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Neue Chance für Langzeitarbeitslose

Landkreis fördert Unternehmen, die Erwerbslose einstellen Neue Chance für Langzeitarbeitslose

In zwei Jahren sollen 40 Langzeitarbeitslose auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Zu diesem Zweck fördert der Landkreis Ostprignitz-Ruppin aus einem EU-Programm Unternehmen, die Erwerbslose für mindestens zwei Jahre einstellen. Einige Betriebe haben bereits Interesse bekundet.

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Der Weg zum Jobcenter soll einigen Langzeitarbeitslosen durch das Projekt erspart bleiben.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Damit auch Langzeitarbeitslose vom derzeitigen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland profitieren und eine Arbeit finden, hat der Landkreis mit Hilfe eines Förderprogrammes der Europäischen Union ein neues Projekt gestartet. Demnach sollen in zwei Jahren 40 Langzeitarbeitslose auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt integriert werden, sagt Bernd Lüdemann, Leiter des Jobcenters Ostprignitz-Ruppin. Diese müssen mindestens 35 Jahre alt und seit mehr als 24 Monaten ohne Arbeit sein. „Sie dürfen auch keinen Minijob gehabt haben“, betonte Lüdemann. Außerdem muss der Berufsabschluss, falls sie einen haben, mindestens vier Jahre zurückliegen.

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Mehr als 1200 Frauen und Männer kommen infrage

Trotz der strengen Vorgaben glaubt der Amtsleiter, dass es genug Potenzial im Landkreis für das Programm gibt. Denn mehr als 1200 Frauen und Männer, die beim Jobcenter gelistet sind, entsprechen diesen Kriterien. Angesichts des größer werdenden Arbeitskräftemangels scheint zudem auch die Wirtschaft Interesse an dem Projekt zu haben. „Es gibt schon Signale aus dem Bauhandwerk, dem Gastrobereich, von Malern, Lackierern und von Kurierdiensten“, sagt Margitta Schmidt (55). Die Diplom-Betriebswirtschaftlerin, die aus Perleberg stammt, soll in den nächsten zwei Jahren die notwendigen Kontakte zu den Unternehmen herstellen und ihnen das Einstellen einer neuen Arbeitskraft schmackhaft machen.

Schmidt glaubt, dass ihr das gelingen wird. Zum einen hat sie in den vergangenen Jahren bereits in diesem Bereich in der Region gearbeitet, zum anderen gibt es einen Zuschuss für die Betriebe, wenn sie einen Langzeitarbeitslosen für mindestens zwei Jahre integrieren. Die Förderung beträgt für die ersten sechs Monate, die als Einarbeitungsphase gelten, 75 Prozent, für die folgende Stabilisierungsphase von neun Monaten 50 Prozent sowie für weitere drei Monate immer noch 25 Prozent. „Diese Förderung ist sehr gut“, sagte Schmidt.

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Ziel ist eine feste Arbeit auch auf lange Sicht

Zudem will sie für jeden Langzeitarbeitslosen, der in einem Unternehmen anfängt, einen individuellen Förderplan erarbeiten. Damit sollen der Neueinstieg ins Berufsleben erleichtert und eventuelle Probleme schnell ausgeräumt werden. Schließlich ist das eigentliche Ziel, dass die Betriebe die einstigen Langzeitarbeitslosen auch nach den zwei Jahren bei sich behalten. Ein ähnliches Projekt hat bereits im Juni bei der Arbeitsagentur in der Prignitz begonnen, das ebenfalls vom Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert wird. Dort sollen innerhalb von drei Jahren 30 Langzeitarbeitslose wieder einen Job finden, sagte Neuruppins Arbeitsamtschefin Cornelie Schlegel.

Von Andreas Vogel

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