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Neuruppin: PAS gewinnt Innovationspreis

Firma produziert täglich 4000 Blenden für Waschmaschinen Neuruppin: PAS gewinnt Innovationspreis

Das Unternehmen PAS aus Neuruppin, das Blenden für Waschmaschinenhersteller in aller Welt produziert, hat zum zweiten Mal den Innovationspreis des Wirtschaftsministeriums gewonnen. PAS hat ein spezielles Verfahren entwickelt, um die gewölbten Blenden innerhalb weniger Sekunden bedrucken können. In Neuruppin werden jährlich 800 000 Blenden produziert.

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Täglich werden in Neuruppin rund 4000 Blenden für Waschmaschinen und Trockner gefertigt – auch für Polen, China, Spanien und die Türkei.

Neuruppin. Zum zweiten Mal hat die Firma PAS in Neuruppin den vom Potsdamer Wirtschaftsministerium ausgelobten Innovationspreis des Landes im Bereich Kunststoffe und Chemie gewonnen. „PAS ist ein Vorzeigeunternehmen nicht nur für Neuruppin, sondern auch für Brandenburg und Deutschland“, betonte am Mittwoch Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde.

Immerhin steuert PAS von Neuruppin aus die Produktion von rund sechs Millionen Blenden für Waschmaschinen und Trockner in sechs Ländern. Fabriken von PAS befinden sich in Polen, der Türkei, in Mexiko, den USA und seit Kurzem ebenfalls in China. „Wir wollen möglichst nah an unseren Kunden sein“, erklärte Geschäftsführer Thomas Born. Demnach zählen zu den Kunden von PAS alle großen Hersteller von Waschmaschinen in der Welt. Dazu gehören neben Bosch, Miele, Siemens und Whirlpool inzwischen ebenfalls Produzenten in Asien. Diese seien besonders an Innovationen interessiert, sagte Michael Seikel. Der Prokurist von PAS leitet zugleich die Abteilung Forschung und Entwicklung in Neuruppin.

Eine der jüngsten Neuerungen ist ein Tintendruck-Verfahren mit dem auch die gewölbten Plastikblenden der Waschmaschinen und Trockner in wenigen Sekunden bedruckt werden können. Mit der von PAS entwickelten Maschine wird in Neuruppin seit diesem Jahr gearbeitet.

Christel Schneider, hier mit Heiko Wienhold, kontrolliert die Funktionsfähigkeit der Blenden

Christel Schneider, hier mit Heiko Wienhold, kontrolliert die Funktionsfähigkeit der Blenden.

Quelle: Peter Geisler

Außerdem hat das 1992 gegründete Unternehmen seine Produktionsprozesse in Neuruppin so zusammengefasst, dass die Produktivität der Mitarbeiter um rund 30 Prozent gesteigert werden konnte – ohne dass die Beschäftigten wirklich mehr arbeiten müssen, sagte Martin Fuchs, der das Neuruppiner Werk leitet. Möglich wurde das, weil unnötige Arbeitsschritte entfallen sind, wie das Auspacken einzelner Zubehörteile. Das übernimmt inzwischen eine eigene Abteilung.

„Wir haben diesen Umbau mit eigenen Kräften geschafft“, betonte Fuchs. Denn PAS hat sich nicht etwa externer Berater bedient, wie das viele Unternehmen und auch Verwaltungen machen, sondern extra eigene Leute ausgebildet. Diese prüfen regelmäßig, ob und welche Vereinfachungen bei der Produktion in Neuruppin möglich sind. Die Neuerungen werden an die Fabriken im Ausland weitergereicht. Auch die 170 Mitarbeiter in Neuruppin selbst können immer wieder Vorschläge unterbreiten. Geschäftsführer Born hält viel von dieser Vorgehensweise. „Das ist besser als externe Berater. Die sind teuer und nach ein paar Monaten wieder weg – und damit auch das gewonnene Wissen.“ Allein in Neuruppin hat PAS einen Umsatz von 34 Millionen Euro gemacht, weltweit soll er in diesem Jahr 230 Millionen und 2016 sogar 250 Millionen Euro betragen

Von Andreas Vogel

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