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Potsdam bekommt ein neues Gymnasium

Start mit 87 Schülern Potsdam bekommt ein neues Gymnasium

Die Stadt wächst, die Schülerzahlen steigen: Potsdams Schullandschaft expandiert. Im kommenden Schuljahr eröffnet in Potsdam-West ein neues Gymnasium. Die ersten Eckdaten der Schule wurden nun bekanntgegeben.

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Annika Buchholz (33) wird Rektorin der neues Gymnasiums.

Potsdam. Annika Buchholz war eine Empfehlung ihres derzeitigen Chefs. Als das staatliche Schulamt auf die Suche nach einem geeigneten Kandidaten ging, dachte der Rektor der Potsdamer Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“, Rüdiger Ziemer, sofort an eine junge Kollegin, die das Zeug zur Chefin hat: Die 33-jährige Annika Buchholz, seit sechs Jahren Mathematik- und Physiklehrerin am der Sportschule, wird zum kommenden Schuljahr das neue Gymnasium in Potsdam-West leiten. Mit 87 Siebtklässlern in drei Klassen und fünf Lehrern geht die Schule, die noch keinen Namen hat, an den Start.

„Das ist eine große Herausforderung. Ich freue mich sehr darauf“, sagt die junge Rektorin in spe, die schon Pläne für ihre Schule hat:eine wirtschaftlich-politische Ausrichtung des Gymnasiums mit Exkursionen würde ihr gefallen. „Schule soll nicht nur im Schulhaus stattfinden. Die Schüler sollen auch außerhalb des Klassenzimmers fürs Leben lernen“, sagt Buchholz, die in Brandenburg/Havel aufgewachsen ist und an der Universität Potsdam studiert hat.

Plan B steht nun im Detail

Ob die Rektorin mit ihrem Team und den Siebtklässlern sofort ein eigenes Schulhaus beziehen kann, steht dabei noch in den Sternen. Das neue, dreizügige Gymnasium soll in die Haeckelstraße 73 ziehen. Dort ist derzeit noch die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule untergebracht, die expandieren und pünktlich zum neuen Schuljahr in ihren Neubau gegenüber der Biosphäre ziehen will. Doch dort gibt es wie berichtet große Probleme: Ein Teil der Betondecke im Foyer ist nach Messungen nicht fest genug. Ob der Bau pünktlich fertig wird, entscheidet sich erst Ende Januar nach dem Vorliegen weiterer Messergebnisse. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde ein „Plan B“ erarbeitet: Sollte sich der Umzug der Gesamtschule verschieben, wird das neue Gymnasium vorübergehend am Oberstufenzentrum I in der ehemaligen Garde-Ulanen-Kaserne in der Jägerallee Unterschlupf finden. Drei Räume würden dort für die Gymnasiasten bereitgestellt. Die Da-Vinci-Schule würde vorerst weiter am Standort Haeckelstraße bleiben und wegen steigender Schülerzahlen zusätzlich drei Klassenräume der benachbarten Zeppelin-Grundschule nutzen. „Wir streben ,Plan A’ an, aber im Fall der Fälle sind wir vorbereitet“, sagt Dorothea Junghans, Abteilungsleiterin beim Kommunalen Immobilienservice (Kis), der bei dem Bau die Regie führt.

„Mit den betroffenen Schulen wurde der Plan abgestimmt“, sagt Robert Werner vom Fachbereich Bildung und Sport der Stadt. Die Erstklässler aus der Zeppelin-Grundschule würden in ihrem Schulhaus in Erdgeschossräume ausweichen, die derzeit umgebaut werden, um dann in den oberen Etagen Platz für die großen Nachbarn machen.

„Gegenüber den Eltern, die sich für unsere Schule interessieren, werden wir den ,Plan B’ offen ansprechen“, sagt die künftige Rektorin Annika Buchholz. Es wäre kein optimaler Start – aber auch keine Drama, wie sie betont. „Das OSZ ist für die Anforderungen eines Gymnasiums ausgestattet“, sagt auch Schulrat Eckhard Dörnbrack.

Nötig ist ein zusätzliches Gymnasium in Potsdam dringend: Im neuen Schuljahr werden 100 Schüler mehr in die siebte Klasse kommen als im laufenden. Der Run auf Gymnasien ist dabei groß: Bei der zurückliegenden Anmeldung seien alle Gymnasialplätze belegt gewesen, so Dörnbrack. Er rät Eltern, die Schulwahl „klug“ zu treffen. Wer nur übernachgefragte Wunschschulen angibt, muss am Ende womöglich dorthin, wo er gar nicht hin möchte. „Besser gleich eine Schule wählen, bei der es Kapazitäten gibt“, so Dörnbrack. „Ich kann Eltern nur empfehlen: Melden Sie ihre Kinder im Erstwunsch für das neue Gymnasium an.“

Tag der offenen Tür

Interessenten können sich am Samstag, 16. Januar, ab 10 Uhr ein Bild von dem geplanten Gymnasium machen, das zum neuen Schuljahr am 5. September an den Start geht.

In der Aula der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule in der Haeckelstraße 72 in Potsdam-West stehen Rektorin Annika Buchholz und die bislang drei feststehenden Lehrer für Fragen bereit.

3 Pädagogen mit den Fächerkombinationen Englisch/Sport, Deutsch/Geschichte und Spanisch/Englisch sind bereits gefunden. Dazu kommt die Rektorin als Physiklehrerin. Ein Lehrer für Musik/Mathematik soll noch gefunden später.

30 Bewerbungen von Pädagogen gab es für die Stellen an der neuen Schule.

Als zweite Fremdsprache ab Klasse 7 wird Spanisch angeboten.

Über das künftige Profil und den Namen soll die Schulkonferenz im ersten Jahr des Bestehens entscheiden.

Von Marion Kaufmann

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