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Schon 16 Lehrverträge

Handwerk in Oberhavel Schon 16 Lehrverträge

Der Unterricht fängt am 1. September an. Doch noch immer ist unklar, ob nun am Oberstufenzentrum in Hennigsdorf wieder eine Tischlerklasse aufgemacht werden kann. Ungeachtet der weiten Fahrwege für Lehrlinge aus Oberhavel will das Ministerium die Berufsschulausbildung nach Neuruppin verlegen.

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Jugendliche, die sich als Tischler oder für die Holzverarbeitung ausbilden lassen.

Quelle: Archivfoto: MAZ/Christel Köster

Oberhavel. „Schulfrieden sieht anders aus“, sagt Peter Mohr, Schulleiter des Oberstufenzentrums (OSZ) in Hennigsdorf. Der Unterricht für die Tischlerlehrlinge fängt am 1. September an. Doch ob nun wieder eine Tischlerklasse in Hennigsdorf aufgemacht wird, ist unklar. Bis jetzt hat die Schule 16 Anmeldungen für die Tischlerausbildung — elf für die reine Tischlerausbildung und fünf für die Ausbildung zum Holzmechaniker und zum Fachpraktiker für Holzverarbeitung. Damit ist die minimale Zahl für die Eröffnung einer Klasse erreicht. „Außerdem kommen im September und Oktober stets noch Jugendliche hinzu, die bis dahin keinen Ausbildungsvertrag haben“, ist sich Schulleiter Peter Mohr sicher. Eine Verlegung des Unterrichts nach Neuruppin bezeichnet er wegen der langen Fahrwege für Lehrlinge aus Oberhavel als „Drama“.

Doch im Bildungsministerium pocht man auf die Zahl von 24 unterschriebenen Ausbildungsverträgen. Werde die nicht erreicht, sagt Sprecherin Antje Grabley, werde der Beschluss des Ministeriums umgesetzt und die Tischlerausbildung zum Oberstufenzentrum nach Neuruppin verlegt. Dort solle die Ausbildung auch mit Blick auf die Auszubildenden aus der Prignitz konzentriert werden (MAZ berichtete).

Das letzte Wort scheint in dieser Sache aber noch nicht gesprochen zu sein. Denn noch steht die Antwort des Landtages auf eine Petition von Tischlerinnung und Kreishandwerkerschaft Oberhavel aus. Innungsobermeister Norbert Fischer bezeichnet das Jonglieren mit der Zahl der unterschriebenen Lehrverträge als „falsches Spiel“ des Bildungsministeriums. Denn dieses habe zu Beginn der Ferien angekündigt, dass die Berufsausbildung nach Neuruppin wandere und fordere nun von Oberhavel unterschriebene Lehrverträge. Fischer: „Wer schließt denn einen Lehrvertrag ab, ohne zu wissen wo genau sich die Berufsschule befindet?“ Fischer wettert: „Alle halten sich bedeckt, es gibt nichts Schriftliches.“

Und genau deshalb „halten wir uns an die unveränderte Landesschulbezirksverordnung“, sagt Marion Ecke, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Oberhavel, und fügt hinzu: „Wir schicken die Lehrlinge der Sparte Tischler und Holzverarbeitung weiterhin zur Ausbildung ins Oberstufenzentrum nach Hennigsdorf, bis wir eine faire Antwort des Ministeriums auf unsere Petition erhalten haben.“

Von Marion Bergsdorf

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