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A 24-Erweiterung ab 2017

Autobahnausbau Neuruppin bis Dreieck Pankow A 24-Erweiterung ab 2017

Der Ausbau der Autobahn 24 von Neuruppin bis zum Dreieck Pankow soll in den nächsten Tagen an private Investoren ausgeschrieben werden. Ab 2017 soll die Strecke erweitert werden, sechs Spuren werden nur am Feiertag geöffnet sein.

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Die A 24 soll ab 2017 erweitert werden.

Quelle: Fotolia

Neuruppin. Das Vorhaben soll wenigstens 400 Millionen Euro kosten, und es wird voraussichtlich vier Jahre dauern, bis die gesamte Autobahn ausgebaut ist. Nach jahrelangem Hin und Her gibt es nun immerhin einen konkreten Plan für die Erweiterung der A 24 und der A 10: Die Strecke von der Abfahrt Neuruppin über den nördlichen Berliner Ring bis zum Dreieck Pankow soll ab dem Jahr 2017 mit privatem Geld gebaut werden.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte schon vor Monaten angekündigt, dass er Versicherungen, Banken und andere Finanzfirmen ins Boot holen will, wenn es um die Finanzierung von Fernstraßen geht. Beim sogenannten Zukunfsforum Infrastruktur hat er am Dienstag in Berlin den Ausbau der A 24 und der A 10 als eines der ersten Projekte vorgestellt, die so finanziert werden sollen.

Ausbauauftrag soll bald ausgeschrieben werden

Erstmals war dort öffentlich von einem Zeitplan die Rede. Schon „in den nächsten Tagen“ soll die rund 70 Kilometer lange Strecke ausgeschrieben werden, so Dobrindt. Die Deges, die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, bereitet die Veröffentlichung gerade vor. Das gemeinsame Unternehmen von Bund und Bundesländern kümmert sich um die Abwicklung.

Geplant ist, die A 10 zwischen den Dreiecken Pankow und Havelland auf sechs Fahrspuren zu verbreitern. Für die A 24 ist hingegen nur von einem „grundhaften Ausbau“ die Rede. Zwischen dem Dreieck Havelland und Neuruppin soll es bei zwei regulären Fahrspuren pro Richtung bleiben. Die Seitenstreifen werden aber so ausgebaut, dass sie bei Bedarf als dritte Spur freigegeben werden können.

Der Neuruppiner CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke begrüßt die Pläne. Gerade an Wochenenden und an Feiertagen, an denen es sich fast immer auf der A 24 staut, könnten Autofahrer auf besseres Durchkommen hoffen. Zwar hätte sich Steineke gewünscht, dass die A 24 bis zum Kreuz Wittstock ausgebaut wird. Doch das sei derzeit „weder finanziell noch bautechnisch möglich“, sagt er. In Berlin hat er sich seit Monaten dafür stark gemacht: „Wir haben herausgeholt, was wir herausholen konnten.“

Ab 2017 kann gebaut werden

Das Bundesverkehrsministerium will den Ausbauauftrag bis 2017 vergeben haben. „Theoretisch kann dann auch gebaut werden“, sagt Steineke. Mit zum Paket gehört auch Unterhalt und Betrieb der Autobahn durch die privaten Investoren bis 2047.

Bislang hatte der Bund in sechs Fällen Straßen über so genannte öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) ausbauen lassen. Meist wurde das teurer, als hätte der Bund das Projekt selbst übernommen, heißt es vom Bundesrechnungshof. Steineke kennt diese Kritik. Allerdings hätten Unternehmen, die diese Autobahnen finanziert hätten, zu eher schlechten Konditionen Kredite aufnehmen müssen. „Jetzt haben wir eine Niedrigzinsphase“, sagt Steineke. „Das sind völlig andere Ausgangsbedingungen.“ Anders als bisher sei nicht zu erwarten, dass Private teurer bauen als der Bund.

Nach bisherigen Plänen will der Bund bis 2019 zehn Straßenprojekte an private Firmen vergeben.

Von Reyk Grunow und Frauke Herweg

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