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Mehr Plätze für angehende Lehrer

Referendariat in Brandenburg Mehr Plätze für angehende Lehrer

Brandenburg fehlt es an Lehrern, trotzdem wird es angehenden Lehrern schwer gemacht: Es gibt im Lande nicht genügend Plätze für ein Referendariat. Dadurch haben es besonders Seiteneinsteiger schwer. Das Land will jetzt gegensteuern.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. In Brandenburg soll es künftig mehr Plätze für angehende Lehrer geben. Nach Angaben des Bildungsministeriums soll die Zahl im kommenden Jahr von bislang 900 auf 950 steigen.

Bessere Chancen für Seiteneinsteiger

«Das könnte auch die Chancen für Seiteneinsteiger erhöhen, in den Vorbereitungsdienst zu kommen», sagte ein Sprecher. Bei Seiteneinsteigern gab es in den vergangenen Jahren deutlich mehr Bewerber als Plätze für ein Referendariat, wie aus einer Antwort von Bildungsminister Günter Baaske (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht.

Zu wenige Möglichkeiten der Weiterbildung

Aus Sicht des bildungspolitischen Sprechers der CDU-Fraktion und Fragestellers, Gordon Hoffmann, hat die rot-rote Landesregierung in dieser Hinsicht ihre Hausaufgaben nicht gemacht. «Es gibt viel zu wenig Kapazitäten für die berufsbegleitende Weiterbildung», sagte er. Der Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW in Brandenburg, Günther Fuchs, forderte einen Ausbau der Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrer ohne klassische Ausbildung.

Weil es an Lehrern mangelt, stellen Schulen im Land seit Jahren auch Bewerber ein, die keine klassische Ausbildung mit Referendariat und zwei Staatsexamen nachweisen können. Unter bestimmten Voraussetzungen können Seiteneinsteiger aber ein Referendariat und eine Staatsprüfung nachholen. Dem Ministeriumssprecher zufolge können sie aber nur Referendariatsplätze bekommen, wenn diese nicht von regulären Bewerbern in Anspruch genommen werden.

91 Bewerbungen auf 28 Plätze

Von Seiteneinsteigern gab es im vergangenen Schuljahr Baaske zufolge 91 Bewerbungen für ein Referendariat. Teilnehmen konnten aber nur 28. Im Jahr zuvor kamen 30 Teilnehmer auf 90 Bewerbungen. Gordon Hoffmann forderte, die Kapazitäten auszubauen und dem Bedarf anzupassen.

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«Auch für andere Betroffene muss es Begleit- und Qualifizierungssysteme geben», sagte GEW-Chef Günther Fuchs mit Blick auf Lehrkräfte ohne klassische Lehrerausbildung, die kein Referendariat nachholen können. Nötig seien verschiedene Maßnahmen, mit denen sich diese Lehrer weiterbilden könnten. «Man muss sich die Einzelfälle anschauen. Jeder bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit», betonte Fuchs. Die Schulen seien oft dankbar über das zusätzliche Personal. Sie bräuchten aber auch Zeit, die neuen Kollegen entsprechend zu begleiten und weiterzubilden.

In Brandenburg wurden seit dem Schuljahr 2011/12 Baaske zufolge 214 Bewerber ohne klassische Lehrerausbildung eingestellt. Derzeit sind im Land laut Ministerium insgesamt rund 18 100 Lehrer beschäftigt.

Von Anja Sokolow

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