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Weihnachtsgeld ohne Rechtsanspruch

Zusatzeinkommen zum Fest Weihnachtsgeld ohne Rechtsanspruch

Die zusätzlichen Zahlungen, die viele Beschäftigte vor dem Weihnachtsfest erhalten – das Weihnachtsgeld – sind allenfalls eine im Tarifvertrag festgelegte Leistung. Ein Gesetzanspruch besteht nicht. Dennoch kann eine Art Gewohnheitsrecht entstehen.

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Weihnachtsgeld muss auch versteuert werden.

Quelle: dpa

Potsdam. Mit dem Weihnachtsgeld, das zahlreiche Beschäftigte bekommen, sind einige Fragen verbunden: Wie hoch fällt es aus und wie muss die Summe versteuert werden?

Was ist eigentlich das Weihnachtsgeld?

Rechtlich gesehen ist es ein zusätzliches Entgelt, das der Beschäftigte ausgezahlt bekommt – meist im November mit dem Gehalt. Wie der Name verrät, war es nach Angaben der Arag-Versicherung ursprünglich dafür gedacht, Weihnachtsgeschenke zu kaufen.


Gibt es einen Unterschied zum 13. Monatsgehalt?

Beides wird oft verwechselt. Aber aus rechtlicher Sicht gibt es Unterschiede. Das Weihnachtsgeld ist eine freiwillige Sonderzahlung des Unternehmens, das 13. Monatsgehalt eine festgelegte Gehaltserhöhung und Entgelt für erbrachte Arbeitsleistung. Im Falle einer Kündigung vor Jahresende jedoch würde das 13. anteilig auf das Kalenderjahr verteilt und ausgezahlt. Weihnachtsgeld hingegen muss möglicherweise sogar zurückgezahlt werden, wenn das Unternehmen verlassen wird.

Bekommt jeder Weihnachtsgeld?

Ein allgemeines Recht auf Weihnachtsgeld gibt es nicht. Die Sonderzahlung erfolgt nur, wenn sie im Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag verankert ist. Jeder Beschäftigte kann aber Weihnachtsgeld bekommen, egal, ob er Vollzeit oder Teilzeit arbeitet oder einen Minijob hat. Auch Azubis müssen nicht leer ausgehen. Für Beamte gibt gesetzliche Regeln für das Weihnachtsgeld. Es kann sogar als „betriebliche Übung“ zu einer Art Gewohnheitsrecht werden. Zahlt der Arbeitgeber etwa über mehr als drei Jahre in Folge ohne Freiwilligkeitsvorbehalt, so können eventuell Ansprüche entstehen.

Wie viel ist normal?

Es gibt keine Pauschale oder einen Prozentsatz für die Höhe des Weihnachtsgeldes. Letztlich entscheidet das Unternehmen oder der Tarifvertrag darüber. Faktoren, die generell die Höhe des Weihnachtsgeldes beeinflussen können, sind die Branche, die Firma und die Dauer der Betriebszugehörigkeit.

Wie wird es versteuert?

Die Summe des Weihnachtsgeldes steht meistens auf der Gehaltsabrechnung im November und wird auf den Bruttomonatsverdienst aufgeschlagen. Auf das Weihnachtsgeld sind Steuern und im Rahmen der Beitragsbemessungsgrenze auch Sozialabgaben zu zahlen.

Von Gerald Dietz

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