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Bald „Freiwillig 30“ in Jabel

Verkehrssicherheit Bald „Freiwillig 30“ in Jabel

In Jabel sollen Autofahrer in Kürze mit Schildern gebeten werden, freiwillig 30 zu fahren. Ortsbeirat und Einwohner versprechen sich davon eine Verkehrsberuhigung. Wenn das nicht funktionieren sollte, muss der Ort reagieren.

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Der Jabeler Ortsvorsteher Tobias Bröcker an einem ähnlichen Schild in Liebenthal. Ein Vorbild für Jabel.

Quelle: Björn Wagener

Jabel. An den vier Ortseingangsschildern in Jabel sollen demnächst vier Schilder angebracht werden, die die Autofahrer auffordern, die Geschwindigkeit freiwillig auf Tempo 30 zu drosseln. Das wurde auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung festgelegt. Auf diese Weise wollen die Jabeler eine Verkehrsberuhigung erreichen, ohne bürokratischen Aufwand zu verursachen. „Andere Dörfer wie Blandikow oder Liebenthal haben solche Schilder ebenfalls. Der Vorteil ist, dass man keine Genehmigung braucht, sondern sie einfach anbringen kann“, sagte Beirat Fred Wehland. Er ist sich zudem sicher, dass sie eine gewisse Wirkung haben werden, auch wenn sie nicht amtlich angeordnet sind. Das fand in der Runde allgemeine Unterstützung.

Jabeler Dorfstraße als Rennstrecke missbraucht

Nach der Installation der Schilder wollen die Jabeler erst einmal schauen, ob oder inwieweit sich tatsächlich eine Verkehrsberuhigung ergibt. Sollte dieser Vorstoß allerdings nicht die gewünschte Wirkung haben, wollen die Jabeler am Ortsausgang Richtung Biesen entweder eine reguläre Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 oder über die Gemeinde bei der Kreisverwaltung eine verkehrsberuhigte Zone beantragen.

Eigentlich ist die Verbindung nur für landwirtschaftliche Fahrzeuge gedacht, werde aber häufig als „Rennstrecke“ missbraucht, hieß es. Das bestätigten Anwohner, die dort häufig Autos und Mopeds beobachten. Die Kanten seien bereits ausgefahren. Eine Frau sprach auf der Sitzung sogar von Rissen im Haus. Sollte man sich in Zukunft tatsächlich für eine amtlich angeordnete Verkehrsberuhigung entscheiden, dann solle das aber nicht allein im Ortsbeirat entschieden werden. Vielmehr werde dann zu einer Einwohnerversammlung eingeladen, um auf breiter Ebene zu diskutieren, wie mit der Situation umgegangen werden soll.

Von Björn Wagener

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