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163 Fahrgäste nutzten Angebot

Erster Test für Nachtzug erfolgreich verlaufen 163 Fahrgäste nutzten Angebot

Am Wochenende fand die erste von drei Testfahrten für einen regelmäßigen Nachtzug von Berlin ins Havelland und weiter in die Prignitz statt. Eine überregionale Initiativgruppe setzt sich für eine Erweiterung des Abendangebotes ein. Sie zeigte sich mit dem ersten Testlauf zufrieden. Mehr als 30 Prozent der Sitzplätze waren belegt.

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Die Odeg war am Wochenende mit einem zusätzlichen Zug auf der Linie RE 2 unterwegs
 

Quelle: Odeg

Berlin/Havelland.  „Die erste Testfahrt war ein Erfolg. Jetzt müssen die beiden folgenden Nachtzüge ebenso gut besetzt sein, dann kommen wir unserem Ziel näher“, resümiert Barbara Linke. Sie gehört zu der Initiativgruppe aus dem Havelland und der Prignitz, die sich für eine dauerhafte Nacht-Zugverbindung von Berlin in die Prignitz einsetzt.

163 Fahrgäste waren am Sonntagmorgen nach der langen Nacht der Wissenschaft gegen 2 Uhr in den Nachtzug der Odeg von Berlin-Ostbahnhof in Richtung Wittenberge gestiegen. Obwohl es wegen diverser Bauarbeiten an der Strecke beim Auftakt der Testreihe keinen Halt in Spandau und Falkensee gab – was sich beim nächsten Mal ändern soll – ist Barbara Linke mit der Auslastung zufrieden. 30 Prozent der Sitzplätze in dem Zug sollten besetzt sein, um eine dauerhafte Verbindung einzurichten, so hatte es das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung gefordert. Zwischen Zoo und Nauen zählte die Initiative 163 Fahrgäste, zwischen Nauen und Paulinenaue waren es 159, zwischen Paulinenaue und Friesack 155 und zwischen Friesack und Neustadt 153. Im Zug gibt es 428 Sitzplätze.

Etwas zu kritisieren hatte Barbara Linke trotzdem: „Es wären sicherlich noch mehr Leute mitgefahren, wenn der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und der Streckenbetreiber Odeg nicht erst kurz vor den Testfahrten ihre Apps aktualisiert hätten. Über die App der Deutschen Bahn bekam man gar keine Informationen.“

Eine weitere Panne habe es auf dem Bahnhof Zoo gegeben. Der Zug sei nicht auf dem angezeigten Bahnsteig, sondern auf dem Nachbargleis eingefahren. Ob es alle 60 wartenden Fahrgäste über die Treppen zum Zug geschafft haben, kann Barbara Linke nicht sagen.

 Ärgerlich zudem, dass etwa eine Woche vor der ersten Testfahrt die Abfahrtszeiten aller drei geplanten Nachtzüge um etwa 15 Minuten vorverlegt wurden. „Es war nahezu unmöglich, alle potenziellen Testfahrer zu informieren“, sagt Linke.

Der zweite Nachtzug fährt am 21. Juni um 23.07 Uhr ab Ostbahnhof, der dritte am 29. August (Lange Nacht der Museen). Bei Letzterem werden die genauen Abfahrtszeiten noch bekanntgegeben. Die meisten befragten Fahrgäste würden es begrüßen, sagt Barbara Linke, wenn nach großen Veranstaltungen in der Hauptstadt ein täglicher Nachtzug zwischen 0 und 1 Uhr in Berlin in Richtung Prignitz abfahren würde. Es gäbe entsprechende Vorschläge des Bahnkundenverbandes. Seitens des Brandenburger Verkehrsministeriums wollte man sich noch nicht positionieren: „Wir warten alle drei Testzüge ab und entscheiden dann“, so Sprecher Steffen Streu.

Von Jens Wegener

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