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Mehr Bewerber als Plätze an Gymnasien

Landkreis wird mehr siebte Klassen eröffnen Mehr Bewerber als Plätze an Gymnasien

Zu wenige Plätze an den staatlichen Gymnasien in Oberhavel wird es im Schuljahr 2016/2017 geben. Jedenfalls, wenn man die Erstwünsche der Sechstklässler und ihrer Familien auf die von ihnen gewählte weiterführende Schule betrachtet. Der Landkreis wird deshalb an drei Gymnasien zusätzliche siebte Klassen eröffnen.

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Das Louise-Henriette-Gymnasium in Oranienburg.

Quelle: Foto: Enrico Kugler

Oberhavel. Zu wenige Plätze an den staatlichen Gymnasien in Oberhavel wird es im Schuljahr 2016/2017 geben. Jedenfalls, wenn man die Erstwünsche der Sechstklässler und ihrer Familien auf die von ihnen gewählte weiterführende Schule betrachtet. Laut einer Übersicht, die das Bildungsdezernat des Landkreises Oberhavel erstellt hat, würde es an den Gymnasien in Hennigsdorf, in Hohen Neuendorf und am Runge-Gymnasium in Oranienburg zu wenige Plätze geben. Insgesamt weist die Übersicht ein Minus von 75 Plätzen aus. Die privaten Gymnasien in freier Trägerschaft sind dabei nicht berücksichtigt, weil das Staatliche Schulamt in Neuruppin diesen Schulen keine Kinder zuweisen kann. Doch die Erstwünsche besagen, dass am Mosaik-Gymnasium Oberhavel fünf freie Plätze und am Neuen Gymnasium Glienicke 18 freie Plätze zur Verfügung stünden. Noch nicht berücksichtigt sind zudem die Zweitwünsche der Familien. Das liege daran, dass das Staatliche Schulamt diese Zahlen trotz mehrfacher Nachfrage nicht herausgegeben habe. Das ließ Oberhavels Bildungsdezernent Dieter Starke jetzt im Bildungsausschuss wissen. Die behindere den Landkreis in seiner Planung. Dennoch soll der Kreistag am 4. Mai einen Beschluss über die Erhöhung der Zügigkeit an drei Gymnasien fassen, damit jedes Kind, das Abitur machen will und die Eignung bescheinigt bekommen hat, auch einen Platz in diesem Bildungsgang erhält. Laut Vorschlag der Verwaltung wird das Puschkin-Gymnasium in Hennigsdorf im Schuljahr 2016/2017 vier siebte Klassen aufnehmen, das Louise-Henriette-Gymnasium in Oranienburg soll fünfzügig weitermachen. Das Marie-Curie-Gymnasium Hohen Neuendorf wird ebenfalls fünf siebte Klassen aufnehmen. Am Runge-Gymnasium wird nicht erhöht, weil dieses im vergangenen Schuljahr vier Züge aufgenommen hatte und immer im Wechsel mit dem Hohen Neuendorfer Gymnasium Zügigkeiten erweitert. Das Runge-Gymnasium wurde als ein drei- bis vierzügiges Gymnasium und das Marie-Curie-Gymnasium als vier- bis fünfzügiges Gymnasium gebaut.

Unmut äußerten etliche Abgeordnete über das Schulamt in Neuruppin. Diese gebe die Zweitwünsche nicht oder so spät bekannt, dass im Juni dann stets noch mit „Schnellschüssen“ weitere Klassen eröffnet werden müssten.

Andreas Noack (SPD) möchte für die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung wissen, wie viele Schüler in der 7. Klasse starten, und wie viele dann wirklich das Abitur machen. Das sei doch für die Planung der Schulbaukörper wichtig. Im Gymnasium Velten, war von der Verwaltung zu erfahren, gebe es stets nur wenige Abbrecher.

Von Marion Bergsdorf

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