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Start-Up in der dritten Dimension

Softwarelösungen für 3D-Druck Start-Up in der dritten Dimension

Das 3D-Druckverfahren hat mittlerweile in vielen Bereichen Einzug gehalten. Ein junges Unternehmen in Hennigsdorf bietet dafür die passenden Softwarelösungen an. Wir haben uns bei ihnen umgesehen.

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Ole Bröker an einem 3D-Drucker, der in Hennigsdorf zu Testzwecken eingesetzt wird.

Quelle: Foto: ENRICO KUGLER

Hennigsdorf. „Vom 3D-Druck hat man in vielen Unternehmen zwar schon gehört. Aber wie es für das eigene Geschäft genutzt werden kann, das wissen die wenigsten,“ meint Ole Bröker von der Hennigsdorfer Firma Trinckle 3D. Dabei sind die dreidimensionalen Druckverfahren längst überall auf dem Vormarsch. Maschinenteile,Pralinen, Schmuck und medizinische Objekte – alles aus dem Drucker.

„Für alle Lösungen braucht man eine intelligente Software-Unterstützung“, erklärt Ole Bröker. „Und da kommen wir ins Spiel.“ Denn das Hennigsdorfer Start-Up-Unternehmen gehört zu den ersten seiner Branche, das sich auf einen umfangreichen 3D-Druckservice und Software-Applikationen spezialisiert hat. Für private Anwender ebenso wie für kleine Firmen und große Unternehmen. Vor drei Jahren wurde die Firma gegründet, mit eine Startförderung der Freien Universität Berlin. Gunnar Schulze und Marlene Vogel – beide sind promovierte Physiker – kamen während ihrer Forschungszeit mit dem 3D-Druck in Berührung. Florian Reichle ist als Betriebswirt der Dritte im Gründerteam. Ihre neue Firma entwickelte sich zunehmend zu einer Softwareschmiede für 3D-Anwendungen.

Das Erfolgsrezept: 3D-Druck im allgemeinen und die Individualisierung von Produkten muss einfacher werden. Auf der Internetseite von Trinckle 3D kann jedermann seine Drucklösung finden. Mit einfachen Klicks lassen sich Form und Farbe verändern und das Material auswählen. „Damit können auch Kunden, die keine CAD-Kenntnisse haben, ihr Produkt ganz individuell bearbeiten“, so Bröker. Darüber hinaus entwickelt Trinckle vor allem Web-Applikationen für Unternehmen. Bis auf ein paar kleine Geräte zu Testzwecken sieht man in den Hennigsdorf Räumen keine 3D-Drucker. Die eigentliche Fertigung übernehmen Spezialfirmen.

Bei den privaten Nutzern sind es modische Accessoires oder Modellbauteile aus dem Drucker, die hoch im Kurs stehen. Kunden aus der Wirtschaft sehen den Nutzen der schnell und preiswert zu druckenden Produkte vor allem bei der Fertigung von Ersatzteilen, Einzelstücken oder Prototypen. Architekturmodelle kommen heutzutage aus dem Drucker und Mediziner forschen an prothetischen Teilen, die sich supergenau anpassen lassen.

Neben Kunststoffen, die in den Spezialdruckern eine dreidimensionale Form erhalten, lassen sich auch andere Materialien ausdrucken – Keramik, Metalle, selbst Lebensmittel. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Materialeigenschaften. War anfangs vieles noch ein spielerischer Versuch, gibt es inzwischen auch für den 3D-Druck immer mehr Zertifizierungen. Mit der promovierten Physikerin Marlene Vogel, die zuvor am Helmholz-Zentrum für Material und Energie tätig war, hat Trinckle 3D eine ausgewiesene Spezialistin auf diesem Gebiet.

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Mittlerweile ist das Trinckle-Team auf zehn Mitarbeiter gewachsen. „Das Besondere in einem Start-Up ist die Arbeitsatmosphäre“, sagt Ole Bröker. „Jeder sieht die Firma als sein Baby. Und jeder hat Anteil an den oft rasanten Veränderungen.“ Mit den Arbeitsräumen in der denkmalgeschützten AEG-Feuerwache an der Neuendorfstraße in Hennigsdorf hat die 3D-Firma ein kreatives Umfeld gefunden. „Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit der Firma Bürokom im Haus und anderen Unternehmen“, sagt Ole Bröker.

Jüngstes Projekt ist die Kooperation des Logistikunternehmens TNT mit den Hennigsdorfer Softwareentwicklern. Der weltweit agierende Transportdienstleister will seine Kunden bei der Anwendung von 3D-Lösungen unterstützen. Dabei wird es auch zu grundlegenden Veränderungen der Transportwege kommen, ist man bei TNT überzeugt und will diesen Prozess von Anfang an begleiten. „Der 3D-Druck steht als Produktionstechnologie noch am Anfang“, sagt Ole Bröker, „aber wir haben bereits sehr spannende Anwendungsfälle.“

Von Ulrich Bergt

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