Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° heiter

Navigation:
Zukunft für Arbeitsplätze weiter unklar

Bahnwerk Eberswalde Zukunft für Arbeitsplätze weiter unklar

Eine Prignitzer Firma hat für das Bahnwerk in Eberswalde Interesse bekundet – und dennoch ist die Zukunft des Standortes weiter unklar. Denn der Investor ist ein Konkurrent der Bahn. Außerdem stehen selbst im Falle der Übernahme viele Entlassungen an.

Voriger Artikel
Prignitzer Firma will Jobs in Eberswalde retten
Nächster Artikel
Brandenburg verliert Hochschul-Absolventen

Fahrzeuginstandhaltung im Bahnwerk Eberswalde.

Quelle: dpa-Zentralbild

Eberswalde. Die Zukunft des Bahnwerkes Eberswalde ist trotz eines möglichen Investors weiter unklar. Brandenburg wolle mit allen Mitteln die Schließung verhindern, betonte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) am Dienstag in Potsdam. Der Standort müsse weiter gesichert werden.

Der Bahn-Konzern will das Werk mit 350 Mitarbeitern Ende 2016 schließen. Am Freitag treffen sich Bahnchef Rüdiger Grube, Betriebsräte, der Wirtschaftsminister und Kommunalvertreter zu einem weiteren Gespräch zur Zukunft des Standortes. Es werde nicht die letzte Gesprächsrunde sein, sagte Gerber.

Als möglicher Käufer habe die Eisenbahnservice AG aus der Prignitz der Bahn im Oktober ein Angebot unterbreitet, sagte Gerber. „Wir sind der Auffassung, dass es sich um ein seriöses Konzept handelt“, sagte er. Förderungen für mögliche Investitionen zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder oder die Qualifizierung von Fachkräften wurden zugesichert.

Kritik: Keine Lösung sondern Schuldzuweisung

CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben kritisierte, dass die Landesregierung von Anfang an nicht genügend für den Erhalt des Werkes getan habe. Dass Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) jetzt einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschrieben habe, zeige, dass es ihm nicht um eine Lösung gehe, sondern um eine Schuldzuweisung. „Die Landesregierung kann sich aber nicht von Fehlern freisprechen.“

Der Geschäftsführer der Eisenbahnservice AG, Thomas Becken, gründete vor 20 Jahren die Prignitzer Eisenbahngesellschaft. Mittlerweile gehören zu seinem Unternehmen mehrere Firmen, unter anderem ein Bahnwerk in Wittenberge. „Es gibt einen großen Bedarf an Reparaturleistungen“, begründete er das Interesse am Standort Eberswalde.

Viele Entlassungen auch bei Übernahme

Zu dem Angebot an die Bahn - über das Stillschweigen vereinbart worden war - machte Becken keine weiteren Angaben. Von den etwa 350 Mitarbeitern wolle er etwa 100 übernehmen, sagte er. Künftig sollen fünf bis sechs Millionen Euro in den Standort investiert werden.

„Wir lassen nicht locker“, sagte Betriebsratsvorsitzender Ulf Boehnke. Die Schließung könnte abgewendet werden, die Auftragslage sei gut. Werde das Angebot des möglichen Investors nicht angenommen, wolle die Bahn offenbar einen Konkurrenten ausschalten. „Wir kämpfen weiter um unsere Arbeitsplätze“, sagte Boehnke.

Von MAZonline und dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Ausbildung & Beruf
Termin nicht verpassen...

Workshops, Messen, Informationen rund um Ausbildung und Studium
 
  

Ausbildung bei der MVD

Wir bieten jungen Menschen attraktive Ausbildungsplätze.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg