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Kein Neubau: Mühlendorf-Oberschule zieht um

Schulbau-Planung in Teltow Kein Neubau: Mühlendorf-Oberschule zieht um

Teltow kommt trotz Zuzugs immer noch gut aus mit seinen eigenen Schulen. Jetzt gibt es sogar eine überraschende Wendung: Die ehemalige Bruno-H.-Bürgel-Schule wird früher wieder frei als geplant und könnte das neue Domizil für die Mühlendorf-Oberschule werden.

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Die Sozialfachschule zieht eher aus dem Gebäude der ehemaligen Bruno-H.-Bürgel-Schule. Dadurch könnte die Mühlendorf-Oberschule dorthin ziehen.

Quelle: Claudia Krause

Teltow. Mittelmarks größte und am meisten boomende Stadt Teltow „hat keinen Engpass bei Schulen“. Das sagte der zuständige Fachbereichsleiter Michael Belkner der MAZ. Teltow hat jetzt um die 26 000 Einwohner; gegen 2030 könnten es 30 000 sein, so die Schätzungen. Mit den Familien kommen zwar mehr Kinder, aber dank der Grundschulbedarfsplanung seit gut fünf Jahren „sind wir definitiv nicht überrascht und können reagieren“, so Belkner. Gab es 2009/10 insgesamt 212 neue Grundschüler, werden es 2016/17 etwa 300 sein. Für Entspannung sorgt noch der Hortneubau an der Stubenrauchschule, die dann wieder mehr Platz für ihren eigenen Unterricht hat. Erst zum Schuljahr 2019/20 werde eine vierte kommunale Grundschule mit 300 Plätzen nötig.

Eigentlich hatte man dieser Platz in der Mühlendorf-Oberschule schaffen wollen. Dazu sollten die Oberschüler in Nachbarschaft des Oberstufenzentrums (OSZ) an der Potsdamer Straße einen Neubau samt Sporthalle kriegen. Zuvor hatte der Kreis einen Abiturgang am OSZ einrichten wollen, so dass für die Oberschüler verschiedene Übergänge auf dem Campus möglich gewesen wären. Ein Beschluss der Stadtverordneten liegt vor. „Doch mit dem Gymnasialgang ist nichts passiert“, sagt Belkner. Dafür kam eine andere überraschende Wendung: Das Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin hat den vorfristigen Auszug seiner Dietrich-Bonhoeffer-Fachschule für Sozialwesen aus der einstigen Bruno-H.-Bürgel-Oberschule an der Potsdamer Straße angekündigt. Nicht wie laut Mietvertrag mit der Stadt bis 2029, sondern nur bis August 2018 bleibt die Fachschule dort. Der Träger sucht neue Räume und hält auch einen Neubau auf dem eigenen Gelände an der Lichterfelder Allee für möglich. „Das Gebäude war 25 Jahre vermietet, jetzt könnte die Mühlendorf-Oberschule dort rein“, so Belkner. Die Beschlussvorlagen werden gerade vorbereitet und beginnen ihren Bearbeitungsweg am 18. April im Sozialausschuss.

Teltows Fachbereichsleiter für Schule, Soziales und Kultur Michael Belkner

Teltows Fachbereichsleiter für Schule, Soziales und Kultur Michael Belkner.

Quelle: Claudia Krause

Der Standort brächte wie der am OSZ viele Vorteile: Die Schule hat mehr Platz für Fachkabinette, durch Jahnsportplatz und -halle bessere Sportanlagen sowie Bushaltestellen vor der Tür. Denn Jugendliche kommen von überall her. Dagegen liegt die Mühlendorf idyllisch am Stadtrand, aber für Grundschüler wiederum günstig innerhalb des neuen Wohnvierteles. Außerdem könnte die Stadt viel Geld für einen teuren Neubau sparen.

Um- und Ausbauten sowie ein Fahrstuhl seien freilich nötig, um die Ex-„Bürgel“ bis zum Schuljahr 2019/20 fit für die Mühlendorf zu machen, so Belkner. Momentan besuchen 253 Jugendliche die Oberschule. Am Mittwoch, dem 6. April, treffen sich der Fachbereichsleiter und die Mühlendorf-Kollegen zum Rundgang durch die alte Bürgel-Schule an der Potsdamer Straße.

Bei der Anne-Frank-Grundschule drückt das Problem der ungenügenden  Verkehrssicherheit für die Schüler

Bei der Anne-Frank-Grundschule drückt das Problem der ungenügenden Verkehrssicherheit für die Schüler.

Quelle: C. Krause

Grundschulen und Straßenverkehr

Aktuell betreibt Teltow drei Grundschulen mit insgesamt 1111 Schülern.

Bei keiner ist die Verkehrslage so kritisch wie an der Anne-Frank-Schule in der John-Scheer-Straße. Die idyllische Lage trügt, denn in dem Wohngebiet (1960er Jahre) hat sich die Autodichte stark erhöht, die Straßen sind schmal.

Für morgendliches Chaos sorgen oft die vielen Eltern, die ihre Kinder bis vor die Schultür fahren.

Das Thema ist ein Dauerbrenner. Ende 2015 hat die Verwaltung deshalb die Potsdamer Firma Intelligenz System Transfer mit einer Gefahrenanalyse beauftragt. „Ende April/Anfang Mai sollen die Ergebnisse vorliegen“, sagt Michael Belkner. Danach müssten Maßnahmen entschieden und Gelder in den Haushalt eingestellt werden.

Schulleiterin Katrin Kliche „begrüßt ausdrücklich“ diese Untersuchung. „Wenn die Zahl der fahrenden Eltern minimiert würde, wäre das schon eine starke Erleichterung.“

Für mehr Sicherheit der Kinder wurde vor drei Jahren der „Schulexpress“ eingeführt. An 12 extra gekennzeichneten Haltepunkte treffen sich Kinder der 3. bis 6. Klassen und gehen gemeinsam zur Schule. Die 1./2. Klassen werden von Fünftklässlern darauf vorbereitet; die 3./4. werden von Eltern begleitet.

 

Von Claudia Krause

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