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Conrad aus Potsdam: 14 und schon Student

Conrad Lempert studiert Informatik Conrad aus Potsdam: 14 und schon Student

Conrad Lempert ist 14 Jahre alt. Schon bald zählt er zu den Großen. Der Potsdamer tauscht den Klassenraum gegen den Hörsaal und studiert ab dem kommenden Wintersemester am renommierten Hasso-Plattner-Institut. Damit ist er Deutschlands jüngster Student. Doch der Teenager ist nicht nur ein echtes Wunderkind, weil er so mit dem Studium beginnt.

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Conrad Lempert mit dem HPI-Direktor Christoph Meinel.

Quelle: Dirk Laessig

Potsdam. Ein 1,2-Abi ist schon unerreichbar für die meisten 18-Jährigen. Für einen 14-Jährigen ist es ein schier unerreichbarer Traum. Conrad Lempert hat das Unglaubliche dennoch geschafft: Er ist nicht nur einer von Potsdams besten Abiturienten, sondern demnächst der jüngste Student Deutschlands. So verkündete es das renommierte Hasso-Plattner-Institut (HPI) am Griebnitzsee. Am 1. Oktober wird Conrad dort sein Informatikstudium aufnehmen.

„Wir freuen uns, ein Ausnahme-Talent wie Conrad in unseren Reihen zu haben“, sagt HPI-Direktor Christoph Meinel. Mit seinem Super-Abi war der Sohn eines freiberuflichen Programmierers unter die 80 besten Bewerber für einen Bachelorstudienplatz im Fach IT-Systems Engineering gekommen. Der endgültige Bescheid der Universität Potsdam wird in einigen Wochen erwartet. Das HPI wurde von SAP-Gründer Hasso Plattner gestiftet und finanziert. Mehr als dreimal so viele Kandidaten, wie am HPI Plätze vergeben werden können, hatten sich angemeldet.

Keine Homestory

Den Rummel um seine Person wollen Conrads Eltern von ihrem Jungen fern halten – Homestorys wird es vorerst nicht geben. Conrad wünsche sich vor allem eins: Normalität. Das sagte HPI-Sprecher Hans-Joachim Allgaier am Dienstag der MAZ.

„Ich habe mich fürs Hasso-Plattner-Institut entschieden, weil es einen sehr guten Ruf hat, die Betreuung gut sein soll und die Lage in Potsdam besonders günstig für mich ist“, sagt Conrad Lempert. Was er nach dem Studium macht, weiß er noch nicht genau. Nur so viel: Er möchte später einmal zusammen mit anderen ein Start-up gründen oder international tätig sein.

Das Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering.

Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an - ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 480 Studenten genutzt wird.

Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet pro Jahr 240 Plätze für ein Zusatzstudium an.

Insgesamt elf HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen zehn IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing.

Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.

Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze.

Mit openHPI.de bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.

Stolz sein dürfte auch das Potsdamer Helmholtz-Gymnasium, wo Conrad seine Schulkarriere beendete. Conrad wurde mit fünf Jahren eingeschult, übersprang zwei Klassen in der Schiller-Grundschule und eine Klasse beim Wechsel vom Humboldt- zum Helmholtz-Gymnasium. All das habe er „aus eigener Kraft prima selbst bewältigt“, so die Eltern.

Conrads Informatiklehrerin in der Sekundarstufe II, Silvia Handke, ist voll des Lobes über den Abiturienten. Sie lobt seine „schnelle Auffassungsgabe.“ Erkennbaren Hunger nach mehr“ habe das Kind gezeigt und manchmal „unbedarft professionell geholfen“, wenn jemand nicht weiter wusste.

Die Pädagogin des Hermann-von-Helmholtz-Gymnasiums ist eine Preisträgerin: 2012 erhielt sie von der Potsdamer Landesregierung den „Brandenburgischen Lehrerinnen- und Lehrer-Preis“ für herausragendes Engagement. Handke ist seit dem Start des HPI-Schülerkollegs als betreuende Lehrerin dabei. Conrads Abschlussprojekt in Informatik am Potsdamer Helmholtz-Gymnasium sei „ein von den Schülern in allen Jahrgangsstufen begeistert aufgenommenes Spiel“ gewesen, berichtet die Pädagogin.

Treffen mit dem Bundespräsidenten

Bei der Entwicklung an Conrads Seite: Dennis Kipping (18), der sich als Sieger des brandenburgischen Landeswettbewerbs Informatik 2015 ebenfalls am HPI bewarb und wie Conrad auch einen Studienplatz zugesagt bekam.

Conrad und Dennis hatten bereits im Dezember 2013 als Teil einer Delegation des HPI-Schülerkollegs dem Bundespräsidenten Joachim Gauck bei der Zukunftspreis-Verleihung in Berlin die Hand schütteln und mit ihm diskutieren dürfen.

Wer sich Conrad als kontaktscheuen Nerd, wie einen der Helden aus der TV-Serie „Big Bang Theory“ vorstellt, der liegt falsch. Der 14-Jährige ist viel mit Freunden unterwegs, spielt gern Badminton und Klavier.

Von MAZonline

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