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Wenn andere Geschenke machen

Feiertagsarbeit Wenn andere Geschenke machen

Auch an den bevorstehenden Festtagen müssen zahlreiche Beschäftigte arbeiten. Einen gesetzlichen Anspruch auf Feiertagszuschüsse gibt es indes nicht. Bezahlen Unternehmen aber Extras, werden die zum Teil vom Finanzamt nicht besteuert.

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Zum Fest Weihnachtsmärkte besuchen, kann nicht jeder: Polizisten müssen arbeiten.

Quelle: dpa

Potsdam. Während bald viele Menschen um den Weihnachtsbaum sitzen und es sich mit Plätzchen und anderen Leckereien gut gehen lassen, bedeuten die Feiertage für viele Beschäftigte schlicht Stress. Ärzte, Polizisten, Kellner – einige Berufsgruppen müssen in der vermeintlich besinnlichen Zeit oft mit dünner Besetzung hart arbeiten. Welche Rechte Angestellte über und zwischen den Feiertagen haben, ist manch einem nicht immer ganz präsent.

Sind die Festtage grundsätzlich auch Feiertage?

Heiligabend und Silvester sind keine Feiertage, daher hängt es lediglich vom Arbeitgeber ab, ob sie frei sind, einen halben oder einen ganzen Urlaubstag erfordern, informieren Fachleute der Arag-Versicherungsgruppe. Der 25. und 26. dagegen sind gesetzlich festgelegte Feiertage, an denen das Arbeiten generell untersagt ist. Im Arbeitszeitgesetz sind 16 Ausnahmen von dem Beschäftigungsverbot aufgeführt. So muss beispielsweise im Sicherheits- oder im Gesundheitswesen auch an Feiertagen eine Versorgung gewährleistet sein.

Gibt es ein Recht auf Feiertagszuschläge?

Gesetzlich gibt es laut Arag keinen Anspruch auf sogenannte Feiertagszuschläge. Lediglich für geleistete Nachtarbeit an solchen Tagen ist ein Aufschlag gesetzlich geregelt. Ansonsten steht dem an Sonn- oder Feiertagen schuftenden Mitarbeiter nur ein Ersatzruhetag zu. Allerdings gilt in den meisten Fällen nicht die gesetzliche Vereinbarung, sondern die vertragliche oder tarifvertragliche. Dort ist dann auch das individuelle Recht auf mögliche Zuschläge festgelegt.

Wie sieht es mit Zuschlägen und der Versteuerung aus?

Glück im Unglück haben diejenigen, die an den gesetzlichen Feiertagen arbeiten müssen und einen Zuschlag erhalten. Es lohnt sich: Denn der Lohnzuschlag an Heiligabend ab 14 Uhr und an den Weihnachtsfeiertagen ist bis zu 150 Prozent und an Silvester ab 14 Uhr bis zu 125 Prozent des Grundlohnes von maximal 50 Euro pro Stunde steuerfrei.

Ist das Ansetzen von Betriebsferien über die Feiertage allein Unternehmenssache?


Auch wenn die Urlaubsverteilung im Allgemeinen nicht im Ermessen des jeweiligen Arbeitgebers liegt, darf er Betriebsferien eigentlich nach eigenem Ermessen anordnen. Dabei sollte er allerdings auf zwei Dinge achten. Erstens sollte die angeordnete Zwangspause in den Schulferien liegen, damit Eltern nicht benachteiligt werden und zweitens sollte er die verordnete Freizeit so früh wie möglich ankündigen, damit sich alle Arbeitnehmer darauf einstellen können. Hat der Betrieb jedoch einen Personal- oder Betriebsrat, darf der Chef nicht in Eigenregie entscheiden, sondern muss deren Zustimmung einholen.

Von Gerald Dietz

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