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Die Digitalisierung als Chance

Gründer- und Unternehmertage Die Digitalisierung als Chance

Erfolgreiche junge Unternehmer, die Repräsentanten, geben den angehenden neuen Selbstständigen bei den Gründer- und Unternehmertagen (Degut) in Berlin, Tipps und berichten über ihre ersten Schritte auf dem Markt. Degut-Repräsentant Ekoh Yankah spricht über die neuen Möglichkeiten der digitalen Revolution.

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Für Unterhaltung und Information werden immer öfter digitale Kanäle genutzt.

Quelle: Fotolia

Berlin. Mit seinem Unternehmen Castaclip erobert Ekow Yankah den Markt für Video-Streaming. Kostenfrei und werbefinanziert können kurze Nachrichten- und Unterhaltungs-Videoclips abgerufen werden. Als Repräsentant der Deutschen Gründer- und Unternehmertage will der 41-Jährige den Messebesuchern etwas von der Leidenschaft vermitteln, die hinter einem solchen Weg steckt.

MAZ: Herr Yankah, Ihr Unternehmen betreibt die international erfolgreiche Internet-Plattform „ILoveVideo.tv“. Was ist das neue an diesem Format?

Ekow Yankah: Wir glauben daran, dass die Nutzer ein personalisiertes Seh-Erlebnis haben wollen. Der Content soll die Nutzer finden und nicht umgekehrt. Das Ziel ist es, dass der Kunde so wenig wie möglich machen muss, um das für ihn passende Angebot zu bekommen.

Auf welche Weise erreichen Sie das?

Yankah: Wir registrieren, welche Inhalte der Nutzer sich ansieht, wie lange er dabei bleibt und bei welchen Clips er mittendrin abbricht. Ein von uns entwickelter Algorithmus ermittelt aufgrund dieser Daten für jeden ein für ihn optimales Angebot.

Und das kommt an?

Yankah: Absolut. Das Thema Video ist ein Geschäft, das alle fasziniert. Wir haben etwa 15 Millionen Nutzer in 22 Ländern, mit steigender Tendenz. Wir entwickeln im Moment ein zweites Produkt, das im ersten Halbjahr 2016 unter dem Namen „Tweek“ in den USA an den Start gehen wird. Es ermöglicht als Smartphone-App, Videos aufzunehmen, zu bearbeiten, mit seinen Freunden zu teilen und in jeder Form als Kommunikationsmittel zu benutzen.

Unter dem Stichwort Wirtschaft 4.0 ist gerade die Digitalisierung in aller Munde. Welche Chancen bietet denn eine digitalisierte Ökonomie?

Yankah: Alle Branchen werden von der Digitalisierung erfasst. Unser Geschäftsfeld, der Vertrieb von bewegten Bildern, wohl am stärksten. Das beginnt schon damit, dass durch die Verbreitung der Smartphones fast jeder bewegte Bilder produzieren kann. Mittlerweile haben zwei Milliarden Menschen eine Kamera in ihrer Tasche und immer mehr nutzen diese Möglichkeit. Das ist eine Revolution.

Nun gibt es Branchen, deren Produktionsabläufe noch analog geprägt sind. Ändert sich für die etwas?

Yankah: Die Prozesse, um Kunden zu identifizieren, haben sich für alle verändert. Kunden-Akquise und Kundenbindung ist so einfach geworden wie noch nie.

Die Kunden können aber auch genauso schnell wieder abspringen, wie sie gekommen sind.

Yankah: Am Ende des Tages muss jedes Unternehmen nachhaltigen Wert für seine Kunden bereitstellen. Die ständige Weiterentwicklung ist dabei eine absolute Notwendigkeit. Wenn man stehen bleibt, dann gehen die Kunden woanders hin. Schließlich wollen sie das beste Produkt zum besten Preis.

Und was heißt das für die Unternehmensgründer von heute?

Yankah: Gerade für junge Gründer ist der Marktzugang durch die Digitalisierung leichter geworden. Das ist ein Vorteil. Der Nachteil: Die Entwicklung geht immer weiter. Niemand darf sich auf seinen Lorbeeren ausruhen. Wer stehen bleibt, kann ganz schnell wieder vom Markt verschwinden. Das gilt selbst für ganz große Marken, wie der Fall Nokia gezeigt hat. Wer aber seinen Weg konsequent weiter geht, der bleibt dabei.

Das hört sich stressig an.

Yankah: Das ist nicht viel anstrengender, als das Leben für Unternehmen schon immer war. Die Digitalisierung ist ein Hilfsmittel, mit dem wir unsere Kunden besser kennen als je zuvor. Dabei zu bleiben ist viel Arbeit, aber ohne Arbeit geht es nicht.

Und den Weltmarkt muss man in Zeiten der Wirtschaft 4.0 ständig im Blick haben?

Yankah: Das hört sich wahnsinnig anstrengend an. Aber durch die Digitalisierung ist die Welt sehr klein geworden. Unser Unternehmen wäre niemals so schnell gewachsen, wenn es sich auf Deutschland als Markt beschränkt hätte. Wer aus kleineren Ländern kommt, und dazu muss Deutschland im Weltmaßstab gerechnet werden, der muss den Schritt auf die internationalen Märkte gleich von Anfang an einplanen. Ohne das geht es nicht.

Von Ulrich Nettelstroth

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