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Ab 2016 Parkplatzregime am Rathausmarkt

Kleinmachnow will Chaos beenden Ab 2016 Parkplatzregime am Rathausmarkt

Seit langem ist die Parkplatzsituation am belebten Rathausmarkt in Kleinmachnow chaotisch. Besonders Langzeitparker blockieren die Stellfächen für Kunden und Patienten, die die im Zentrum ansässigen Geschäfte, Gaststätten und Arztpraxen besuchen und ihr Auto in deren Nähe abstellen wollen. Das soll nun ein Ende haben.

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Meistens – wie vor Feiertagen – ist der Parkplatz voll, so dass auch Autos am Rand stehen müssen.

Quelle: Julian Stähle

Kleinmachnow. Das sich in den letzten Jahren zugespitzte Parkplatz-Chaos am Kleinmachnower Rathausmarkt soll beseitigt werden. Dafür wird ab dem kommenden Jahr ein Parkregime eingeführt. Das sagte Gewog-Chef Carsten Fischer der MAZ.

Die Gemeindliche Wohnungsgesellschaft mbH (Gewog) gehört zu den drei Eigentümern der insgesamt 342 Stellflächen am Rathausmarkt und managet deren Verwaltung. Auf eine Parkgebühr werde aber verzichtet. Dieses hatten Anfang des Jahres die Grünen gefordert, weil sie meinten, dass man auch in Kleinmachnow – so wie in Potsdam und anderswo – für den „Luxus, mit dem Auto zu fahren“ bezahlen sollte. Die Grünen hatten allerdings damals schon als ersten Schritt für eine auf zwei Stunden beschränkte Parkdauer plädiert. Doch die Eigentümer entschieden nun anders und fassten auf ihrer Dezember- Versammlung einstimmig den Beschluss, künftig eine Parkbeschränkung zwischen Montag und Freitag für jeweils zwei Stunden anzuordnen. Das heißt, jeder, der sein Fahrzeug dort abstellt, hat in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr die Parkscheibe vorschriftsmäßig eingestellt und sichtbar ins Auto zu legen.

Das Ordnungsamt der Gemeinde werde zu Kontrollen angehalten und verteilt bei Verstößen zunächst „Knöllchen“. Laut Fischer müssten „ganz Unbelehrbare“ damit rechnen, dass ihr Auto abgeschleppt wird. Wo man sich sein Fahrzeug dann abholen und voraussichtlich etwa 120 bis 130 Euro Straf-Gebühr zahlen muss, werde noch geklärt. „Das kann auch in Michendorf sein.“ Fischer sprach sich der MAZ gegenüber nochmals gegen eine Gebühr aus. „Wir wollen die Leute ja nicht vergraulen“. Man wolle sich außerdem den finanziellen Aufwand für Anschaffung, Pflege und Wartung von Parkautomaten ersparen.

Wie mehrfach berichtet, hat sich die Unsitte eingeschlichen, dass Kleinmachnower ihr Auto den Tag über auf dem Platz abgestellt und so den Kunden der ansässigen Geschäfte und Lokale sowie den Patienten der Arztpraxen die Parkplätze „weggenommen“ haben. Viele Bürger und Geschäftsleute berichten immer wieder, dass es insbesondere am Donnerstag, wenn Markttag ist, zu den Wochenenden oder auch vor Feiertagen immer schwieriger wird, auf Anhieb einen freien Platz zu ergattern. Etliche unfreiwillige Runden um den stark frequentierten Adolf-Grimme-Ring sind für Parkplatzsuchende oft die Folge; insbesondere Gehbehinderte oder Ältere haben beim Großeinkauf mit dem Auto das Nachsehen. Laut Fischer hatten Gewerbetreibende beobachtet, dass offenbar Menschen etwa mit fünf Autos morgens anrollen und nur mit einem als Fahrgemeinschaft oder mit dem Bus weiter fahren. Sicher würden auch Rathausmitarbeiter und andere Angestellte Dauerparker sein.

Ab Januar 2016 sollen alle Vorbereitungen für die Parkraumbewirtschaftung getroffen werden. „Wir sind sehr froh über diese Einigung. Im nächsten Jahr werden wir dazu eine Regelung erarbeiten – dazu gehören dann auch Anwohnerparkausweise – und hoffen, damit etwas Entspannung rund um den Rathausmarkt zu schaffen“, sagte Gemeindesprecherin Martina Bellack.

Gemeinde in der Pflicht

Gewog-Chef Carsten Fischer sieht die Gemeinde selbst weiter in der Pflicht, zusätzliche Parkflächen zu schaffen.

Mit seiner Idee von Ende 2014, auf einer Grünfläche neben dem Rathaussaal 27 neue Stellflächen anlegen zu lassen, war der Bürgermeister erstmal gescheitert. Die Mehrheit der Gemeindevertreter hatte es abgelehnt, zusätzliche Grünflächen für Parkplätze zu opfern.

 

Von Claudia Krause

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