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Pritzwalkerin arbeitet auf der Expo in Italien

Marleen Schultheiß führt Gäste durch den Deutschen Pavillon in Mailand Pritzwalkerin arbeitet auf der Expo in Italien

Von Pritzwalk über Rostock nach Mailand: Für Marleen Schultheiß ist Italien für sechs Monate zur beruflichen Heimat geworden. Als eine von 111 Hostessen und Hosts betreut sie seit Mai die Besucher im Deutschen Pavillon auf der Expo 2015. In der Weltausstellung lernt sie ganz unterschiedliche Nationen kennen: „Kein Tag ist wie der andere“, sagt sie.

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Die Prignitzerin Marleen Schultheiß führt den mecklenburgischen Wirtschaftsminister Harry Glawe durch die Ausstellung im Deutschen Pavillon auf der Expo in Mailand.

Quelle: B. Handke/Expo

Mailand. Von Pritzwalk über Rostock nach Mailand: Für Marleen Schultheiß ist Italien für sechs Monate zur beruflichen Heimat geworden. Als eine von 111 Hostessen und Hosts betreut sie seit Mai die Besucher im Deutschen Pavillon „Fields of Ideas“ auf der Expo 2015. Nach dem Abitur am Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium in Pritzwalk studierte die 24-Jährige an der Universität Rostock Pflanzenproduktion und Umwelt. Im MAZ-Interview spricht sie über ihre Zeit bei der Weltausstellung.

MAZ: Frau Schultheiß, aus dem Labor der Uni Rostock zur Weltausstellung nach Italien: Wie gefällt Ihnen „La dolce Vita“ in Mailand?

Marleen Schultheiß: Sehr gut, besonders das abendliche Treiben an den Kanälen von Mailand und die Aperitivo-Kultur, bei der man – meist in Verbindung mit einem Buffet landestypischer Speisen – in Gesellschaft einen Drink genießt.

Was hat Sie gereizt, sich als Hostess für den Deutschen Pavillon zu bewerben?

Schultheiß: Nach dem Abschluss meines Studiums im März wollte ich gerne für eine Weile ins Ausland gehen, um Erfahrungen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und um den Ansprüchen des Arbeitsmarktes etwas mehr gewachsen zu sein. Die Expo und der Deutsche Pavillon sind die ideale Kombination für mich, zumindest ansatzweise in meinem Studienfeld der Landwirtschaft und Biologie tätig zu sein.

Ist das eine Arbeit wie jede andere?

Schultheiß: Auf der Expo ist kein Tag wie der andere. Mir gefällt der Kontakt zu ganz unterschiedlichen Menschen verschiedenster Nationen. Das macht die Arbeit besonders.

Welche Bedeutung hat für Sie das Expo-Thema „Feeding the Planet, Energy for Life“ (Den Planeten ernähren, Energie für das Leben)?

Schultheiß: Das Thema der Welternährung ist für mich von herausragender Bedeutung, ebenso die nachhaltige Bereitstellung von Energie. Das war ein entscheidender Grund für meine Bewerbung. In Anbetracht der wachsenden Weltbevölkerung, des Klimawandels und des steigenden Bedarfs an Nahrungsmitteln und Rohstoffen ist es notwendig, globale Lösungsstrategien zu entwickeln. Meine Hoffnung ist, dass die Expo dazu beiträgt, die Gesellschaft über diese Herausforderungen zu informieren.

Mit bislang rund 760 000 Besuchern zählt „Fields of Ideas“ zu den beliebtesten Pavillons. Was ist das Erfolgsrezept?

Schultheiß: Im Gegensatz zu vielen anderen Länderpavillons, die mehr an Verkaufsstände und Reisebüros erinnern, beinhaltet der Deutsche Pavillon eine thematische Ausstellung, die den Kern des Expo-Themas trifft. Hinzu kommt, dass alles interaktiv und individuell erlebt werden kann.

Haben Sie ein persönliches Highlight?

Schultheiß: Technische Highlights sind für mich die „Klimaschirme“, bei denen eine Projektion auf zwei weißen Regenschirmen die zeitliche Entwicklung der Regenwaldabholzung und die Austrocknung des Aralsees zeigt. Sehr gelungen sind auch der Marktstand, der Eckdaten über einige Grundnahrungsmittel anschaulich darstellt, sowie eine Station, die über unsere Nutztierrassen informiert. Daneben gibt es sicher noch das ein oder andere kulturelle Highlight, beispielsweise die Bundesländerwochen.

Vier Monate liegen noch vor Ihnen: Was folgt denn nach der Weltausstellung?

Schultheiß: Am 1. November geht es zurück. Wie lange ich in Deutschland bleiben werde und in welches Bundesland es mich dann zieht, kann ich noch nicht sagen. Im Moment bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, die internationale Arbeit mit einem Wohnort in Deutschland zu verbinden. Ich könnte mir aber auch eine Arbeit im Ausland vorstellen.

Und worauf freuen Sie sich am meisten?

Schultheiß: Neben Familie und Freunden auf die Selbstverständlichkeiten des deutschen Alltags – von der zuverlässigen Postzustellung bis hin zur deutschen Brotvielfalt und auf meinen Kater Leo.

Von Jens Neumann

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