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Mercedes produziert 50.000 Transporter

Autobauer in Ludwigsfelde feiert Rekord Mercedes produziert 50.000 Transporter

Rekordzahlen für Mercedes in Ludwigsfelde: Dort sind in diesem Jahr mehr als 50.000 Transporter vom Band gelaufen. Das Werk profitiert von der weltweiten Nachfrage nach dem Sprinter. Der Werks-Chef sieht die Zukunft des Standorts Ludwigsfelde langfristig gesichert.

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Montagehalle in Ludwigsfelde: Arbeit an Sprinter-Karossen. Foto: Daimler

Ludwigsfelde. Gerade erst ein halbes Jahr im neuen Job, da kann Geschäftsführer Sebastian Streuff schon Rekordzahlen bei der Fahrzeugproduktion präsentieren. Mehr als 50.000 Transporter seien in diesem Jahr im Werk in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) vom Band gelaufen. Das seien schon jetzt mehr als im Vorjahr (48.200), freute sich Streuff am Dienstag, als er das Jahr 2015 Revue passieren ließ. Ludwigsfelde profitiere dabei vom „Boom“ nach der Marke Sprinter weltweit, sagte er. Streuff hatte im Juni den Posten des Geschäftsführers und Produktionsleiters der Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH von Michael Bauer übernommen.

Das Volumen der Investitionen in die Transportersparte wurde verdoppelt – auf rund 25 Millionen Euro. Dabei sei ein Großteil der Summe in die geplante Produktion der nächsten Transporter-Generation gegangen, sagte der Geschäftsführer. Insgesamt würden in das neue Modell 150 Millionen Euro investiert – in Rohbau, Lackierung und Endmontage. Streuff ist sich sicher: „Damit ist die Zukunft des Werks langfristig gesichert.“ Das feiert im kommenden Jahr 25-jähriges Bestehen.

Das Werk in Ludwigsfelde ist „sehr gut“ ausgelastet

Geschäftsführer   der Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH, Sebastian Streuff

Geschäftsführer der Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH, Sebastian Streuff.

Quelle: Daimler

Wann das nächste Modell des Sprinters in Serie geht, ließ Streuff offen. Spekuliert wird über das Jahr 2018, vielleicht auch schon 2017. Das Werk in Ludwigsfelde sei „sehr gut“ ausgelastet, betonte er. „Es wurde im Jahr durchproduziert.“ 27 Samstags- und Zusatzschichten seien von den Mitarbeitern gefahren worden. Streuff sieht auch für das Jahr 2016 keinen Grund, dass sich an dieser günstigen Entwicklung etwas ändert oder gar Einbrüche zu erwarten sind. Er hoffe, dass sich das Jahr ähnlich positiv entwickle. Er gehe insgesamt von einem „moderaten Wachstum“ der Wirtschaft aus.

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Das Werk in Ludwigsfelde ist mit 2000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Brandenburg. Diese Zahl will der Geschäftsführer auch in nächster Zeit „stabil“ halten, wie er sagte. Auch der Ausbildung junger Leute will das Unternehmen einen besonderen Stellenwert einräumen. In diesem Jahr starteten 36 junge Menschen ihre Berufsausbildung – unter anderem als Industriekaufmann, Industriemechaniker und Kfz-Mechatroniker. Derzeit gibt es 135 Auszubildende und Studierende in Ludwigsfelde. Derzeit sind auch 20 Zeitarbeitskräfte im Werk beschäftigt.

Seit 1995 wurden über 2,9 Millionen Sprinter in 130 Ländern verkauft

Der Sprinter feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Im Unternehmen wird vom „Welttransporter“ unter den Nutzfahrzeugen gesprochen. Der wurde trotz großer Konkurrenz seit dem Produktionsstart 1995 über 2,9 Millionen Sprinter in 130 Ländern verkauft. Aus Sicht der Hersteller bestehen die Vorzüge vor allem für Gewerbetreibende darin, dass man den Transporter wie einen Pkw fahren kann und damit Kosten spart. In Ludwigsfelde wird der Sprinter seit 2006 produziert.

Im Werk sollen Flüchtlinge Berufserfahrung sammeln

Im kommenden Jahr werden etwa acht bis zehn Flüchtlinge in Ludwigsfelde ein Praktikum beginnen, kündigte der Geschäftsführer an. Angeboten werde eine „Annäherung an das Berufsleben“. Dabei gehe es darum, praktische Grundkenntnisse zu erlernen und einen Deutschkurs zu besuchen. Streuff betonte, das Unternehmen werde sich in Sachen Integration engagieren. Grundwerte von Daimler seien Respekt, Toleranz und Vielfalt. In der Daimler AG insgesamt seien Beschäftigte aus 140 Nationen tätig.

Die Konzernzentrale des Autobauers teilte kürzlich mit, dass etwa 40 Flüchtlinge ein Praktikum im Werk Stuttgart-Untertürkheim beginnen sollen. Daimler wolle mehrere hundert Flüchtlinge für Arbeitsplätze in der Industrie qualifizieren, hieß es.

Pro Tag werden rund 200 Transporter gebaut

Am Standort Ludwigsfelde (Gesamtfläche 540 000 Hektar) befindet sich eines der größten Montagewerke für Transporter von Daimler weltweit. Es ist überdies die einzige Produktionsstätte, in der für den Sprinter die offenen Versionen Pritschenwagen und Fahrgestell als Basis für unterschiedlichste Aufbauten gefertigt werden.

Der Sprinter ist ein Kleintransporter des Automobilherstellers Mercedes-Benz, der seit 2006 in Ludwigsfelde produziert wird. Am 13. Februar 2014 lief im Werk der 555 555. vom Band.

Das Unternehmen hat rund 2000 Mitarbeiter. Pro Tag werden im Zweischichtsystem 200 Transporter gebaut.

Von Igor Göldner

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