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Wirtschaftsförderpreis für Selbelanger Firma

Futtermittelwerk einer von sechs Preisträgern Wirtschaftsförderpreis für Selbelanger Firma

In Ribbeck wurden am Mittwoch die diesjährigen Wirtschaftsförderpreise des Landkreises Havelland vergeben. Drei Gewinner kommen aus dem Osthavelland: die FMS Futtermittel GmbH aus Selbelang, die GTB Gerätetechnik Brieselang GmbH und die Wirthwein Nauen GmbH. Die drei weiteren Sieger stammen aus Rathenow und Milow.

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Knut Barholz aus Kriele, Anlagenfahrer der FMS Futtermittel GmbH, prüft die getrocknete Luzerne.

Havelland. Das Schloss Ribbeck erlebte am Mittwochabend eine Neuauflage von „Der Preis ist heiß“. Einer der sechs Wirtschaftsförderpreise des Landkreises Havelland, die in diesem Jahr bereits zum 19. Mal vergeben wurden, ging an die FMS Futtermittel GmbH in Selbelang – einen der heißesten Orte im Havelland.

Das Unternehmen mit Sitz an der Bundesstraße 5 am Abzweig nach Retzow stellt Futtermittel her und hat sich dabei insbesondere bei der Produktion von Luzernepellets einen Namen gemacht. Die Pflanze, die auch als Alfalfa oder Schneckenklee bekannt ist, wird direkt nach der Ernte bei hohen Temperaturen von 600 Grad getrocknet. Ein relativ teures und energetisch aufwendiges Verfahren, wie Geschäftsführer Bernd Müller betont. Er ist seit 1980 im Betrieb, seit 1990 führt er die Geschäfte.

Müller schwört auf die Luzerne als Futtermittel. Sie habe einen sehr hohen Eiweißgehalt, deutlich höher als beispielsweise Soja, und außerdem eine hohe diätische Wirkung. 3000 bis 4000 Tonnen produziert die FMS Futtermittel GmbH im Jahr, die regelmäßig ausverkauft sind. Die Kunden kommen aus Köln, Hamburg und Thüringen. „In der Region selbst verkaufen wir eigentlich sogar den geringsten Teil“, erzählt Müller.

Seine Firma mit derzeit 16 Mitarbeitern erhielt den Wirtschaftsförderpreis in der Kategorie Landwirtschaft, wegen „relativ hoher Investitionsbereitschaft trotz geringer Unternehmensgrößte“, wie Landrat Burkhard Schröder (SPD) in seiner Laudatio hervorhob. Schon 2007 investierte der Betrieb in eine neue Pelletpresse, vor zwei Jahren dann noch einmal in eine Zyklonanlage für die Entstaubung. „Eine total unwirtschaftliche Investition, ich verdiene dadurch keinen Cent mehr“, meintBernd Müller. Die Ausgabe – 200 000 Euro – war trotzdem notwendig, um den steigenden Anforderungen an die Luftreinhaltung gerecht zu werden.

Neben dem Selbelanger Futtermittelwerk wurden in Ribbeck am Mittwoch fünf weitere Firmen ausgezeichnet. Zwei Preisträger stammen aus dem Osthavelland: Die GTB Gerätetechnik Brieselang GmbH, ein Abkömmling des einstigen VEB (Volkseigenen Betriebs) Gerätebau Brieselang, bekam die Auszeichnung in der Kategorie der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten. Die Firma, die aus Kapazitätsgründen erst kürzlich nach Nauen umgezogen ist, stellt Reinigungsanlagen auf Ultraschallbasis her; zu ihren Kunden zählen unter anderem Bosch, Bayer, Siemens und Unternehmen aus Asien.

Die Wirthwein Nauen GmbH erhielt den Innovationspreis unter anderem für eine in Eigenregie entwickelte Motorabdeckung für den Porsche Cayenne. Die Firma stellt Kunststoffkomponenten her – beispielsweise Verschlüsse von Sicherheitsgurten, aber auch Besteckkörbe für Spülmaschinen. „Der Wirthwein von 1949 ist ein guter Jahrgang“, sagte Jürgen Tschirch von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Anspielung auf das Gründungsjahr des Familienbetriebs, dessen Hauptsitz sich in Baden-Württemberg befindet.

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Der Preis für das beste Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten ging an die Milcafea GmbH aus Rathenow. Sie produziert im Jahr rund 10 000 Tonnen löslicher Kaffee- und Cappuccinoprodukte. Aufgrund seiner Größe und der Kontinuität sei das Unternehmen mit seinen 131 Mitarbeitern von enormer regionaler Bedeutung für das Westhavelland, sagte der Landrat. Lobende Worte fand Schröder auch für den Sieger in der Kategorie Tourismus, den Gasthof Milow. Das Hotelrestaurant sei ein wichtiger Knotenpunkt des Tourismus, auch weil sich Inhaber Klaus-Dieter Aretz um Vernetzung mit anderen Touristikern bemüht.

Zum sechsten Mal vergeben wurde der Jugendförderpreis. Er ging an Schüler der Rathenower Gesamtschule „Bruno H. Bürgel“ für ihr Projekt „BeutelArt“ mit individuell gestalteten Stoffbeuteln. „Ein marktfähiges und innovatives Produkt“, so Wirtschaftsdezernent Andreas Ernst (SPD).

Von Philip Häfner

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