive Ausbildungsplätze.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg