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Programme für Schulschwänzer

Übergang Schule – Beruf Programme für Schulschwänzer

Der Unterschied zwischen dem Alltagsleben in der Schule und im Beruf ist groß. Damit Schülern der Weg in das Berufsleben erleichtert wird, möchte Rot-Rot in Brandenburg schon bald 38 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Geplant ist unter anderem ein Berufswahlpass, aber auch ein Angebot für Schulschwänzer.

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Quelle: dpa

Brandenburg. Viele Schulschwänzer, hohe Abbrecherquote: Mit mehr Praxisangeboten im Klassenzimmer will Brandenburg Jugendliche zum Lernen motivieren und ihnen den Einstieg in den Beruf erleichtern. „Junge Menschen sollen ein realistisches Bild von der Arbeit in den Unternehmen bekommen“, sagte Bildungsminister Günter Baaske (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung eines neuen Konzepts zur Berufsorientierung, an dem die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer mitgearbeitet haben.

Zwar bieten in Brandenburg schon 59 von 118 Oberschulen sogenanntes Praxislernen an, die Vernetzung von Schulen und Betrieben müsse aber weiter verbessert werden, so Baaske. Beim „Türöffner-Projekt“ etwa sollen an allen Oberstufenzentren Koordinatoren eingesetzt werden, die Schülern Kontakte zur Wirtschaft vermitteln.

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29 Prozent der Brandenburger brechen die Ausbildung ab

Grund für die Bildungsoffensive sind alarmierende Zahlen: Brandenburg hat mit 10,8 Prozent bundesweit den höchsten Anteil an unbesetzten Lehrstellen. Rund 500 Schüler verließen 2013/14 die Schule ohne Abschluss. Förderschüler, deren Abschluss nicht anerkannt wird, sind da noch gar nicht mitgezählt. Rund 29 Prozent der jungen Brandenburger brechen ihre Ausbildung, fast genauso viele ihr Studium ab.

„Diese Zahlen müssen uns aufrütteln“, so Baaske. Unter anderem sollen Schulschwänzer früher ins Visier genommen werden. „Das Schwänzen fängt schon ab Klasse 7 an“, so der Minister. Bestehende Programme für Jugendliche, die keine Lust auf Unterricht haben, setzen bislang erst ab der neunten Klasse ein. Künftig soll es für Lernverweigerer in der Schule spezielle Gruppen geben, in denen sie motiviert werden. Zudem sollen ab dem kommenden Schuljahr Schüler in der 7. Klasse verbindlich einen Berufswahlpass erhalten.

An Gymnasien gibt es Defizite

Finanziert werden sollen die Projekte teils mit Mitteln aus den Europäischen Sozialfonds (ESF), teils vom Land. Bis 2012 sollen insgesamt fast 38 Millionen Euro fließen. Manko des Programms: Die Gymnasien bleiben außen vor. Bislang sind nur die Ober- und Gesamtschulen mit im Boot, aber auch an den Gymnasien müsse die Berufsorientierung verbessert werden, sagte Baaske mit Blick auf die hohe Studienabbrecherquote.

Ganz ohne Eigeninitiative der Schüler gehe es aber nicht, so der Minister. „Wir kümmern uns gerne um jeden, aber darauf darf sich keiner ausruhen und sich fallen lassen.“

Von Marion Kaufmann

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